Wunderheilungen?

Gibt es sie wirklich? Wenn man sich die Votivtafeln mancher alter Kirchen anschaut, dann schon. Auch wenn so mancher erfahrene Arzt auf sein Wirken zurückschaut, so wird er trotz aller Naturwissenschaftlichkeit die Heilung so mancher Patienten eingestehen müssen, die jenseits des logischen, nüchternen Verstandes geschehen sind.

Vieles kann krank machen….

Krankheit und Gesundung sind meist auf so vielfältige Faktoren zurückzuführen, dass ein einfaches Ursache-Wirkungs-Denken versagen muss. Krank machen können Umwelteinflüsse von Bakterien/Viren bis hin zu Giften aus Nahrung, Luft und Trinkwasser und/oder auch unsichtbare Strahlungen. Gesellschaftliche, berufliche und familiäre Gründe können auch die Gesundheit sehr ernsthaft schädigen. Jeder Mensch, der einmal krank geworden ist, sucht verzweifelt nach den Ursachen seiner Krankheit und findet sie vermeintlich dank der modernen wissenschaftlichen Medizin, die z.B. Bakterien, Pilze und Viren bekämpft. Häufig kommt die Krankheit wieder – weil der alles entscheidende Faktor der überaus fein abgestimmte menschliche Organismus selber ist. Die eigenen Heilkungskräfte sorgen dafür, dass nicht jeder Kettenraucher an Lungenkrebs erkrankt, nicht jeder Stressgeplagte einen Herzinfarkt erleidet und nicht jeder Grippekranke an einer Lungenentzündung stirbt.

Der “Faktor X”

Die Selbstheilungskräfte sind der kaum fassbare “Faktor X” bei jeder Heilung. Diese enormen Potenziale könne sich durch Einflüsse von innen durch eine Lebens- und Geisteshaltung und von aussen durch Erlebnisse und Erfahrungen, aber auch durch Essen, Trinken und Atmen entfalten. Bei der Geisteshaltung und Lebenseinstellung treffen sich dann wieder der Glauben an Wunderheilungen aus christlichen oder anderen Religionen und der Glauben an eine vermeintliche “Allmacht” der modernen Medizin.

In der chinesischen Medizin versucht der Therapeut, alle diese Faktoren in die Behandlung mit einzubeziehen: eine an den Einzelnen angepasste Lebensweise für Ernährung, Bewegung, ein “Stressmanagement” gehören zu einer Behandlung ebenso dazu wie die Einbeziehung der persönlichen “Risikofaktoren” aus der Krankheitsgeschichte und dem aktuellen Umfeld. Das Ziel ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte – sowohl “passiv” durch Akupunktur, Moxibustion, Massagen, Heilkräuter und viele andere Techniken als auch aktiv: sportliche oder meditative Übungen, Ernährungsweise und langfristige Überlegungen zur Lebensgestaltung.

Nicht nur “Befunde”, sondern vor allem das “Befinden”

Für die Behandlung ist Ihr Befinden ausschlaggebend. Anders als in der modernen Schulmedizin zählen nicht nur Befunde von körperlichen, organischen Veränderungen, sondern Ihre Befindlichkeiten, die Sie häufig lange vor einer manifesten Krankheit schon verspüren. In einem ausführlichen, offenen Gespräch können diese gefühlten Veränderungen die wichtigsten “Bausteine” für eine Diagnose ergeben. Dazu kommen als “Blick hinter die Kulissen” die Puls- und Zungendiagnose. Mit diesen diagnostischen Methoden kann dann ein TCM-Therapeut sich ein umfassendes Bild Ihrer Energetik machen- als durchaus rationale und nachvollziehbare Grundlage für eine Behandlung.

Der Weg zum Gesundsein

Die Gesundung kann dann schnell oder auch langsam voranschreiten. Voraussagen lassen sich nur selten mit gutem therapeutischen Gewissen anstellen. Grundsätzlich aber sollte man sich überlegen, wie lange der Organismus eigentlich dafür gebraucht hat, um ein solches Leiden zu entwickeln – und wieviel Zeit sollte man sich gönnen, um wieder “ins Lot” zu kommen? “Wunderheilungen” gibt es immer wieder, aber man kann sie nur erhoffen, nicht erzwingen!

Aus meiner Erfahrung heraus verläuft ein Heilungsprozess selten linear und gleichmässig, sondern meist in Auf- und Abbewegungen. Häufig kommen andere, vergessen geglaubte Störungen wieder zum Vorschein – sie waren nur unmerklich im Organismus verblieben und haben “klammheimlich für Unordnung” gesorgt. Das ist zum Beispiel nach alten Infekten oder Impfungen der Fall. Manchmal wird eine chronische Krankheit wieder akut – die Chancen für eine endgültige Heilung steigen dadurch an!

In der Behandlung gehe ich auf die jeweils aktuelle energetische Situation ein und passe die Zusammenstellung der Akupunkturpunkte oder der Heilkräuter-Rezeptur diesen veränderten Verhältnissen an. Im Laufe der Zeit zeigt sich dann eine allmähliche Stabilisierung. Die “passiven” Behandlungsmassnahmen geschehen immer seltener und das eigene Engagement des nunmehr Fast-Gesunden tritt mehr und mehr in den Vordergrund. Eine Behandlung dauert vielleicht Wochen und Monate – das Gesundbleiben verlangt ein ganzes Leben lang grösste Achtsamkeit! Ist doch das Leben eigentlich das grösste “Wunder”….

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