Essen und Trinken

Unser Immunsystem hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel von einer ‚richtigen‘ Ernährung.  Wobei es DIE richtige Ernährung nicht gibt. Jeder Mensch ist anders, und daher braucht jeder auch ein individuell angemessenes Essen. Stimmung, Bewegungsdrang, der Stoffwechsel, das Umfeld – dies alles kann unseren Appetit, unseren Bedarf, unsere Kapazitäten und die Bedürfnisse beeinflussen. Schlechte Laune schlägt auf den Magen, viel Bewegung erhöht unseren Bedarf an zugeführter Energie, und manchmal brauchen wir Salziges, Scharfes oder Süsses. Vor allem: es kommt darauf an, was unser Organismus, also zuallererst unser Verdauungssystem und dann der Stoffwechsel aus dem Zugeführten machen. Wir können die hochwertigsten Nährstoffe aufnehmen- der grosse ‚Faktor X‘ bleibt immer, was der Körper damit so anstellt – wird alles restlos verbraucht oder verschwindet es irgendwann ungenutzt in der Kanalisation? Werden die Kalorien in Bewegung umgesetzt oder in möglicherweise überflüssige Fett-Reserven? Das Kalorienzählen bringt wenig – das ist ähnlich, als wenn ein Unternehmen nur die Einnahmen verbucht….
Summa summarum – gesund essen kann schwieriger sein, als Sie denken, auch dank einer unternehmungslustigen und kreativen Lebensmittelindustrie, die uns zu mehr überreden will als wir tatsächlich brauchen.
Wörter wie „fettarm“, „hoher Ballaststoffgehalt“, „Vollkorn“, ‚bio‘ und „natürlich“ machen selbst den kritischsten Kunden oft glaubhaft, Gesundes auf den Tisch zu bringen. Wie z.B.:

Angereichertes Wasser und Vitamine
Viele Bio-Limonaden Getränke sind im Wesentlichen zuckerhaltige Getränke mit einer farbigen Vitamin-Pille. Wenn man sich in unseren westlichen Ländern einigermaßen abwechslungsreich ernährt, treten keine Vitaminmangelzustände auf. Ein Zuviel kann auch schädlich sein – das ergeben immer wieder Studien in der letzten Zeit!
Stattdessen: Trinken Sie Wasser, idealerweise aus dem Wasserhahn. Es ist das beste Getränk für Ihren Körper, ist natürlich kalorienfrei und kann ggf. mit etwas Obstsaft geschmacklich verbessert werden. Wenn Sie sich abwechslungsreich ernähren und sich bei den Nahrungsmitteln bedienen, die die Natur in der jeweiligen Jahreszeit beschert, brauchen Sie keine Nahrungs-Ergänzungs-Mittel!

Trinkflaschen…
Gelegentlich habe ich das Gefühl in einem Wüstenstaat zu leben. Die Flasche Wasser ist fast ständiger Begleiter auf der Strasse, im Unterricht oder Spazierengehen. Es hat sich fest eingeprägt, dass wir alle zu wenig trinken – propagiert werden Trinkmengen von mindestens 2-3 Litern/Tag. Durstgefühle kommen da gar nicht mehr auf. Es gibt aber einige einfache Tipps dazu:
– trinken Sie, wenn Sie Durst haben
– achten Sie auf den Urin: eine goldgelbe Farbe heisst, dass Sie zu wenig trinken; ist der Urin wasserklar und hell, trinken Sie vielleicht schon zu viel
– ‚Frostbeulen‘ brauchen weniger Flüssigkeit als ‚hitzige Temperamente‘!
– im Sommer brauchen Sie mehr Flüssigkeit als im Winter, wobei die trockene Heizungsluft auch dort dem Körper Flüssigkeit entzieht
– auch Durchfälle und Blähungen können durch zu viel Trinken begünstigt werden, bei Verstopfung kann es besser sein mehr zu trinken
– bei Fieber brauchen Sie mehr Flüssigkeit
– trinken Sie nicht erst abends – das könnte Ihnen die Nachtruhe rauben!
– Bei Problemen mit der Blase oder den Nieren: fragen Sie Ihren Therapeuten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere