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Lebensberatung nach Bazi Suanming

Nach der chinesischen Weltsicht kann, ähnlich wie in der westlichen Astrologie, ein Geburtshoroskop ermittelt werden. Diese Methode ist seit mehr als 2000 Jahren ein wichtiger Bestandteil im politischen und gesellschaftlichen Leben der chinesischen Kultur. Bazi Suanming ist jedoch keine Astrologie im westlichen Sinn, denn es bezieht sich nicht auf die Konstellation der Sterne, sondern auf den zehntausendjährigen Kalender Wannianli (Sonne- und Mondkalender).

Frühe Experten des Bazi Suanming hatten mit den individualisierten Vorhersagen für die Bedingungen des menschlichen Lebens einen grossen Einfluss auf die Menschen und die chinesischen Kaiserhäuser.
Ein Bazi Suanming besteht aus 4 Säulen und ergibt sich aus Stunde, Tag, Monat und Jahr der Geburt. Jede Säule gliedert sich noch einmal in einen ‚Himmelsstamm‘ und einen ‚Erdenzweig‘. Daraus ergeben sich die 8 Zeichen (Ba Zi). Die Zeichen bestehen letztlich aus einer Kombination von Yin und Yang und den fünf Elementen (Wandlungsphasen), wobei die Erdzweige aber auch den chinesischen Tierkreiszeichen entsprechen.

Was kann ein Bazi Suanming aussagen

Bazi Suanming ermittelt die energetische Konstitution eines Menschen. Das erste Chi – Zeitpunkt und Ort der Geburt – gibt Hinweise auf den auf diese Welt mitgebrachtem Charakter und den von Natur aus vorgesehenen Lebensumständen. Jeder Mensch kommt also genau zu dem Zeitpunkt zur Welt der ihm entspricht.
Bazi Suanming ermöglicht eine neue Perspektive auf die Persönlichkeit. Es ermittelt sowohl den aktuellen Entwicklungsstand eines Menschen als auch Möglichkeiten des zukünftigen Lebensweges. Die Verteilung von Yin und Yang, der fünf Elemente und die Beziehung der Zeichen im Bazi Suanming zueinander geben Auskunft über potentielle Stärken einer Person, ihre charakterliche Veranlagung und vor allem ihre Entfaltungsmöglichkeiten. Oftmals liefert es auch eine mögliche Begründung, warum sich bestimmte Verhaltensmuster festgesetzt haben und zu immer wiederkehrenden Problemen führen. Diese können mit Hilfe von Bazi Suanming neu interpretiert werden und den Handlungsspielraum des Menschen vergrössern.
Aus dem Bazi Suanming leiten sich Empfehlungen und Handlungsempfehlungen für unterstützende und einschränkende Energien und Verhalten bzw. Aktivitäten im Leben ab. So sollte der Beruf im ‚unterstützenden Bereich‘ liegen, um langfristig Überforderungen zu vermeiden. Zusätzliche Unterstützung kann durch passende Freizeitgestaltungen, sportliche Aktivitäten u.v.m. erreicht werden.
Für die individuelle Bazi Suanming – Beratung wird für jede Lebensphase das so genannte ‚himmlische Glück‘ ermittelt. Es ergeben sich Entscheidungshilfen für die aktuelle Lebenssituation, um zu mehr Balance und Erfolg zu kommen. Auf diese Weise hat jeder Mensch die Möglichkeit, die jeweiligen zeitlich günstigen Richtungen seines persönlichen Lebensweges aufzuspüren, zu bewerten und gezielt in die richtigen Bahnen zu lenken.
Wichtig: Sie können Ihr Schicksal in erheblichem Masse selbst bestimmen – durch Ihr Verhalten und der eigenen Entscheidungen.

Fragestellungen, die beleuchtet werden können

Grundsätzlich:
o Allgemeine Lebenssituationen, die eine Veränderung erfordern
o Unterstützung bei einer akuten Krise
o Warum verhält sich ein Mensch so oder so?
o Was sind die individuellen Muster, Stärken und Potentiale?
O Gibt es besonders vorteilhafte Phasen / Jahreszyklen (z.B. Erwerb einer Immobilie)?
O Sollte der Wohnort gewechselt werden?

Berufswahl
o Was ist ein geeignetes Berufsfeld?
O Wie kann ich Kinder optimal fördern? Entdeckung ihrer Talente, Gestaltung der Freizeit, Beratung zum optimalen Ausbildungsweg.
O Wie sieht die Karriereplanung aus?
O Gibt es einen günstigen Zeitpunkt für Wechsel der Arbeitsstelle oder des Berufsfeldes?
O Ist eine Selbständigkeit empfehlenswert?

Zwischenmenschliche Beziehungen
o Partnersuche und -auswahl
o Partnerschaftsprognosen
o Verhaltensweisen in der Partnerschaft
o Gründung einer eigenen Familie (Familienplanung)

Zielsetzung der individuellen Bazi Suanming – Beratung

Individuation fördern – Selbstentfaltung als Zukunftskompetenz. Ein wahrhaftiger Wandel beruht auf inneren Potentialen. Beim Bazi Suanming wird Ihr individuelles energetisches Profil ermittelt. Die Individuation stellt die eigene Entwicklung in den Dienst eines grösseren Entwicklungsprozesses. Im Hinblick auf die vollständige Entfaltung der individuellen Potentiale und Eigenschaften kann zusätzlich ein persönliches Coaching erfolgen.

Ihr individueller Nutzen durch die Bazi Suanming Beratung:

Kennenlernen der eigenen Konstitution – eine einzigartige Methode zur Erkennung individueller Potentiale und Persönlichkeitsmuster
Unmittelbarer Nutzen durch Kenntnis der „Unterstützenden Elemente“
Abstimmung der Aktivitäten auf die individuellen energetischen Bedürfnisse
Qualifiziertes Coaching in Bezug auf persönliche Entscheidungen – unterstützende Hobbys, Berufswahl, Karriereplanung, Partnerschaft, Familienplanung, Förderung von Kindern und Krisenintervention.

Welche Informationen werden benötigt?

Das Bazi Suanming wird aus dem Geburtsdatum mit exakter Zeitangabe errechnet. Die Ortsangabe ist ausserdem zur genauen Korrektur der Ortszeit notwendig. Sofern Ihre genaue Geburtszeit (Minute und Stunde) nicht bekannt oder dokumentiert ist (z.B. Namenskarte im Krankenhaus) fragen Sie beim Standesamt Ihres Geburtsortes nach.

Ihre Bazi Suanming Persönlichkeitsanalyse

Auf Wunsch wird eine Persönlichkeitsanalyse erstellt. Hierzu können Sie maximal drei Fragen zu Ihrer besonderen Lebenssituation, zur Karriere oder zu Geldfragen stellen. Die Analyse zeigt Charakteranlagen und Fähigkeiten einer Person auf. Bei der Analyse wird der laufende 10-Jahreszyklus berücksichtigt und es werden Chancen aufgezeigt bzw. Empfehlungen gegeben, wie eine allgemeine Verbesserung der Lebensumstände erzielt werden kann.

Honorare

Bazi Suanming – Analyse und Prognose (Detail Auswertung + ca. 1 Stunde Gespräch, auch über Skype): 250 Euro, reduziert bei weiteren Familienmitgliedern
Folgegespräche: 120 Euro /Stunde

Anmeldung zu einer Bazi Suanming – Analyse und Prognose in der TCM-Praxis Noll
info@praxis-noll.de

Auf den Punkt gebracht: für ein dickes Fell…

Dieser Punkt zwei Daumenbreiten über dem Handgelenk an der Innenseite des Unterarms zwischen zwei Sehnen gelegen, gehört in unruhigen Lebenslagen zu den wichtigsten Helfern in der Akupunktur. Er heisst „Neiguan“, das bedeutet „Passtor zum Innersten“. Er hilt dabei ein „dickes Fell“ zu bekommen. Verletzungen der Gefühle, eine besondere Empfindlichkeit der „lieben Seele“ und somit des Herzens aus Sicht der TCM können dadurch mehr auf Distanz gehalten werden. Das Herz, unsere Seele wird besser geschützt. Darüber hinaus ist dieser Punkt wichtig bei Druck/Stress, der sich besonders im Magen bzw. im Oberbauch bemerkbar macht, also als Magendrücken, Sodbrennen und Appetitlosigkeit. Drei besondere Indikationen haben diesen Punkt auch zu einem sehr häufig empfohlenen Helfer gemacht, wenn Sie ihn z.B. massieren oder mit einem aufgeklebten Hirsekorn dauerhaft anregen: Schwangerschaftsübelkeit, Reisekrankheit und Prüfungsangst.

Der Punkt Pericard 6 wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Magen 36 bei Übelkeit und Sodbrennen
– Leber 3 bei Anspannung
– Ren Mai 12 bei Magenschmerzen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Auf den Punkt gebracht: ein ganz besonderes Areal

für positive Einwirkungen auf das Immunsystem befindet sich am oberen Rücken zwischen den Schulterblättern. Über Haut-Organ-Reflexe kann im gesamten Rumpf durch Reizung der Haut auf die inneren Organe eingewirkt werden. So im Bauchbereich auf Magen und Darm, im Unterbauch auf die Blase und die Fortpflanzungsorgane, am unteren Rücken auf die Nieren und – das ist jetzt für uns besonders wichtig – im Brustbereich auf die Lunge. Aus Sicht der TCM ist die Lunge nicht nur für die Atmung zuständig, also für die Aufnahme lebensnotwendigen Qi (=Sauerstoff) und die Abgabe von Überflüssigem (= CO2). Sondern sie steuert auch das Immunsystem, die Abwehrenergie. Dies geschieht über die ‚Grenzfläche‘, die der Mensch zur Umwelt hat: Seine Haut. Die Haut nimmt Reize auf, auch sie ‚atmet‘ wie die Lunge. Und so unterstützen die verschiedensten Reizmethoden das Immunsystem, gerade wenn sie im oberen Rücken zwischen den Schulterblättern angewendet werden.

Dazhui (Du Mai 14)
Dieser Punkt liegt mittig unter dem hervorstehenden 7. Halswirbel. Er ist ein sehr wichtiger Punkt bei Infektanfälligkeit, aber auch bei akuten Infektionen, die auf eine Schwäche der Abwehrenergie zurückzuführen sind. Empfohlene Methode: Erwärmend Reiben, Moxibustion

Da Zhu (Blase 11)
Dieser Punkt liegt auf beiden Seiten der Wirbelsäule im Nacken, direkt neben Du Mai 14. Er wirkt besonders bei tiefgreifenden Störungen des Immungeschehens, die aus TCM-Sicht sowohl Lunge als auch Nieren beeinträchtigen. Unter den Autoimmunerkrankungen wird er besonders bei rheumatischen Erkrankungen angewendet. Empfohlene Methode: Moxibustion

Fengmen (Blase 12)
Dieser Punkt liegt auf beiden Seiten der Wirbelsäule im Nacken, 2 Daumenbreiten unter dem hervorstehenden 7. Halswirbel. Er ist ein ‚Wind-Punkt‘ – wirksam ist er vor allem bei Asthma, Luftnot und Druckgefühl im Hals. Empfohlene Methode: Kratzen, Guasha

Feishu (Blase 13)
Dieser Punkt liegt auf beiden Seiten der Wirbelsäule im Nacken, 3 Daumenbreiten unter dem hervorstehenden 7. Halswirbel. Über diesen Punkt kann die Lunge und somit auch das gesamte Immunsystem gestärkt werden. Empfohlene Methode: Moxibustion
(ein kleiner Auszug aus dem neuen Hashimoto-Ratgeber…)

Fastenzeit: Entschlackung und Entgiftung

Nicht nur für die Katholiken hat jetzt die Fastenzeit begonnen. Wie in vielen anderen Kulturkreisen auch ist das Frühjahr eine Zeit der Entschlackung und Entgiftung. Häufig ist damit auch eine spirituelle, seelisch-geistige Reinigung verbunden, bedeutet doch die Abkehr vom Materiellen – wozu auch das Essen gehört-  eine grössere Offenheit für feinere Impulse aus dieser Welt. Aber auch ganz substantiell: der menschliche Organismus schafft es auf wundersame Weise, mit den verschiedensten Nutz- und Schadstoffen zurecht zu kommen, die gerade die heutige Industrie zur „Verfeinerung‘ dem Essen hinzufügt:

  • Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker wie Glutamat und Farbstoffe in Fertiggerichten
  • Wachstumshormone sowie Antibiotika- und sonstige Arzneimittelrückstände in Fleisch, Schwermetalle in Fisch, Pestizide in Gemüse
  • Süssstoffe und versteckte Zucker in zahlreichen Lebensmitteln
  • Bisphenol A und Phthalate in Plastik-verpackten Lebensmitteln
  • Koffein, Alkohol, Tabak, Medikamente und vieles mehr.

    Dazu bekommen Haut und Schleimhaut noch zusätzliche Belastung:

  • Kosmetika: Weichmacher, Aluminium und PEG-Derivate (Deodorants)
  • Belastungen des Mund- und Rachenraums: wurzelgefüllte Zähne, verschiedene Füllungen, unterschiedliche Metalle

    Und über die Luft kommt auch noch etwas:

  • Ausdünstungen von Bodenbelag (Teppich, Laminat, Klebstoffe), Möbel, Anstriche, Milbenkot, Schimmel
  • Strahlenbelastung (Sendemasten, W-LAN, DECT-Telefone)
  • Tonerstaub von Druckern im Büro
  • Abgase

Zugegebenermaßen: In Indien, Afrika, China und Südamerika haben die Probleme und Belastungen andere Dimensionen. Dazu kommen vielerorts auch Mangelzustände in der Ernährung, während bei uns Wohlgenährte allerhöchstens Mikro- Defizite Angst machen und zu Nahrungs- Ergänzungsmitteln greifen lässt. Es ist mal Zeit für den Frühjahrsputz….

Wenn da nicht die „Stolpersteine“ wären: Reste von Infekten, die „Frühjahrsmüdigkeit“ oder auch der Heuschnupfen und das allergische Asthma, die so Vielen die positive Stimmung dieser Jahreszeit verderben. Gegen die Allergien können wir vielleicht etwas tun. Gegen die „Altlasten“ und die Erschöpfung gibt es auch Möglichkeiten für Sie im täglichen Leben: Ernähren Sie sich bevorzugt mit den Nahrungsmitteln, die Ihnen „Mutter Natur“ jetzt bietet: frisches Gemüse aus der Region, auch vielerlei Pflanzen aus dem Garten enthalten reichlich Mineralien und Vitamine, wie z.B. die Brennnessel, der Löwenzahn und die Vogelmiere. Und die alten Infekte werden Sie am Besten los, wenn Sie sich viel bewegen an der frischen Luft, gelegentlich auch ein wenig dabei zum Schwitzen kommen, viel warme Suppen (Eintöpfe) essen. Oder Sie lassen sich von uns in der Praxis alte Hausmittel zeigen, wie z.B. die Schröpfmassage….Wenn Sie jetzt im Frühjahr gut „durchstarten“ werden Sie ein gesundes ganzes Jahr haben!

Das böse Cholesterin….

Seit Jahrzehnten wird das Cholesterin verteufelt. Es ist an modernen Zivilisationskrankheiten, wie Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt und senile Demenz für schuldig erklärt worden. Butter wurde vom Speiseplan lange verbannt, und der Verzehr von Eiern auf maximal das Sontagsei reduziert. Medikamente zur Senkung der Blutfette gehören zur Standard-Medikation – mit zweifelhaften Nutzen und erheblichen Nebenwirkungen. Diätpläne erwiesen sich auch nicht als effektiv-  ließ sich der Cholesterinspiegel doch nur wenig durch karges, mageres Essen beeinflussen. Wenn zu viel Cholesterin aufgenommen wird, wir es z.B. über die Gallenblase und den Stuhlgang wieder ausgeschieden. Wohl aber macht sich Stress bemerkbar – da gehen die Werte zuverlässig nach oben….

Die Naturheilkunde und die TCM waren da schon immer skeptisch. Jetzt machen auch US-Experten in ihren Empfehlungen einen Rückzieher: Cholesterin aus Lebensmitteln wird nicht mehr als Gefahr für die menschliche Gesundheit gesehen. Künftig soll in den offiziellen Ernährungsratschlägen nicht mehr vor Speisen mit hohem Cholesteringehalt gewarnt werden. Da heisst es vom US-Landwirtschaftsministerium: „kein nennenswerter Zusammenhang zwischen dem Cholesterin in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel“

Dabei ist Cholesterin ein lebensnotwendiger Stoff, gerade wenn es um Stress, das gefürchtete metabolische Syndrom und auch Probleme mit den Hormonen gibt. Cholesterin gilt als ‚die Mutter aller Hormone‘, und lebenswichtige Steuer-Hormone können erst aus diesem Stoff gebildet werden:

  • Östrogene
  • Gestagene
  • Androgene
  • Glukokortikoide
  • Mineralokortikoide
  • Calcitrial (Vitamin D)

Zu Bedenken ist jedoch, dass natürlich die Aufnahme von fetten Nahrungsmitteln sehr kalorienreich ist – dafür im Gegenzug aber auch gut sättigt! und auch die ungesättigten Fettsäuren eine schädigende Wirkung haben. Eier sind aber in dieser Hinsicht kein Problem!

Guten Appetit…

Auf den Punkt gebracht: Lunge 7 (Lieque) – Lücken im System

Die chinesischen Bezeichnungen für die Akupunkturpunkte sind eigentlich sehr viel aussagekräftiger als unsere moderne westliche ‚Zählweise‘. Über den Punkte-Namen wurden die wesentlichen Bedeutungen, Indikationen und Wirk-Dimensionen einer ‚Qi-Höhle‘ (=Akupunkturpunkt) von Lehrer zu Schüler übermittelt.
Der Punkt Lieque (=Lunge 7) bedeutet ‚Lücken‘. Auch im Leitbahnverlauf ist es eine Lücke, weil er etwa 2 Fingerbreit vom eigentlichen Verlauf der Lungenleitbahn abweicht. Er ist ein Punkt, über den die Lebensenergie Qi und vor allem die Abwehrenergie Weiqi kräftig gesträrkt werden kann. Er wird angewendet bei Schwächezuständen sowohl der Lunge als auch im Unterleib (!),also z.B. nach Infekten, bei Asthma, aber auch bei Fruchtbarkeitsproblemen von Frau und Mann.

Der Punkt Lieque (Lungen7) wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
+ Niere 7 bei Atemnot und trockenem Reizhusten
+ Magen 30 bei Menstruationsschwäche
+ Ren Mai 17 bei allgemeiner Erschöpfung nach Infekten
+ Niere 3 bei Problemen mit dem Wasserlassen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Auf den Punkt gebracht: Taixi (Niere 3) – der grösste Fluss

Innen an der Achillessehne liegt dieser wichtige Punkt auf der Nieren-Leitbahn, hinter dem Innenknöchel. Er kann gut zwischen Daumen und Zeigefinger gedrückt werde, wenn es um Probleme der Standfestigkeit geht – im übertragenen und tatsächlichen Sinn: Sowohl bei Rückenschmerzen in der Lendenregion ist er wirksam als auch bei energetischen Verausgabeungen, die ‚an die Nieren‘ gegangen sind. Als ‚grösster Fluss‘ – so die Übersetzung des chinesischen Punktenamens Taixi, mobilisiert er die schlummenden Reserven nach Verausgabungen, längerdauerndem Stress/Burnout.

Der Punkt Taixi (Niere 3) wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
+ Leber 3 bei Erschöpfung und gleichzeitiger Unruhe uns Schlaflosigkeit
+ Magen 36 bei Verdauungsstörungen und Erschöpfung
+ Pericard 6 bei Verletzlichkeit und Dünnhäutigkeit
+ Lunge 7 bei Problemen mit dem Wasserlassen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Frühjahrsmüdigkeit – woran liegt’s und was können Sie tun?

Müdigkeit, Erschöpfung, grosses Schlafbedürfnis – sehr viele Menschen haben damit nun zu kämpfen. Die Natur erwacht – aber offensichtlich nicht unser ‚Energiehaushalt‘. Auch wenn draussen die Sonne scheint, die Tage immer länger werden, zieht es viele eher ins Bett oder auf das Sofa. Und es kommt z.B. zu überaus unangenehmen Begleiterscheinungen in der schönen blühenden Jahreszeit: Kopfschmerzen/Migräne und Heuschnupfen. Verschiedene Auslöser kann es aus Sicht der chinesischen Medizin geben- und dem entsprechend können Sie (oder auch wir) etwas tun:

Sie haben sich im Winter verausgabt – was ja in der heutigen Zeit öfters der Fall ist. Natürliche Ruhephasen wie der Winter werden in der Regel ignoriert, und nicht jede/r hat im Vorjahr so viel Energie angesammelt, dass er von diesem ‚Guthaben‘ bis jetzt zehren kann. Auf der Suche nach Sonne in die Tropen zu fliegen, ist zwar verlockend, aber eine grosse Belastung für Immunsystem und Energiehaushalt- gerade wenn Sie zurück kommen! Wir sind eingebunden in die natürlichen Rhythmen, und unser Organismus ist trotz Kunstlicht immer noch darauf eingestellt.
Das Wichtigste für Sie: Denken Sie im Herbst daran energetische Vorräte anzusammeln, entlasten Sie sich dann schon von Ballast und versuchen Sie im Winter wenn irgend möglich etwas weniger umtriebig zu sein! Es ist ganz natürlich, wenn Sie im Winter weniger Dynamik in sich verspüren.
Aus Sicht der TCM sind Probleme bei der Anpassung an die natürlichen Rhythmen vor allem ein Problem von Leber und Lunge.

Es kann sein, dass Sie an den Folgen eines Infektes leiden- der lange Winter hat so manchem hartnäckige Virusinfekte an den Atemwegen beschert. ‚Die Lunge ist die Quelle des Qi‘- so heisst es in der TCM. Und daher haben viele Virusinfekte der Atemwege eine sehr lange Erholungszeit, sogar ein Schnupfen kann bis zu 3 Wochen die Leistungsfähigkeit spürbar einschränken.

 

Wie wäre es mit kräftigenden Suppen wie z.B. eine Kraft-Hühnersuppe mehrmals pro Woche:

Suppenhuhn (Bio, 700-1000g), Wurzelgemüse (Sellerie, Petersilienwurzel, Möhren, Pastinaken) geputzt

  • Das Huhn im Ganzen mit den Knochen und mit den Gemüsen in 2l Wasser mindestens 3-4 Stunden köcheln. Im Schnellkochtopf 2 Std. kochen, wer das Fleisch essen möchte, nach einer Std. (ohne Knochen) heraus nehmen.
  • Das Fett nach dem Erkalten nach Belieben abschöpfen, auch das Fleisch muss nicht unbedingt mitgegessen werden!
  • Die Brühe im Kühlschrank aufbewahren
  • Zur Brühe je nach Bedarf Reis oder Nudeln und frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch) geben
  • Um die kräftigende, wärmende Wirkung zu erhöhen, können Sie auch noch Ingwer, Ginseng, Thymian und Rosmarin dazu geben.

Mit Akupunktur können übrigens die Reste dieser alten Infekte (= ‚pathogene Energien‘) ausgeleitet, Ihr Qi gestärkt und so auch die Erholungszeit verkürzt werden.

Der Ballast des Winters – wenig Bewegung, gutes und reichliches Essen, ein gedrosselter Stoffwechsel – das kann seine Spuren hinterlassen. Der Organismus ist überlastet und wird durch ‚Schlacken‘ blockiert. Fastenkuren sind eine Möglichkeit – aber Vorsicht: wenn eine tatsächliche Erschöpfung dahintersteckt, dann ist eher eine fettarme (=gut verdauliche) Aufbaukost wichtig, durchaus mit reichlichen (aber zuckerfreien) Kohlenhydraten. Vielleicht einmal/Woche einen Reis-Gemüse-Tag? Bewegung ist wichtig- und grämen Sie sich nicht, wenn Sie schnell aus der Puste sind – behutsame, langsame Steigerung ist angemessen!
Mit chinesischen Kräutern kann diese Entschlackung sehr gut unterstützt werden. Aus Sicht der TCM geht es dabei um eine Stärkung der Milz, also auch des Stoffwechsels, und um eine Ausscheidung von Feuchtigkeit.

Auf den Punkt gebracht….Hegu (Dickdarm 4, der grosse Öffner….)

Wenige Akupunkturpunkte werden so häufig genutzt wie dieser Punkt, der zwischen Daumen und Zeigefingern liegt und zudem sehr gut und effektiv mit Akupressur selbst behandelt werden kann. Er ist der „grosse Öffner“ und wirkt eindrucksvoll bei allen Problemen im Gesicht – also bei verstopfter Nase, Sinusitis und sogar bei Zahnschmerzen. Darüber hinaus wirkt er auf das Immunsystem und hilft auch dabei Blockaden im „Gesamtsystem“ aufzulösen.

Der Punkt Hegu (Dickdarm 4) wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
+ Dickdarm 11 am Ellenbogen bei eitrigen Prozessen in Haut, Nase und Gesicht
+ Leber 3 am Fussrücken bei Anspannung und emotionalen Blockaden
+ Niere 7 an der Achillessehne bei Störungen der Schweissproduktion
+ Magen 41 am Fussgelenk bei Zahn-Mundproblemen, ggf. begleitend zur Zahnarzt- Behandlung
+ Di 7 bei Blockaden im Schultergelenk
+ Dickdarm 20 bei verstopfter Nase

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Tuina-Anmo, Chinesische Massage

tuina-anmo_chinesische_massageAkupunktur und chinesische Kräuter sind Ihnen als (ehemalige) PatientInnen unserer Praxis ein Begriff. Weniger bekannt ist die chinesisische Massage und manuelle Therapie. Sie ist seit Jahrtausenden in China unverzichtbarer Bestandteil der Heilkunde- sowohl an den Universitäten gelehrt als auch – meist von Blinden praktiziert- Bestandteil der Volksheilkunde.
Tuina-Anmo bezeichnet die traditionelle manuelle Therapie der Chinesischen Medizin. Der Begriff entstand aus einer bildhaften Beschreibung wesentlicher Behandlungstechniken, wie

– Tui – Schieben, Stossen
– Na – Greifen, Nehmen, Anheben
– An – Drücken
– Mo – Reiben, Streichen

Die Tuina-Therapie umfasst muskuläre Massage, aktive und passive Gelenkmobilisation, sowie Akupressur entlang der Leitbahnen (Meridiane) und deren Punkten. Man spricht im Allgemeinen von Tuina-Massage, da die Massage einen grossen Anteil der Behandlung ausmacht.
Die frühen Heilkundler Chinas fanden heraus, dass gewisse Punkte bei Stimulation eine bestimmte Wirkung erzielten. Es wurden Verbindungen dieser oberflächlichen Punkte untereinander gefunden, die dann als Leitbahnen (Meridiane) bezeichnet wurden.
Aber auch im Inneren verbinden diese Bahnen alle Organe und Körperteile wie ein Netzwerk miteinander. In diesen Bahnen zirkuliert das Qi, die sogenannte Lebensenergie, und in Abhängigkeit davon auch das Blut.
Somit werden diese beiden Anteile bei der Behandlung stimuliert, und dadurch der Stoffwechsel und die Durchblutung beeinflusst.
Gerade in dieser Jahreszeit können schnell Kälte, Feuchtigkeit und Zugluft in die Leitbahnen eindringen, dort für Blockaden und Beschwerden sorgen.
Deshalb ist es sinnvoll, zur Vorbeugung von Erkältungen oder anderen kältebedingten Erkrankungen wie Hexenschuss, Blasenreizung oder auch chronisch kalten Füssen mit Tuina das Qi, Blut und die Körpersäfte in den Leitbahnen und damit in Gliedmassen und inneren Organen in Bewegung zu bringen. Wo das Qi fliesst, kann keine Kälte eindringen, wir bleiben gesund.

Die Wirkungsweise der Tuina- Massage
– Normalisierung des Muskeltonus
– Verbesserung der Durchblutung
– Mobilisation von Gelenken
– Korrektur von Fehlstellungen des Halteapparates
– Lösen von „Verklebungen“, Verspannungen und Verengungen der Weichteile, Muskeln und Sehnenscheiden
– Deutliche Linderung des Schmerzes bei akuten Schmerzzuständen
– Harmonisierung des Organismus
– Positive Beeinflussung des vegetativen Nervensystems
– Stärkung des Immunsystems
– Normalisierung der Zirkulation im Meridiansystem
– Korrektur gestauter Energie im Inneren des Körper

Ihr
Manfred Binting, der Tuina-Therapeut in der Berliner Praxis