Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie, Vaginismus)

Welche Arten von Schmerzen können auftreten?
Äußere Schmerzen kommen meist vom Scheideneingang. Die äußere Genitalregion wird – bei der Frau ebenso wie beim Mann- von der Leberleitbahn energetisch versorgt. Diese Leitbahn (Meridian) reagiert besonders stark auf emotionale Anspannungen und Blockaden. Wenn sich neben den häufig ziehenden, ausstrahlenden Schmerzen noch brennende Gefühle einstellen, so ist dieses ein Zeichen für die Ansammlung von feuchter Hitze im Unterleib.
Narben nach dem Dammschnitt oder -riss bei der Geburt können ebenfalls zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr am Scheideneingang führen. Die Ursache ist dann aus Sicht der Chinesischen Medizin in einer Blockade der diese Region versorgenden Leitbahnen (Leber-, Nieren-, Blasenmeridian u.a.) zu sehen.
Zu wenig Feuchtigkeit am Scheideneingang ist ein Hinweis auf ein Versiegen der Yin-Flüssigkeiten, ein Prozess, der mit einer Erschöpfung der Nierenenergie einhergehen kann. Vor dem Klimakterium ist dieses häufig eine Folge außergewöhnlicher emotionaler Belastungssituationen.

Innere Schmerzen stammen meist von der Gebärmutter oder durch Veränderungen im kleinen Becken. Schmerzen dieser Art können beim Geschlechtsverkehr, beim Orgasmus oder auch länger nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.
Woher stammen diese Schmerzen?

Beim Geschlechtsverkehr wird aus Sicht der Chinesischen Medizin im Unterleib sehr viel Qi und Yang aktiviert. Wenn nun dort die Zirkulation durch emotionale Blockaden (Anspannung, Druck, Stress, aber auch Angst und Unsicherheit) gestört ist, kann sich dort das Qi und auch das Blut nicht frei bewegen – es kommt zu Stagnationen des Qi (ziehende Schmerzen) oder/ und zu Stagnationen des Blutes (eher stechende Schmerzen). Bei diesen Störung findet sich dann häufig auch eine Endometriose im Becken, die Verwachsungen entstehen lässt.
Auch Entzündungen im Unterleib können zu derartigen, auch länger andauernden Stagnationen von Qi und Blut führen.

Die Behandlung
Die Behandlung erfolgt nach einer genauen Diagnosestellung nach den Kriterien der Chinesischen Medizin. So zeigen sich bei einer Stagnation von Blut beispielsweise an der Unterseite der Zunge verstärkte dunkelblaue Adern. Bei einer Ansammlung von Feuchtigkeit ist in der Regel der Zungenkörper geschwollen – es zeigen sich dann auch Zahnmarken an den Rändern- oder die Zunge ist mit einem dicken weißlich-gelben Belag bedeckt.
Nach der genauen Diagnose (Pulsdiagnose, Zungendiagnose, Bauchdiagnose, Gespräch) ergibt sich dann das Behandlungskonzept. Hierbei kommen zur Anwendung:
• Akupunktur und Moxibustion
• Verordnung von chinesischen Kräutern
• Möglichkeiten zur Selbstbehandlung (Ernährung, Bewegungsübungen, Lebensweise)