Nehmen Sie auch Thyroxin für die Schilddrüse?

thyroxinDann sind Sie nicht allein – fast jede sechste Frau (17,4 Prozent), aber nur 3,6 Prozent der Männer in Deutschland nehmen täglich dieses Schilddrüsen-Hormon ein. In der Regel jahre-, jahrzehnte-, oder lebenslang. Warum es ausgerechnet ein “Frauenproblem” zu sein scheint, kann viele Ursachen haben: das Östrogen hat einen Einfluss auf die Entwicklung von Autoimmunkrankheiten, es gibt Umweltfaktoren und auch genetische Veranlagungen. Es kann aber auch schlicht daran liegen, dass Frauen häufiger zum Arzt gehen als Männer (Vorsorge z.B.) und daher mehr diagnostiziert werden. Was macht dieses Hormon zu einem der weltweit am häufigsten verordneten, umsatzstärksten Medikamente? Da ist zum einen die Diagnose “Hashimoto”, gestellt nach Laborbefunden wie bestimmten Antikörpern (z.B. TPO-AK). Oder auch zufälligerweise zu hohe Hormonspiegel der Hypophyse (TSH-Wert). Oder/und Veränderungen des Stoffwechsels, des Gemütszustandes und des Allgemeinbefindens. Auch bei bestehendem Kinderwunsch wird der TSH-Wert durch Thyroxin-Gabe nach unten “gedrückt”.
Was hat es jedoch damit grundsätzlich auf sich? Verschiedene Aspekte sollten Sie besonders bei der Diagnose “Hashimoto” beachten:
Eine Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich durch eine Störung des Immunsystems, mit einer unzureichenden Antwort des Organismus auf schilddrüsenspezifische Autoantigene. Die Folge ist der teilweise Untergang von Schilddrüsengewebe. Wenn zum Ausgleich dazu die Stimulation durch die Hypophyse nicht reicht, kann es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Bemerkenswert ist es, dass die erhobenen Laborbefunde heutzutage als ein Hinweis auf ein allgemein aus der Balance geratenes Immunsystems gelten kann, denn viele der von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffenen Menschen leiden auch an anderen Autoimmunproblemen, wie Allergien, rheumatischen Erkrankungen oder Colitis ulcerosa.

1. Die Diagnosestellung
Grundsätzlich geben aus Sicht der Schulmedizin nur 3 Untersuchungen zusammen Aufschluss über das Geschehen: Blutuntersuchung der Antikörper + TSH-Wert + Bestimmung der Schilddrüsenhormone fT3 und fT4. Erst alle Untersuchungen zusammen ergeben ein konkretes Bild der Autoimmunerkrankung Hashimoto – ähnliches gilt auch für den M.Basedow. Manchmal wird dann ein erhöhter TSH-Wert gemessen. Dieser Wert zeigt, dass die Hypophyse vermehrt die Schilddrüse stimulieren muss. Dann erst werden ausreichend Schilddrüsenhormone produziert, die z.B. für den Stoffwechsel und das gesamte ‚Vegetativum‘ sehr wichtig sind. Sehr häufig wird jedoch nur ausschliesslich der TSH-Wert untersucht. Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ist der “Kommandogeber”, die die Schilddrüse stimuliert, wenn sie zu wenig Hormone z.B. für den Stoffwechsel produziert. Entscheidend ist der Effekt- reagiert die Schilddrüse auf die “Kommandos”, also funktioniert der Stoffwechsel ausreichend? Um das zu bestimmen, braucht man die fT3 und fT4-Werte der Schilddrüsenhormone. Falls die Schilddrüsen-Antikörper erhöht sind, liegt ein Entzündungsprozess vor. Dies kann (muss aber nicht!) langfristig zu einer Verringerung des aktiven Schilddrüsen-Gewebes und einer Unterfunktion führen. Die Anfänge des Entzündungsprozesses können sich als Überfunktion zeigen. Meist geschieht dies aber unmerklich.

2. Wie wirkt Thyroxin?
Es ist ein Ersatz-Hormon, das die Schilddrüsenfunktion überflüssig macht. Die normalen, ausgefeilten “Regelkreise” der Hormonsteuerung im Menschen wie z.B. Nebenniere-Hypothalamus-Hypophyse-Schilddrüse-Gewebe/Stoffwechsel werden ausser Kraft gesetzt. Dementsprechend steigt auch das Risiko einer Über- oder Unterdosierung. Nicht selten wird das Schilddrüsenhormon genommen, um z.B. bei Übergewicht (oder auch ohne…) den Stoffwechsel anzukurbeln. Das kann fatale Folgen haben, bis zu Kreislaufstörungen und Herzinfarkt! Langfristig hat Thyroxin auch Nebenwirkungen, wie z.B. eine nachgewiesene Steigerung des Osteoporose-Risikos: die Knochen entkalken und brechen leichter. Es ist also durchaus sinnvoll nach Alternativen zu suchen…..

3. Die Sicht der chinesischen Medizin
In der alten TCM richtet sich der Therapeut nach den Symptomen; die Berücksichtigung von Laborbefunden ist erst in jüngste Zeit wichtig geworden.
Wenn eine Autoimmunkrankheit vorliegt – das gilt auch für den M.Basedow, M.Crohn, Hautkrankheiten u.v.a., dann wird das meist als Irritation und Fehlsteuerung des Immunsystems durch die Reste alter Infekte oder Impfungen betrachtet, die nicht vollständig abgeheilt sind und daher im Körper für Unruhe sorgen. Wir nennen das dann “versteckte pathogen Energien” – häufig auch erkennbar an zahlreichen roten Punkten auf der Zunge. Das Immunsystem wird aus TCM-Sicht weitgehend durch die Lunge gesteuert, vielerlei Aspekte des Hormonsystems können durch eine Regulierung der Nieren-Energie behoben werden. Stress, Verausgabung bis hin zum ‚Burn out‘ bewirken eine Erschöpfung der Reserven- und dort können wir mit Regulierung der Lebensweise, angepasster Ernährung, Akupunktur und Heilkräutern viel erreichen.
Das Immunsystem wird heutzutage bei uns durch Umweltgifte, Stress, aber auch durch übermässige Antibiotikabehandlungen und Impfungen sehr belastet. So kommt es zu Über- und Fehlregulationen, bis hin zum ‚Kampf gegen den eigenen Organismus‘ bei den Autoimmunkrankheiten wie eben der Hashimoto-Thyreoiditis. Die ausgesprochen feinen und überaus wirksamen Möglichkeiten unseres Körpers zur Abwehr verkümmern (Infektanfälligkeit) oder ‚laufen ins Leere‘ bei den Allergien.
Liegen neben den Laborbefunden auch Störungen des Stoffwechsels und des Allgemeinbefindens vor – also bei einer Über- oder (viel häufiger) einer Unterfunktion der Schilddrüse, so wird dies als ein Mangel von Milz und Niere betrachtet.
In unserer Praxis behandeln wir die Schilddrüsen-Probleme mit Akupunktur und chinesischen Kräutermischungen. Die Akupunktur wirkt dabei vor allem für die Ausweitung der Altlasten, die das Immunsystem irritieren, aber auch auf den Stoffwechsel und das Allgemeinbefinden. Unter den chinesischen Kräutern gibt es einige, die sich auch in wissenschaftlichen Studien für die Behandlung von Autoimmunkrankheiten bewährt haben- Heilpilze gehören auch dazu. Die unerlässliche gründliche Diagnose vor einer Zusammenstellung von Kräutern oder einer Punkt-Kombination bezieht jedoch den ganzen Menschen mit ein – eben alle “Regelkreise” der Energetik. Es gibt also kein Standardrezept….

6 Gedanken zu „Nehmen Sie auch Thyroxin für die Schilddrüse?“

  1. Hallo hallo,,,
    bei mir ist fast seid2 Jahren 2 kalte Knotendie 2,5mmgros sind
    fest gestelt ,,der Arzt sagt optimal.muß man machen .aber iCh will kein op..kann man denn auch was anderes..ein nehmenn
    liebe grüße Fr Çakır
    aber gerne können Sie mir auch zurück schreiben

  2. Hallo ich nehme seit ca. 8 Jahren L Thyroxin. Das einzige was immer Dicker wurde ist mein Hals und Gesicht. Nun habe ich noch eine MMR Impfung bekommen seitdem geht es mir schlecht. Mein TSH Wert 3, 2 geht nicht runter soll jetzt weiter auf 75mg erhöhen aber bin immer Blass und hab geschwollene Augen. Dazu noch Allergien Lactose und Histamin. Ärzte sind sich nicht sicher ob es Hashimoto ist dazu noch eine Östrogendominanz. Was kann ich tun?

  3. Hallo, nehme seit 7 Jahren L-Thyroxin. Schilddrüse ist ok. Normal groß. Kein Arzt sagt mir, was dran ist. Anscheinend alles ok. Soll trotzdem Tabletten nehmen. Habe die Ernährung umgestellt . Konnte dadurch von 150 auf 75 reduzieren. Was kann ich tun, um von den Tabletten los zu kommen?
    Vielen Dank. Liebe Grüße

  4. Hallo
    Ich habe seit 3 Jahren eine diagnostizierte hashimoto. Meine Blutwerte seien gut reingestellt. Aber krank fphle ich mich immer noch. Oft aufgeblasen twilweise 5-10 kg gewicht schwanken teilweiße pro tag. Sehr große Müdigkeit ich schlafe bei Aktionen ein. Haarausfall. Ganz dünne Fingernägel und extrem trockene Haut.
    Des weiteren wurde fibromyalgie diagnostiziert. Mit schmerzschüben. Wärend der schöne nimmt die Müdigkeit twilweise so zu das ich Arbeitsunfähig bin.
    Haben sie einen Tipp für mich?
    Viele Grüße Sabine

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