Entschlackung mit westlichen Heilkräutern und chinesischer Medizin -2-

Aktuelles : Entschlackung mit westlichen Heilkräutern und chinesischer Medizin
Autor: Andreas Noll Heilpraktiker
Entschlackung mit westlichen Heilkräutern und chinesischer Medizin
1. Ein Frühjahrstee – entgiftend und entspannend über die Leber!
Die folgende Teemischung wirkt vor allem auf die Funktionen von Leber und Galle.
Die Bitterstoffe (Zichorienwurzel, Löwenzahn u.a.) wirken allgemein kühlend- die Teemischung ist also eher für „hitzige Temperamente“ geeignet. Falls hingegen ein erhöhtes Wärmebedürfnis zu bemerken ist, sind sowohl Trinkmenge als auch die Teedosis insgesamt zu reduzieren – das ist aus Sicht der chinesischen Medizin ein Zeichen, dass das Yang zu gering geworden ist – im Frühjahr ein recht häufiges Phänomen.
Die Mischung besteht zu gleichen Teilen aus:
• Rhizoma Caricis arenariae –Sandsegge-Wurzeln; diese Pfllanze wirkt anregend auf den Stoffwechsel und enthält viele Mineralien und Spurenelemente
• Herba fumariae- Erdrauchkraut – hat eine ausgeprägte entspannende, spasmolytische Wirkung
• Radix cichoriae intybi – Wegwartenwurzel – enthält recht viele Bitterstoffe und hat daher eine kühlende und galletreibende Wirkung
• Radix taraxaci c. herba – Löwenzahnwurzel mit – Kraut – diese wohl allseits bekannte Pflanze wirkt sowohl auf die Leber/Gallenblase als auch auf die Niere. Dort hat sie eine ausgeprägte entwässernde Wirkung
• Fructus anisi – Anisfrüchte – diese Pflanze wirkt in der Rezeptur für die Verbesserung der Atemfunktionen
• Fructus foeniculi – Fenchelfrüchte – stärken aus Sicht der chinesischen Medizin die Mitte, wirken vom Zentrum her kräftigend.
Von dieser Mischung nimmt man 2 Teelöffel auf eine Tasse, überbrüht mit kochendem Wasser und lässt das Ganze etwa 5 Minuten abgedeckt ziehen.
2. Es gibt zahlreiche Akupunkturpunkte, die auf das Immun- und Stoffwechselsystem eine anregende Wirkung haben. Zur Selbstbehandlung kann man bei dieser Konstellation – Leber.-Gallen/entgiftend – problemlos eine Region unter dem Rippenbogen zur Seite hin massieren. An dieser Stelle sammelt sich die Energie Qi, gerade wenn versteckter Ärger und unterdrückte Emotionen einem zu schaffen machen. Oder einem „eine Laus über die Leber läuft“ oder gar „die Galle hochkommt“… .
Ausserdem kann man sich auch die Lendenregion mit beiden Handflächen reiben, dieses hat eine kräftigende Wirkung auf die Nieren – die dort wichtige Einwirkungspunkte haben und die Leber aus Sicht der chinesischen Medizin ernähren.
3. Die Ernährung sollte in dieser Zeit keine schwer verdaulichen Nahrungsmittel enthalten, also für die Leber- Galle-Typen möglichst
• Kein Fett – dazu zählt auch Öl!
• Keine Rohkost – nur gedünstetes Gemüse
• Kein Fleisch- hier ist dann für einen Zeitraum von 4-6 Wochen problemlos eine rein vegetarische Ernährung empfehlenswert
Zum Frühstück eher eine leichte gewürzte Gemüsebrühe oder Bouillon als das schwer verdauliche Müsli!
4. Gleichmässige körperliche Bewegung, Spazierengehen, Walken und –zeitbegrenzt!- etwa eine halbe bis 1 Stunde täglich laufen. Hierbei besonders darauf achten, dass a.) das Laufen oder auch das Fahrradfahren nicht auf ein Ziel, sondern lediglich auf die Zeit ausgerichtet ist b.) es nicht auf Leistung und Schnelligkeit, sondern nur auch die Dauer der Bewegung ankommt und c.) der Puls nicht zu sehr ansteigt. Keine Exzesse – obwohl die erwachenden Frühlingsgefühle leicht dazu verleiten können!