Japanische Geißblattblüten enthalten neuartiges „virologisches Penicillin“

Chinesische Forscher haben das in Japanischen Geißblattblüten (Lonicerae Flos (jinyin hua) enthaltene Molekül MIR2911 entdeckt, das sie als erstes „virologische Penicillin“ bezeichnen. Schon zuvor haben zahlreiche Studien bestätigt, dass die Pflanze, als Tee verabreicht, die Autoreplikation von Viren unterdrücken kann. Neu ist jedoch die Entdeckung, dass die hierfür zuständige Komponente MIR2911 ist (geißblattkodiertes atypisches microRNA2911). Zu den Grippeviren, gegen die MIR2911 wirksam ist, gehören H1N1 (Schweinegrippe), das hochpathogene H5N1 (Vogelgrippe) und H7N9. MIR2911 greift zwei Gene (PB2 und NS1) an, die für die Replikation von Grippeviren erforderlich sind. Die Forscher vermuten, dass MIR2911 auch gegen andere Virentypen als Influenzaviren A wirksam sein könnte.
(Honeysuckle-encoded atypical microRNA2911 directly targets influenza A viruses, Cell Res, 7. Oktober 2014, doi;10.1038/cr.2014.130, online-Veröffentlichung)

Quelle: Newsletter der SMS

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