Das Rezept für das Jahr 2018: Entspannung, Genuss und Innensicht

Im Jahre 1953 wurde der genetische Code mit seinen 64 Eiweissbausteinen entdeckt. In seinem Buch ‚Weltformel I Ging und genetischer Code‘ schildert der Autor Dr. Martin Schöneberger in anschaulicher Art und Weise seine Entdeckung, dass das Buch der Wandlungen (Yijing; I Ging) und der genetische Code auf demselben System beruhen. Daher stellte er sich also die Frage, ob der Aufbau der Gene nicht auf einem universellen Prinzip beruht und Leben in dieser Form also kein Zufall ist, sondern dem Grundprogramm des Universums entspricht.

Früher haben die Menschen sehr im Einklang mit der Natur gelebt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sie Beobachtungen und Mechanismen im Körper und der Umwelt erkannt und niedergeschrieben haben.

Das Yijing entführt uns in diese sehr frühen Erkenntnisse und Erfahrungen aus China. Es gilt als gesichert, dass es wesentlich älter als die Bibel ist und philosophisch betrachtet sind die Wurzeln des Konfuzianismus und Daoismus dort zu finden. Nicht verwunderlich ist es daher, dass Prüfungen für höhere Beamten im frühen China komplexe Fragen zum Yijing enthalten haben.

Die Basis bilden 8 Trigramme – bestehend aus übereinander liegenden 3 Yin oder Yang Linien – und die Kombination dieser Basis Trigramme führen zu 64 Hexagrammen – auch Lebensbilder – genannt.

Für das Jahr 2018 gilt das Lebensbild Hexagramm 27 ‚Die Ernährung‘ und wird von den alten chinesischen Orakelmeistern so interpretiert:

Ein starker Yang-Strich oben, ein starker Yang-Strich unten und dazwischen ein leeres Feld mit 4 Yin Strichen. Dies stellt auch einen Mund dar und damit die Rahmenbedingung dessen, was man unter Ernährung zu verstehen hat. Die drei unteren Linien symbolisieren den Donner und eine initiale Bewegung und stellt einen Unterkiefer dar. Die Kernkompetenz dieses Bildes heisst ‚das Hemmnis‘. Die drei oberen Linien stehen für den Berg, das Stillhalten und bilden einen Oberkiefer ab. Die Kernkompetenz dieses Bildes heisst ‚das Erregende‘.

Hexagramm 27: I – Die Ernährung, besteht aus:

Gen – Der Berg
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Dschen – Der Donner
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Von Bedeutung für dieses Jahr ist dementsprechend alles was in Verbindung mit dem Magen gebracht werden kann. Neben der Ernährung mit Aufnahme von Essen und Trinken an sich symbolisiert diese aber auch das ganze Feld der Auseinandersetzung mit dem Leben und damit die Aufnahme der ‚geistigen Nahrung‘. Im übertragenen Sinne sollen wir uns intensiv das anschauen mit dem wir uns tagaus und tagein beschäftigen. Â Fragen wie „Mit wem oder was umgebe ich mich“ oder „was nehme ich auf und was halte ich für selbstverständlich“ haben eine grosse Bedeutung im laufenden Jahr. Wie verarbeite ich auf mich einströmende Lebensereignisse und warum tue ich Dinge – oder tue ich auch nicht, die dringend bearbeitet werden müssten? Wie interagiere ich mit meiner Umwelt im Alltag und wie kann ich mich in den täglichen ‚Rollenspielen‘ schützen?
Um den eigenen Seelenplan zu finden ist es wichtig die Balance aus Bewegung und Ruhe sowie dem Innenhalten zu finden. Dabei ist mit Bewegung nicht nur die physische Aktivität gemeint, sondern auch unser eigenes Durchrütteln in festgefahrenen Strukturen und Mustern. Eine grosse Chance für unsere eigene Weiterentwicklung besteht darin, den eigenen Hemmnissen zu begegnen. Das Lebensbild 27 fragt: ‚Was ist für mich auf dieser Welt richtig? Wofür bin ich da und was ist mein Seelenplan. Ähnlich einem faszinierenden Berg, der wunderbare Schätze (Erze) in sich birgt ist es an uns unsere persönlichen Werte zu finden und vertrauensvoll auf Hemmnisse zu schauen, damit diese bearbeitet werden können. Auf der materiellen Seite erleben wir Harmonie mit unseren Besitztümern wenn wir keine Habgier entwickeln, loslassen Lernen und unser Wissen und Lebenserfahrung bereitwillig weiter geben. Es gilt daher: Trauen wir uns, uns fallen zu lassen, das Schöne zu finden und zu kultivieren. Es gilt die Augen nach Innen zu richten, die Seele baumeln zu lassen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, sich selbst ein Ohr zu leihen und in der Entspannung den Zugang zu eigenen Schätzen zu finden. Nimm Dich selbst an die Hand und der Weg wird sich auftun, um im Einklang mit der wunderbaren Fülle des Lebens zu leben und das Qi bestmöglich fliessen zu lassen. ‚Das Wissen um das, was wann guttut und was nicht, hängt nicht zuletzt vom klaren Bekenntnis zu sich selber ab.‘

Machen wir dies nicht und wehren wir uns innerlich dagegen, wird es schwer – das Gegenbild zu Hexagramm 27 ist das Hexagramm 28 und heisst ‚Des Grossen Übergewicht‘ und stellt die Überlastung dar.

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