Chinesische Arzneimittel reduzieren Fortschreiten von Diabetes

Chinesische Forscher haben 420 Patienten mit gestörter Glukosetoleranz 12 Monate lang dreimal täglich entweder mit der in China bei Typ-2-Diabetes mellitus häufig eingesetzten Rezeptur „Tianqi-Kapsel“ oder mit einem Placebo behandelt. Tianqi enthält die zehn chinesischen Heilpflanzen Astragali radix (Huangqi), Coptidis rhizoma (Huanglian), Trichosanthis radix (Tianhuafen), Ligustri lucidi fructus (Nüzhenzi), Dendrobii caulis (Shihu), Ginseng radix (Renshen), Lycii cortex (Digupi), Ecliptae herba (Hanliancao), Galla chinensis (Wubeizi) und Corni fructus (Shanzhuyu).
Nach zwölf Monaten hatten 36 Patienten der Tianqi-Gruppe (18,18 %) und 56 Patienten der Placebo-Gruppe (29,32 %) Diabetes entwickelt. Das entspricht bei Tianqi im Vergleich zum Placebo einer Verringerung des Diabetesrisikos um 32,1 %, was etwa mit der Wirkung von Diabetesmitteln wie Acarbose und Metformin vergleichbar ist. Zudem traten bei Tianqi kaum Nebenwirkungen auf, und zwischen Tianqi- (63,13 %) und Placebo-Gruppe (46,60 %) zeigte sich ein signifikanter Unterschied in der Zahl derjenigen Patienten, die am Ende der Behandlung eine normale Glukosetoleranz hatten. Wichtigster Bestandteil der Rezeptur ist den Autoren der Studie zufolge Coptidis rhizoma (Huanglian), deren Inhaltsstoff Berberin schon seit längerem wegen seiner antidiabetischen Wirkung bekannt ist.
(Chinese herbal medicine Tianqi reduces progression from impaired glucose tolerance to diabetes: a double-blind, randomized, placebo-controlled, multicenter trial, J Clin Endocrinol Metab, Februar 2014, 99(2), 648-55)

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