Entzündungen-Obstruktionen in der Kinderwunschbehandlung

Chronische Entzündungen der weibl. Fortpflanzungsorgane bzw. des kleinen Beckens (PID bzw. Adnexitis) führen nicht selten zu Eileiterfunktionsstörungen bzw. Eileiterverschluß.

Aus Sicht der Chinesischen Medizin erklären sich die chronischen Entzündungen hauptsächlich durch die Bildung von Nässe-Hitze. Diese Ansammlungen von Feuchtigkeit – ein Terminus, der in der westlichen Medizin als Entzündung + Ödem/Exsudat am ehesten zu beschreiben ist-, ist das Ergebnis verschiedener Funktionsstörungen im weiblichen Organismus.
Die Feuchtigkeit resultiert aus einer Schwäche der Milz. Der fehlende Abtransport dieser Flüssigkeiten und die daraus resultierende schlechte Ausheilung der Entzündungen mit den Vernarbungen deuten aus Sicht der TCM auf eine Schwäche der Leber-Funktion hin.
Die hierdurch erfolgte Beeinträchtigung der Fertilität ist dann Ausdruck einer Schwäche der Niere.
Diese Faktoren zusammen haben schliesslich zur Folge, daß Qi und Flüssigkeiten sowie das Blut im Unterleib nicht harmonisch fliessen: Es kommt zu Narbenbildungen in den Eileitern und z.B. zu Ovulationsstörungen.

Eileiterfunktionsstörungen und insbesondere der Eileiterverschluß sind Ausdruck eines
unterschiedlichen Ausmasses einer Stagnation.
Die Behandlungsstrategien durch Akupunktur und durch die chin. Arzneimitteltherapie berücksichtigen immer die individuelle Diagnose und energetische Konstellation. Nicht selten ist die Diagnose einer völligen Verlegung der Eileiter dann die Indikation für biomedizinische Techniken, bei der die Chinesische Medizin dann hervorragend unterstützend wirken kann.