Zusammenfassungen zur TCM

Gespräch/Anamnese:

Viel Zeit ist nötig für die Diagnostik. Gespräch, Puls- und Zungendiagnose im Rahmen des ersten Termins sind auch für einen sehr erfahrenen Therapeuten in weniger als 45 Minuten kaum zu bewerkstelligen.
Eine einmal gestellte Diagnose kann sich im Verlauf der Behandlung ändern, wenn z.B. die Heilung voranschreitet oder andere Störungen in den Vordergrund rücken. Daher muss die Diagnose immer wieder in den Folgesitzungen bestätigt oder neu gestellt werden. Vor jeder Behandlung wird gegebenenfalls auch erneut Puls und Zunge untersucht.
Jeder Mensch reagiert anders – Prognosen für den Heilungserfolg sind mit grosser Vorsicht zu betrachten.

Pulsdiagnose:

Die Pulsdiagnose ist die wichtigste diagnostische Methode, die in jeder Behandlung im Rahmen der TCM ihren Platz finden sollte. Auch wenn es letztlich grosser Erfahrung und langjähriger Übung bedarf, diese Methode umfassend anzuwenden: Jeder TCM-Therapeut benutzt sie, wenn er sein Handwerk gewissenhaft ausübt. In anderen Bereichen asiatischer Heilkunde, wie in der japanischen oder koreanischen Akupunktur, auch in der Ohrakupunktur hat sie hingegen einen sehr viel geringeren Stellenwert.

Zungendiagnose:

Die Zungendiagnostik ist im Vergleich zu anderen Diagnosemethoden leicht nachzuvollziehen. Gerade die Beobachtung des Zungenbelages kann Ihnen wichtige Hinweise z.B. über anstehende Änderungen in der Ernährung, über den Behandlungserfolg oder über den Verlauf eines Infektes geben!

Tuina-Massage:

Die Anwendungsmöglichkeiten der Tuina-Massage erstrecken sich über nahezu alle Fachgebiete der Medizin. Vor allem aber ist Tuina angebracht bei Schmerzen des Bewegungsapparats, nach Operationen und Verletzungen, aber auch bei Schleim-Ansammlungen, wie z.B. Gesichts-Tuina bei Sinusitis.
Bei Kindern, die äusserst sensibel auf kleinste Reize reagieren, kann Tuina schnell und sanft bei sehr vielen Krankheiten helfen, von Einnässen bis zu ADHS.

Akupunktur:

Bewährte Indikationen für die Akupunktur sind Schlaflosigkeit, Stresskrankheiten, Energielosigkeit, akute und chronische Schmerzzustände, hormonelle Störungen, funktionelle Erkrankungen, chronische Rhinitis, Allergien, Heuschnupfen, Autoimmunkrankheiten, Unfruchtbarkeit, Alterserscheinungen, Kindererkrankungen, Verdauungsstörungen, Tinnitus, Migräne und Atemwegserkrankungen.

Moxibustion:

Die Moxibustion ist hilfreich bei Durchblutungsstörungen, Schwächezuständen, Infektanfälligkeit und Alterskrankheiten, aber auch bei Gelenkschmerzen, Verdauungsstörungen und Zysten. Immer sollte jedoch die Wärme als angenehm empfunden werden!

Schröpfen:

Sehr vielfältig sind die Anwendungsbereiche des Schröpfens. So ist z.B. im oberen Rücken die Schröpfbehandlung sehr wirksam bei Atemwegserkrankungen. Oder bei Lendenschmerzen in der Gegend unter dem Beckenkamm. Bei Völlegefühl im Oberbauch kann man unter dem Rippenbogen Schröpfgläser setzen. Es gibt viele Möglichkeiten…

Schröpfmassage:

Die Schröpfmassage dient der Lockerung des Bindegewebes und dem Bewegen des Qi in den Leitbahnen. Darüber hinaus hat aber gerade die Schröpfmassage des Rückens eine belebende und das Qi regulierende Wirkung. Schröpfen/Schröpfmassage ist in fast allen Kulturkreisen ein altes und beliebtes Hausmittel!

Guasha:

Die Schabemethode Guasha hat sich bei hartnäckigen, chronischen Beschwerden gut bewährt. Nicht nur bei Verspannungen ist sie angebracht, sondern auch bei Erkrankungen der inneren Organe, die im Lauf der Zeit ihre Spuren im verhärteten Bindegewebe hinterlassen. Die Hautveränderungen verschwinden bald- die Heilwirkung bleibt!

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