Winterzeit: es kommt der Yang-Mangel!

winterDie Bedeutung des Yang und der Yang-Mangel
Der Mensch und all seine Körperfunktionen bestehen aus einem Yin und einem Yang Anteil. Während das Yang für Aktivität, Verarbeiten und Transformieren steht, so ist das Yin wichtig für das Speichern und die Ruhephasen. Beim gesunden Menschen sind Yin und Yang im Gleichgewicht, Schwankungen im Verlauf des Tages und der Jahreszeit sind normal. So ist der Tag dem Yang und der Aktivität zugeordnet, die Nacht und die damit verbundene Ruhe und Regeneration ist Yin. Wie eben der Sommer auch Yang und der Winter eben Yin ist. Wird jedoch ein Aspekt überbeansprucht oder übermässig gelebt, so gerät das System durcheinander – die Harmonie wird gestört: Es kommt zu Yang-oder Yin-Schwäche-Zuständen.

Yin und Yang sind gleich wichtig und sollten ausgeglichen und harmonisch sein. Bei Übergewichtigen ist jedoch oft das Yin dominant und es besteht ein gewisser Yang-Mangel, der sich dann eben auch in der Verdauung und beim Stoffwechsel bemerkbar macht. Ein Yang-Mangel bedeutet verminderte Aktivität, nicht nur was die körperliche Aktivität betrifft, sondern auch was die körperlichen Abläufe betrifft.
In der Regel sind Frauen öfters von einem Yang-Mangel betroffen als Männer. Da Männer von Haus aus mehr Yang haben, sie sind ja Yang, kommt es bei Männern seltener zu einem Yang-Mangel. Frauen -die von Natur aus Yin sind- haben verhältnismäßiger weniger Yang als die Männer und so kommt es eben bei Frauen leichter zu einem Yang-Mangel.

  • sehr oft klagen die Patienten über Kälte-Gefühle
  • Vermehrtes Ruhebedürfnis, oft gepaart mit Lustlosigkeit
  • Häufig findet man bei Personen mit Yang-Mangel ein blasses Gesicht. Da der Kopf sehr Yang ist, wird bei einem Yang-Mangel dieser sich besonders im Kopf manifestieren. Äußerlich sichtbar durch die Blässe.
  • Durch diesen Yang-Mangel im Kopf fühlen sich die Personen auch ideen- und perspektivlos, es fehlt ihnen an Zukunftsplänen, oft stecken sie auch in einer Lebenskrise fest.
  • Meist fühlen sich Personen mit Yang-Mangel am Tag – eben der Yang-Zeit – schlechter. Auch alle gesundheitlichen Probleme sind tagsüber schlimmer
  • Oft treten die Schwäche-Zustände des Yang, also Kältezeichen, nach körperlichen Überanstrengungen auf.

Behebung des Yang-Mangels
Durch Ruhe und Wärmezufuhr in Form von warmen Tees, Suppen usw. lässt sich ein leichter Yang-Mangel häufig zügig wieder ausgleichen. Ansonsten muss die Stärkung des Yang der einzelnen Organe das gesamte Yang des Körpers verbessert werden. Am besten eignen sich dazu Milz, Herz und Niere.

  • Über die Milz: Gutes Essen, welches geschmackreich zubereitet ist nährt das Yang, denn die Geschmäcker, die dem Yang zugeordnet sind, gehen zum Herzen.
  • Über das Herz: Bringt man mehr Freude in sein Leben, so wird das Yang angefacht, ebenso wenn man sich frisch verliebt
  • Über die Niere: Die Stärkung des Nieren-Yang erfolgt zum Beispiel über die Sexualität und einem gesunden Liebensleben. Ebenso aber auch über einer Lebenseinstellung, die von Visionen und Zukunftsplänen geprägt ist. Durch Ziele und Zukunftspläne kommt Energie und Leben in den Menschen, das Yang kann sich entfalten.

In der Weihnachtsbäckerei – Weihnachtsplätzchen nach den 5 Elementen
Passend zur Weihnachtszeit möchte ich heute ein klassisches Plätzchenrezept zur Verfügung stellen, das sogar der Theorie der 5 Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall) entspricht – einer Basisphilosophie der Chinesischen Medizin, die im Besonderen auch in der Chinesischen Diätetik Anwendung findet.

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Zutaten Teig:
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300g Dinkelmehl (Holz) [1]
300g Butter (Erde)
2 Eier (Erde)
1 TL Salz (Wasser)
150g Zucker (Erde) – schmeckt super mit braunem Zucker
300g gemahlene Mandeln (oder auch gemischte gemahlene Nüsse, z.B. Mandeln gemischt mit Haselnüssen oder Walnüssen)
1 Prise Nelke (Metall)
1 Prise Kakao (Feuer)

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Zutaten Glasur:
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200g Puderzucker (Erde)
4 EL Johannisbeergelee (Johannisbeere = Holz)
2 Schnapsgläschen Weinbrand (Feuer)

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Zubereitung:
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  • Die Zutaten für den Teig verkneten. Nicht wundern, der Teig ist recht weich.
  • Der Teig kommt dann für mindestens 2h in den Kühlschrank.
  • Mit einem Nudelholz wird der Teig auf einer bemehlten Fläche ausgerollt – ungefähr 2 mm dick. Man braucht mehr Mehl als bei anderen Teigen. Formen ausstechen und auf ein Backblech legen (gefettet oder mit Backpapier).
  • Ab in den Ofen bei ca. 175 Grad Umluft und ca. 15min backen bis sie goldbraun sind.
  • Wenn die Plätzchen kalt sind, den Puderzucker durch ein Sieb streichen und den Weinbrand und das Johannisbeergelee unterrühren. Die Plätzchen damit bestreichen.
    (V.a. bei kleinen Kindern Wasser statt Weinbrand nehmen. Alternativ kann man dann die Plätzchen natürlich auch noch schön dekorieren.)
  • Und PROBIEREN nicht vergessen!

[1] Zuordnung auf Basis des Nahrungsmittelposters aus dem Buch von Barbara Temelie und Beatrice Trebuth ‚Das Fünf Elemente Kochbuch: Die praktische Umsetzung der chinesischen Ernährungslehre für die westliche Küche – 200 Rezepte zur Stärkung von Körper

(der Facebook-Seite der AGTCM entnommen)

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