Zyklusstörungen und Kinderwunsch

Folgenden Veränderungen des weiblichen Zyklus können aus Sicht der Chinesischen Medizin die Fertilität der Frau beeinflussen:

zu lange Zyklen
zu kurze Zyklen
zu starke oder zu lange Blutungen
zu kurze oder zu leichte Blutungen
unregelmäßige Blutungen, Zwischenblutungen, Schmierblutungen
völliges Ausbleiben der Menstruation (sekundäre Amenorrhoe)
schmerzhafte Menstruation

Diese Störungen der Monatsblutung sind aus Sicht der TCM Ausdruck von Disharmonien der verschiedenen Zangfu – die zwar die Namen unsere Organen tragen, aber in der TCM viel weitergehende Aufgaben in Körper, Geist und Seele zu erfüllen haben. So ist die Fruchtbarkeit generell von der Funktion der Niere abhängig, den problemlosen Fluss der Monatsblutung und reibungslosen Ablauf des Zyklus garantiert die Leber und die Milz ist u.a. zuständig für die richtige Zusammensetzung des Blutes.
Bei der Kinderwunschbehandlung sind auch folgende andere Systeme der chinesischen Medizin wichtig:

• Die Muster der außerordentlichen Meridiane (Ren-/Chong-/Du Mai) die für Empfängnis und Einnistung garantieren
• Nierenschwäche (Yin/Yang/Essenz/Mingmenfeuer), bei der Kinderwunschbehandlung wichtig bei Erschöpfungszuständen und Folgen von Stress
• Veränderungen des Shen (Herz/Perikard/Leber) bei Partnerschaftsproblemen, wie sie sehr häufig im Verlauf einer Fertilitätsbehandlung auftreten.

Diese verschiedenen Disharmonien können dann zu Menstruationsstörungen führen.

Die Behandlungsstrategien einer Zyklusregulierung durch Akupunktur und durch die chin. Arzneimitteltherapie sind für jede Zyklusstörung verschieden und- wo es sinnvoll erscheint- nach den einzelnen Zyklusphasen differenziert.