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Wunderheilungen?

Gibt es sie wirklich? Wenn man sich die Votivtafeln mancher alter Kirchen anschaut, dann schon. Auch wenn so mancher erfahrene Arzt auf sein Wirken zurückschaut, so wird er trotz aller Naturwissenschaftlichkeit die Heilung so mancher Patienten eingestehen müssen, die jenseits des logischen, nüchternen Verstandes geschehen sind.

Vieles kann krank machen….

Krankheit und Gesundung sind meist auf so vielfältige Faktoren zurückzuführen, dass ein einfaches Ursache-Wirkungs-Denken versagen muss. Krank machen können Umwelteinflüsse von Bakterien/Viren bis hin zu Giften aus Nahrung, Luft und Trinkwasser und/oder auch unsichtbare Strahlungen. Gesellschaftliche, berufliche und familiäre Gründe können auch die Gesundheit sehr ernsthaft schädigen. Jeder Mensch, der einmal krank geworden ist, sucht verzweifelt nach den Ursachen seiner Krankheit und findet sie vermeintlich dank der modernen wissenschaftlichen Medizin, die z.B. Bakterien, Pilze und Viren bekämpft. Häufig kommt die Krankheit wieder – weil der alles entscheidende Faktor der überaus fein abgestimmte menschliche Organismus selber ist. Die eigenen Heilkungskräfte sorgen dafür, dass nicht jeder Kettenraucher an Lungenkrebs erkrankt, nicht jeder Stressgeplagte einen Herzinfarkt erleidet und nicht jeder Grippekranke an einer Lungenentzündung stirbt.

Der „Faktor X“

Die Selbstheilungskräfte sind der kaum fassbare „Faktor X“ bei jeder Heilung. Diese enormen Potenziale könne sich durch Einflüsse von innen durch eine Lebens- und Geisteshaltung und von aussen durch Erlebnisse und Erfahrungen, aber auch durch Essen, Trinken und Atmen entfalten. Bei der Geisteshaltung und Lebenseinstellung treffen sich dann wieder der Glauben an Wunderheilungen aus christlichen oder anderen Religionen und der Glauben an eine vermeintliche „Allmacht“ der modernen Medizin.

In der chinesischen Medizin versucht der Therapeut, alle diese Faktoren in die Behandlung mit einzubeziehen: eine an den Einzelnen angepasste Lebensweise für Ernährung, Bewegung, ein „Stressmanagement“ gehören zu einer Behandlung ebenso dazu wie die Einbeziehung der persönlichen „Risikofaktoren“ aus der Krankheitsgeschichte und dem aktuellen Umfeld. Das Ziel ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte – sowohl „passiv“ durch Akupunktur, Moxibustion, Massagen, Heilkräuter und viele andere Techniken als auch aktiv: sportliche oder meditative Übungen, Ernährungsweise und langfristige Überlegungen zur Lebensgestaltung.

Nicht nur „Befunde“, sondern vor allem das „Befinden“

Für die Behandlung ist Ihr Befinden ausschlaggebend. Anders als in der modernen Schulmedizin zählen nicht nur Befunde von körperlichen, organischen Veränderungen, sondern Ihre Befindlichkeiten, die Sie häufig lange vor einer manifesten Krankheit schon verspüren. In einem ausführlichen, offenen Gespräch können diese gefühlten Veränderungen die wichtigsten „Bausteine“ für eine Diagnose ergeben. Dazu kommen als „Blick hinter die Kulissen“ die Puls- und Zungendiagnose. Mit diesen diagnostischen Methoden kann dann ein TCM-Therapeut sich ein umfassendes Bild Ihrer Energetik machen- als durchaus rationale und nachvollziehbare Grundlage für eine Behandlung.

Der Weg zum Gesundsein

Die Gesundung kann dann schnell oder auch langsam voranschreiten. Voraussagen lassen sich nur selten mit gutem therapeutischen Gewissen anstellen. Grundsätzlich aber sollte man sich überlegen, wie lange der Organismus eigentlich dafür gebraucht hat, um ein solches Leiden zu entwickeln – und wieviel Zeit sollte man sich gönnen, um wieder „ins Lot“ zu kommen? „Wunderheilungen“ gibt es immer wieder, aber man kann sie nur erhoffen, nicht erzwingen!

Aus meiner Erfahrung heraus verläuft ein Heilungsprozess selten linear und gleichmässig, sondern meist in Auf- und Abbewegungen. Häufig kommen andere, vergessen geglaubte Störungen wieder zum Vorschein – sie waren nur unmerklich im Organismus verblieben und haben „klammheimlich für Unordnung“ gesorgt. Das ist zum Beispiel nach alten Infekten oder Impfungen der Fall. Manchmal wird eine chronische Krankheit wieder akut – die Chancen für eine endgültige Heilung steigen dadurch an!

In der Behandlung gehe ich auf die jeweils aktuelle energetische Situation ein und passe die Zusammenstellung der Akupunkturpunkte oder der Heilkräuter-Rezeptur diesen veränderten Verhältnissen an. Im Laufe der Zeit zeigt sich dann eine allmähliche Stabilisierung. Die „passiven“ Behandlungsmassnahmen geschehen immer seltener und das eigene Engagement des nunmehr Fast-Gesunden tritt mehr und mehr in den Vordergrund. Eine Behandlung dauert vielleicht Wochen und Monate – das Gesundbleiben verlangt ein ganzes Leben lang grösste Achtsamkeit! Ist doch das Leben eigentlich das grösste „Wunder“….

Das Fremde – Gedanken zu Ost und West

Seit vielleicht 200 Jahren, seit dem Zeitalter von Aufklärung und den Philosophen Kant und Hegel ist der Mensch nicht mehr -wie Jahrtausende zuvor- dem Wohlwollen Gottes oder (im Altertum, Mittelalter und außerhalb des ‚Abendlandes‘) der Götter überlassen. Der Mensch bei uns heutzutage ist sich selber und seiner Ratio anvertraut. Vor allem bei der Konfrontation mit Krankheit, Tod und emotionalen Turbulenzen – steht er ohne Strategien im Leben. Und er begibt sich auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten.

Der Suchende verlässt sein in Jahrzehnten und eigentlich seit Generationen angestammtes und zutiefst verinnerlichtes Umfeld. Er sucht die Lösung ausserhalb des Vertrauten, Gewohnten und gleichzeitig Enttäuschenden. Das war schon immer so: Die Suche nach dem Paradies des Christentums oder nach den ‚Inseln der Seeligen‘ des Daoismus trieb die nach Erlösung strebenden Menschen in die Ferne. Die Fremdheit bedeutete den Bruch mit dem Vertrauten und gleichzeitig auch Verhassten, die Ablösung von der Gemengelage von Sicherheit und Angst, den Konflikten zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Aber gleichzeitig führt die Auseinandersetzung mit dem Fremden auch zu den Grenzen der bisherigen eigenen Wahrnehmung. Es führt zur Infragestellung von Selbstverständlichkeiten und alltäglichen Ritualen. Denkmuster und Wertekategorien werden überdacht, Weltmodelle stürzen zusammen. Nicht selten ist auch das wieder nicht nur ein wichtiger Motor auf der Suche nach Sicherheit und Fortschritt, sondern auch ein Auslöser von existenzieller Unsicherheit und von Ängsten, die zu Hass und Vernichtungsdrang des Andersartigen führen. Somit ist in der Gegenüberstellung des Fremden die genutzte Ratio nurmehr unzureichend, ist sie doch erwachsen aus den Erklärungsmodellen der gewohnten eigenen Welt. Das Irrationale hingegen wächst ins Unvorstellbare und kann so beides bewirken – Angst und Erlösung von Angst.

Denn das Fremde bietet unermesslich grossen Raum. Eine andere Kultur, eine andere Sprache, eine andere Religion – alles ist völlig neu, und der Suchende findet in diesem bis dahin nicht gekannten Konglomerat von Impulsen das, was er braucht. Die Wahrnehmung des Fremden in der Fremde durch den Fremden ist nicht geschult, sie ist selektiv durch die Lücken geprägt, die die bisherige Erfahrung in der vertrauten Welt hinterlassen hat. Es ist nicht relevant, wie umfangreich und komplex die Kenntnisse des Neuen und Fremden sind. Im Gegenteil: die notwendigerweise nur partielle Kenntnis der Hintergründe und des Kontextes fremden Denkens birgt ungleich mehr Spielraum für Lösungs- und Heilskonzepte, die an die eigenen Defizite angepasst werden können.

Der Ferne Osten ist fern und fremd genug, um diesen Ansprüchen nach angemessener Distanz zum Eigenen zu genügen. Ex oriente lux – das Licht kommt aus dem Orient – dieses Schlagwort spiegelt in seinem Verweis auf die aufgehende Sonne gleichzeitig den Beginn des Tages wie des Lebens, die Helligkeit nach der dunklen Nacht und den Beginn an sich wider. Das Paradies wurde seit Jahrhunderten im unzugänglichen, durch Berge und Wüsten geschützten Osten lokalisiert, die Altäre wurden nach Osten hin ausgerichtet. Der tibetische Buddhismus übt eine gewaltige Anziehungskraft aus auf westliche Menschen, aus Asien stammende Embleme werden hemmungslos vermarktet, von den ‚Fünf Tibetern‘ bis zu Fertigsuppen mit der yinyang-Monade.

Essen-Tipps aus der Süddeutschen Zeitung

suppe„Wer als Gast im deutschen China-Restaurant Wert legt auf authentische Gerichte, darf nicht schüchtern sein. Interessierte Fragen, Bitten um begründete Empfehlungen oder das Beharren auf der „chinesischen Karte“ („Phantom Menu“) kann das Ergebnis auf dem Teller erstaunlich oft verbessern. Ein anderer Hinweis auf ernst gemeinte Küche, so rät Xifan Yang, sind Tische, an denen sich Gäste das Essen teilen, so wie es in China üblich ist. „Pfefferhuhn mit Gemüse und Reis“ sei dagegen ein Zugeständnis ans deutsche Bedürfnis nach Hauptkomponente mit Sättigungsbeilage.“ (SZ 11.06.2016 )
Long March Canteen, Wrangelstrasse 20, 10997 Berlin, T 0178-8849599, Longmarchcanteen.com, Stil: Moderne Dim Sum ; Tipp: Ochsenbacke mit Gojibeeren

Roy & Pris, Weinbergsweg 8A, 10119 Berlin, T 0176-22018245, Royandpris.de, Stil: Fusion ; Tipp: Wachtel mit Reiswein

Da Jia Le, Goebenstrasse 23, 10783 Berlin, T 030-21459745, Dajiale-berlin.de, Stil: nordostchinesisch; Tipp: Fünf-Farben-Salat, gedämpfter Wolfsbarsch

Tak Kee, Wilmersdorfer Strasse 79, 10629 Berlin, Stil: Hongkong-Küche, Tipp: gegrillter Schweinebauch

Shaniu’s House of Noodles, Pariser Strasse 58, 10719 Berlin, T 030-91552605, Chinarestaurant-berlin-wilmersdorf.de Stil: Shanghai-Küche; Tipp: handgezogene Nudeln

Sichuanküche, Hohenzollernplatz 4, 80796 München, T 089-890063627, Sichuan-kueche.de, Tipp: Lammfleisch mit Kreuzkümmel und Koriander

Taklamakan, Bayerstrasse 27, 80335 München, T 089-89068468, Taklamakan-restaurant.de, Stil: Uigurisch, Tipp: Lammspiesse, handgezogene Nudeln

2016 Jahr des Feuer-Affen

Das Jahr der Holz-Ziege endet mit viel Bewegung, die nun mal zum Element Holz gehört. Es stellt sich deshalb keine Ruhe, wie gewohnt in der Jahreszeit des Winters, ein. Es treibt weiter aus und die Herden von Menschen ziehen weiter in Richtung der westlichen Welt.
Was erwartet uns jetzt 2016 – nach solch einem Jahr? Zunächst hat es einen Anfangspunkt – pünktlich zum zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende beginnt das Jahr am 8.2.2016. Und es hat auch einen Namen: Feuer-Affe! Nach dem Schritt des Holz-Elements folgt das Element Feuer.
Die Bedeutung liegt hierbei in dem Erreichen einer Art Spitze oder Gipfel; es wird alles noch mal hoch zum Kopf gezogen. Und das ist auch gut so!! Waren die Menschen doch grösstenteils kopflos und von ihren Emotionen geleitet, kommt jetzt die nötige Klarheit und damit die Kraft des Unterscheidens an den Start.
Es ist das Feuer, dass diese Verstandes-Kraft mit sich bringt. Es hilft zu differenzieren und zu diskriminieren (im Sinne von Erkenntnis über die Wertmässigkeit erlangen), um letztendlich eine fällige Entscheidung herbei zu führen. Es spaltet und trennt und bringt dadurch Licht ins Dunkle. Ja, es wird tatsächlich heller und die Dinge werden zu dem noch sichtbarer – das hatte sich bereits im vergangenen Jahr angedeutet.
Aus Sicht der Himmelsstämme haben wir es mit dem Himmelsstamm Ping zu tun. Dieser bringt die geballte Kraft der Ratio mit einer guten Portion Intuition mit sich.
Das Element Wasser spielt in diesem Jahr auch eine entscheidende Rolle und bringt dadurch Feuer und Wasser zu einander – die Feuer-Wasser-Achse steht und die beiden wiederstrebenden Kräfte werden zentriert.
Gepaart ist das Element Feuer mit dem Tierkreiszeichen des Affen. Der Edenzweig Shen ist hierfür der Namensgeber.
Die Empfindsamkeit, die bisweilen auch schon mal in Richtung Empfindlichkeit gehen kann, unterstützt den Charakter dieses Jahres weiter in dem Vorhaben des Unterscheidens und der Fähigkeit das Richtige, das Reine und das Wahre für sich selbst zu finden.
Die Weisheit wurzelt in der Verbeugung und dem Wissen gegenüber etwas Grösserem als wir es sind. Nennen wir es an dieser Stelle Evolution – der unaufhörliche Fortschritt des Qi. Es führt zu ständiger Verbesserung und Anpassung an die gegebenen Umstände des Lebens. Dieser Prozess setzt eine gewisse Klarheit und einen gewissen Willen tief in uns selbst voraus. Die Symbolkraft der Zahl neun, die dem Affen in der Reihenfolge der 12 Tierkreiszeichen zugeordnet wird, drückt dieses Erreichen des höchsten Punktes und die damit verbundene Perfektion sehr deutlich aus.
Die Textzeilen, die der Legende nach von Buddha an die einzelnen Tierkreiszeichen gerichtet sind, helfen uns auch in diesem Jahr, die Sequenzen des Qi`s von Jahr zu Jahr besser zu verstehen:

Dir, Affe, gebe ich Einblick und die Kraft zur Unterscheidung.
Du bewahrst, was gut und notwendig ist.Du lässt das Ungeeignete gehen.Du gibst Hoffnung in Zeiten des Stillstands.Du bist die versteckte Kraft hinter neuen Idealen.Du bist der Herrscher der Blase.Dein Leben bedeutet Überleben, besonders in Zeiten des Unglücks. Du bist erfolgreich wegen deiner Intuition und deinem Sinn für Humor. Du zeigst Freiheit im emotionalen und kreativen Ausdruck. Und du hast die Kraft, unangemessene Gefühle loszulassen. Ausserdem zeigst du keine Hemmung im Umgang mit Sexualität. Dies ist der Weg, um Zeiten des Unglücks zu überwinden
Damit dir deine Arbeit gut gelingt, gebe ich dir die Tugend des Humors. Aber sei vorsichtig. Wenn du dogmatisch und unempfänglich wirst und deinen Humor vergisst, werden deine Handlungen scheitern. Du wirst konservativ, an veralteten Gefühlen hängend und unempfänglich für neue. Du wirst gehemmt in deinen Gefühlen, deiner Kreativität und deinem sexuellen Ausdruck. Und du nimmst deine blockierte Situation nicht wahr. So nutze deine Qualitäten gut.

Abschliessend sei für das Jahr des Feuer-Affen erwähnt, dass in jedem Erreichen des Höhepunktes eine Stockung kurz vorher erfolgen kann. Dem, der diese Situation mit Humor und Leichtigkeit nehmen kann, verspricht es Glück und ein Weiterkommen hoch zum Gipfel – das fällige Durchatmen wird sich daraufhin einstellen.
Das Element Feuer zeigt uns dieses Jahr, wie alles im Leben seine zwei Seiten hat. Die eine Seite steht für das Erreichen des Höhepunktes; die andere Seite für die Umkehr nach unten in Richtung der Erde.

Dieses Jahr 2016, vermag Beides zu können. Der Affe stellt den Fokus scharf und verdeutlicht Dinge so wie sie sind, allerdings ohne dabei den Finger in die Wunde legen zu müssen. Vielmehr beugt sich das Qi für ein höheres Ziel und gibt nicht dem zu stark verletzenden Lupeneffekt des Verstandes nach.
Wir werden vorbereitet für das All-Eins-Sein – nach der Erkenntnis folgt der Zusammenschluss in Form einzelner Individuen, die sich ihrer selbst bewusst sind und sich dadurch abgrenzen können.

Frank Westenburger, Oberursel, Frank.Westenburger@t-online.de

Nepal: aus den Schlagzeilen verschwunden- aber Hilfe tut not

Der Förderverein Benchen Free Clinic
Hauptanliegen dieses Verein ist, Grundlagen zu schaffen für das Betreiben der TCM Free Clinic mit den nötigen medizinischen Materialien und anderen Hilfen für die Ärmsten in Nepal. 1993 gegründet, diente die Klinik anfänglich der medizinischen Versorgung der Mönche des Benchen Phuntsok Dargyeling Klosters in Kathmandu (Nepal). Schon bald fanden sich Mittellose und Hilfsbedürftige aus der weiteren Umgebung zur Behandlung ein, und so entstand die Benchen Free Clinic. Eine kostenlose Betreuung und Versorgung mit Medikamenten hat sich seither etabliert. Dank der Verbindung zwischen Tenga Rinpoche und Claude Diolosa – zwischen Ost und West – entstand eine TCM-Abteilung in der Klinik, in der heute zudem aus verschiedenen Ländern Teams von TCM-Fachpersonen zum unentgeltlichen Einsatz an der Clinic rekrutiert werden. In der Person von Mathias Hunecke, einem Schüler von C. Diolosa, wird die Clinic regelmäßig besucht und betreut.
Der Schweizerische Förderverein der Benchen Phuntsok Free Clinic kümmert sich um das Sammeln von Spendengeldern und investiert diese in notwendige TCM-Kräuter sowie benötigte Materialien, welche ohne Abzüge oder administrative Unkosten vollumfänglich der Free Clinic zu Gute kommen. Je nach Situation und Finanzlage unterstützen wir auch andere sorgfältig ausgewählte Projekte im Bestreben, die Not der Ärmsten zu lindern.
Wie wir helfen oder geholfen haben: Über die Kernaufgabe hinaus unterstützen wir gezielt medizinische oder Bildungsprojekte, zu denen wir einen persönlichen Bezug haben, indem wir die Güter möglichst selbst einkaufen. Der Verein hat seit 1999 hauptsächlich Medikamente und medizinisches Material für die Clinic gesammelt, finanziert und nach Nepal geschickt oder gebracht und damit den weiteren Ausbau ermöglicht. Zudem haben wir die Voraussetzung geschaffen, darüber hinaus unseren Wirkungskreis zu erweitern, um Armen und Bedürftigen in anderen Regionen – primär medizinische – Hilfe zukommen zu lassen. So beteiligten wir uns am Wiederaufbau eines tibetisch- buddhistischen Klosters und unterstützten ein tibetisches Waisenheim in Dharamsala (Indien).
Im Mai 2015 nutzte eine größere Gruppe von uns eine Reise nach Bhutan, um auf diesem Weg viele Kräuter-Tabletten, Akupunkturnadeln etc. der Klinik zukommen zu lassen – kurz nach den schweren Erdbeben, die das Land erschüttert hatten. Auch für die Zukunft liegt uns die medizinische Versorgung und Unterstützung der Ärmsten – nicht nur in Nepal – am Herzen. Die Mitglieder unseres Vereins bestimmen aktiv mit, welche Projekte in welcher Form unterstützt werden. Spenden nehmen wir natürlich auch von Nicht-Mitgliedern gern entgegen. Vielen Dank schon heute für Ihre Unterstützung!
Kontaktadresse: margrit.boelsterli@gmx.ch, Margrit Bölsterli, Talacher 9, CH – 8627 Grüningen

Unsere Bankverbindung für Spenden aus dem In- und Ausland:
Bank Coop, CH – 4002 Basel, BIC/Swift COOPCHBBXXX, IBAN CH62 0844 0699 4562 9000 3

Vitamin D

Tests auf Vitamin D erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein Nutzen von Vit. D-Zufuhr ist außerhalb der klassischen Knochen Indikationen jedoch – unabhängig von etwaigen Normal-Werten- nicht belegt (Rachitis z.B. bei Kleinkindern). Sonstige Risikogruppen sind gebrechliche Menschen (Pflegeheim), Menschen mit konsequenter Vermeidung von Sonnenlicht (Vollverschleierung) und solche mit sehr dunkler Hautfarbe. Grundsätzlich reicht eine auch kürzere Sonnenexposition (Einkaufen, Schulweg) aus, um eine ausreichende Bildung von Vit. D in der Haut zu garantieren – neben ausreichender Kalzium-Zufuhr besonders bei älteren Menschen. Das unabhängige „Arzneitelegramm“ rät von einem allgemeinen Screening auf Vit. D außerhalb der Risikogruppen (s.o.) ab, es sei denn es bestehen eindeutige klinische Symptome (Knochen, Kalzium, Phosphatspiegel). Die Kosten für diese in „Mode“ gekommene überflüssige Untersuchung betragen für die gesetzlichen Krankenversicherungen mehr als 21 Mio. Euro/Jahr.

China-Restaurant gesucht?

„Weil Speis und Trank in dieser Welt
doch Leib und Seel‘ zusammenhält.“
Ein gutes China-Restaurant? Häufig werden wir von Ihnen nach konkreten Empfehlungen gefragt- und es ist wirklich nicht so einfach. Woran erkennt man eigentlich einen „guten Chinesen“? Eigentlich nicht so schwer: Sie sind beim Essen von Chinesen umgeben! Einiges sollten Sie dazu noch wissen:

  • In China isst man sehr, sehr gerne. Es ist nicht nur Sättigung, sondern Genuss, Lebensinhalt, die Basis für (Geschäfts-) Beziehungen und Statussymbol.
  • China ist gross – DIE chinesische Küche gibt es eigentlich nicht, wohl aber Gemeinsamkeiten zwischen z.B. Peking und dem 2000 km entfernten Hongkong. Bei uns ist die süditalienische auch anders als die ostfriesische Küche….
  • Das Essen ist vielfältig – gönnen Sie sich Überraschungen! Hund, Katze und Schlange gibt´s bei uns nicht…..
  • Die Speisen werden frisch zubereitet aus frischen Zutaten – besonders in Südchina vergehen oft nur Sekunden zwischen Schlachten z.B. eines Huhnes und dem Wok.
  • Es gibt keine sämigen Soßen, höchstens Sojasauce
  • Man isst gemeinsam- es werden also mehrere Gerichte bestellt, in der Mitte platziert und jeder nimmt sich nach Lust und Laune.
  • Speisen-Reihenfolgen gibt es eigentlich nicht, aber eine klare Suppe –anders als bei uns- zum Abschluss
  • Nachspeisen sind typisch westlich- also verzichten Sie lieber drauf. Ist nach den kulinarischen Freuden meist sowieso ernüchternd….
  • Um Tischmanieren brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Nur: Stäbchen senkrecht in den Reis zu stecken bringt Unglück und Tod!
  • Obwohl Glutamat (Geschmacks-Essenz Weijing) zur chinesischen Küche gehört, sollte ein guter Koch ohne diesen Geschmacksverstärker auskommen
  • Es wird mit Stäbchen gegessen, und daher sind alle Speisen auch damit „greifbar“- eine Schweinshaxe z.B. nicht, aber ein zerhacktes (mit Knochen!) Hendl.
  • Reis ist nur Sättigungsbeilage

Unsere Empfehlungen diesmal- besonders für die kalte Jahreszeit:

München: Fire Dragon Lounge in der Paul-Heyse-Strasse. Hier gibt es Feuertopf (Huoguo), d.h. eine Art Fondue, bestehend aus 2 Teilen: eine rote, sehr scharfe Suppe vor allem für Fleisch (=Yang), eine helle, milde Suppe vor allem für Fisch (=Yin). Kann aber auch flexibel genutzt werden. Dazu Pilze, Muscheln, Tofu nach Herzenslust (all you can eat) vom Buffet. Viele Chinesen, recht kommunikativ und laut- eben typisch. http://www.firedragonlounge.de/

Berlin: Tianfu in der Uhlandstrasse. Typische Sichuan-Küche, üblicherweise sehr scharf, kann aber abgemildert werden. Vielfältige Speisekarte, und den Feuertopf gibt´s hier auch. Es ist notwendig einen Tisch zu reservieren, es gibt aber auch eine Filiale in der Berliner Strasse/Bundesallee. www.tianfu.de

Weitere Tipps folgen!

Nachtrag 03/2015

München: Eine Empfehlung von chinesischen Freunden: Hanshe in der Leopoldstrasse 173, gute Küche aus Sichuan….

Berlin: Restaurant Good Friends in der Kantstrasse 30 – ich war lange nicht mehr da…umfangreiche authentische Speisekarte, auch von vielen chinesischen Gästen geschätzt…

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Weitere Empfehlungen :
· München: Eine Empfehlung von chinesischen Freunden:
Jade, Hofangerstr. 7,81735 München Ramersdorf-Perlach, Berg am Laim; kantonesisches Essen.