Frühjahrsmüdigkeit – woran liegt’s und was können Sie tun?

Müdigkeit, Erschöpfung, grosses Schlafbedürfnis – sehr viele Menschen haben damit nun zu kämpfen. Die Natur erwacht – aber offensichtlich nicht unser ‚Energiehaushalt‘. Auch wenn draussen die Sonne scheint, die Tage immer länger werden, zieht es viele eher ins Bett oder auf das Sofa. Und es kommt z.B. zu überaus unangenehmen Begleiterscheinungen in der schönen blühenden Jahreszeit: Kopfschmerzen/Migräne und Heuschnupfen. Verschiedene Auslöser kann es aus Sicht der chinesischen Medizin geben- und dem entsprechend können Sie (oder auch wir) etwas tun:

Sie haben sich im Winter verausgabt – was ja in der heutigen Zeit öfters der Fall ist. Natürliche Ruhephasen wie der Winter werden in der Regel ignoriert, und nicht jede/r hat im Vorjahr so viel Energie angesammelt, dass er von diesem ‚Guthaben‘ bis jetzt zehren kann. Auf der Suche nach Sonne in die Tropen zu fliegen, ist zwar verlockend, aber eine grosse Belastung für Immunsystem und Energiehaushalt- gerade wenn Sie zurück kommen! Wir sind eingebunden in die natürlichen Rhythmen, und unser Organismus ist trotz Kunstlicht immer noch darauf eingestellt.
Das Wichtigste für Sie: Denken Sie im Herbst daran energetische Vorräte anzusammeln, entlasten Sie sich dann schon von Ballast und versuchen Sie im Winter wenn irgend möglich etwas weniger umtriebig zu sein! Es ist ganz natürlich, wenn Sie im Winter weniger Dynamik in sich verspüren.
Aus Sicht der TCM sind Probleme bei der Anpassung an die natürlichen Rhythmen vor allem ein Problem von Leber und Lunge.

Es kann sein, dass Sie an den Folgen eines Infektes leiden- der lange Winter hat so manchem hartnäckige Virusinfekte an den Atemwegen beschert. ‚Die Lunge ist die Quelle des Qi‘- so heisst es in der TCM. Und daher haben viele Virusinfekte der Atemwege eine sehr lange Erholungszeit, sogar ein Schnupfen kann bis zu 3 Wochen die Leistungsfähigkeit spürbar einschränken.

 

Wie wäre es mit kräftigenden Suppen wie z.B. eine Kraft-Hühnersuppe mehrmals pro Woche:

Suppenhuhn (Bio, 700-1000g), Wurzelgemüse (Sellerie, Petersilienwurzel, Möhren, Pastinaken) geputzt

  • Das Huhn im Ganzen mit den Knochen und mit den Gemüsen in 2l Wasser mindestens 3-4 Stunden köcheln. Im Schnellkochtopf 2 Std. kochen, wer das Fleisch essen möchte, nach einer Std. (ohne Knochen) heraus nehmen.
  • Das Fett nach dem Erkalten nach Belieben abschöpfen, auch das Fleisch muss nicht unbedingt mitgegessen werden!
  • Die Brühe im Kühlschrank aufbewahren
  • Zur Brühe je nach Bedarf Reis oder Nudeln und frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch) geben
  • Um die kräftigende, wärmende Wirkung zu erhöhen, können Sie auch noch Ingwer, Ginseng, Thymian und Rosmarin dazu geben.

Mit Akupunktur können übrigens die Reste dieser alten Infekte (= ‚pathogene Energien‘) ausgeleitet, Ihr Qi gestärkt und so auch die Erholungszeit verkürzt werden.

Der Ballast des Winters – wenig Bewegung, gutes und reichliches Essen, ein gedrosselter Stoffwechsel – das kann seine Spuren hinterlassen. Der Organismus ist überlastet und wird durch ‚Schlacken‘ blockiert. Fastenkuren sind eine Möglichkeit – aber Vorsicht: wenn eine tatsächliche Erschöpfung dahintersteckt, dann ist eher eine fettarme (=gut verdauliche) Aufbaukost wichtig, durchaus mit reichlichen (aber zuckerfreien) Kohlenhydraten. Vielleicht einmal/Woche einen Reis-Gemüse-Tag? Bewegung ist wichtig- und grämen Sie sich nicht, wenn Sie schnell aus der Puste sind – behutsame, langsame Steigerung ist angemessen!
Mit chinesischen Kräutern kann diese Entschlackung sehr gut unterstützt werden. Aus Sicht der TCM geht es dabei um eine Stärkung der Milz, also auch des Stoffwechsels, und um eine Ausscheidung von Feuchtigkeit.

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