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Auf den Punkt gebracht: Wenn zuviel Wind im Kopf ist – Feng Chi

Wenn Sie zuviel im Kopf haben, seinen es nun Gedanken, Sorgen, Geräusche wie beim Ohrensausen oder sich benebelt und schwindelig führen, so hat das aus Sicht der alten chinesischen Ärzte etwas mit „Wind“ zu tun. So wie der Wind in der Natur draussen, so werden alle unvorhergesehen, plötzlichen und wandernden Beschwerden damit charakterisiert. Über die Wind-Punkte kann diese krankmachende Energie ausgeleitet und/oder beruhigt werden. Das können dann auch Akupunkturpunkte am Rücken (z.B. bei Asthma) oder am Oberschenkel sein (bei unruhigen Beinen und Krämpfen). Der Punkt Fengshi, Gb 20, liegt am Hinterkopf: unmittelbar hinter dem Ohrläppchen ist ein Knochenfortsatz zu ertasten (Mastoid), und wenn Sie noch weiter Richtung Nacken fühlen, dann kommen Sie an eine deutliche Vertiefung- das ist der „Teich des Windes“. Drücken Sie ihn kräftig kreisend mit Daumen oder Zeigefinger in Richtung Kopf-Mittelpunkt.

Der Punkt Feng Chi wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Gallenblase 34 bei Verkrampfungen
– Dickdarm 4 bei verstopfter Nase
– Gallenblase 41 bei tränenden Augen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese ‚Energie-Höhlen‘ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Steigerung der Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch durch TCM – Fragen und Antworten

Unerfüllter Kinderwunsch – in wieweit kann man die Ursachen warum es bisher nicht geklappt hat durch TCM erkennen?

In der Chinesischen Medizin wird die Diagnose nicht nur durch die Erhebung von Befunden wie gewohnt, sondern durch eine ausführliche Erfassung der Befindlichkeiten sowie Puls- und Zungendiagnose erhoben. Dabei spielen vielleicht Störungen eine Rolle, die aus der Sicht der westlichen Schulmedizin irrelevant sind. Magen-Darmprobleme beispielsweise können etwas mit der verminderten Fruchtbarkeit zu tun haben, wenn dort chronische Entzündungen/Reizungen zu ‚feuchter Hitze‘ führen, die im Unterleib verschiedene Störungen wie z.B. Verklebungen der Eileiter auslösen – so die TCM-Sicht. Es wird also der gesamte Patient einbezogen in die Überlegungen – und daraus ergibt sich die Behandlung. Klarheit bekommt der TCM-Therapeut dann nur über die Zungen- und vor allem die Pulsdiagnostik. An der Zunge können Sie vielleicht selber etwas erkennen – eine blasse Zunge bedeutet Leere/Schwäche, etwaige Rötungen und Blaufärbungen Hitze und Stagnationen. Wenn der Zungenbelag im hinteren Bereich der Zunge ausgeprägt und gelblich ist, dann ist dies ein Anzeichen für entzündliche Prozesse im Unterleib. Aber der Puls gehört auch dazu – das können Sie nicht selber machen: der Puls am Handgelenk wird intensiv gefühlt, und daraus bekommt der Therapeut genaue Informationen über das ‚innere Klima‘, die Energetik der inneren Organe. Blockaden oder Erschöpfungen können so ganz detailliert festgestellt werden.

Ist es möglich das Spermiogramm zu verbessern?  Es wird in der TCM ja mit verschiedenen Methoden behandelt…

Die wichtigsten Methoden der chinesischen Medizin sind die Akupunktur – also das Stechen von Nadeln in ausgewählte spezielle Akupunkturpunkte-, die Moxibustion und die Einnahme von chinesischen Arzneimitteln, in der Regel von Kräutern als Abkochung, ‚Tee‘ oder z.B. als Granulat. Die Moxibustion ist eine erwärmende Methode, bei der mit glimmendem, speziell zubereitetem Beifusskraut einzelne Akupunkturpunkt oder auch Körperregionen mit Yang-Energie versorgt werden können. Dies ist auch die Haupt-Indikation für die Anwendung dieser Methode: Es muss Kälte und Schwäche vorliegen. Bei Frauen wird sie daher häufig in der 2. Zyklushälfte angewandt, oder auch generell bei einer niedrigen Basaltemperatur. Bei Männern finde ich viel häufiger Hitze-Symptome – da sind dann viel eher Akupunktur und Kräuter angebracht. Wenn man die Befunde des Spermiogramms auf die TCM-Diagnose überträgt, dann ist Akupunktur oder auch die Moxibustion bei einer geringeren Beweglichkeit der Spermien angebracht, weniger bei Mengen- und Qualitätsproblemen. Bei eingeschränkter Motilität können die Patienten dann selbst gezielt Akupunkturpunkte wie Milz 6 am Unterschenkel oder Magen 28 am Unterbauch moxen. Auch wenn z.B. durch den Nachweis von Bakterien eine latent entzündete Prostata vorliegt, können (neben Kräutern) Punkte zur Stärkung des Immunsystems wie Dickdarm 11/Dickdarm 4 (Hand/Ellenbogen) mit diesen Methoden behandelt werden. Die Einnahme von Kräutern hat sich vor allem bei Entzündungen wie der chronischen Prostatitis und Qualitätsproblemen bewährt, also wenn zu wenig oder schlechte Spermien da sind. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Behandlung über mindestens 3 Monate erfolgt – es dauert ja 70-90 Tage, bis alle Spermien erneuert sind.

Bei etwa 10% der Frauen im fruchtbaren Alter – so aktuelle Studien- kann man Symptome des PCO-Syndromes erkennen – wie sieht das die TCM?
Ein PCO-Syndrom hat auch aus Sicht der TCM vielerlei Facetten – es kommt auf die genauen, individuellen Symptome an. Die Zystenbildung ist ein Anzeichen von ‚Schleim‘ – daran ist in der TCM die Milz, bzw. das Verdauungs- und Stoffwechselsystem entscheidend beteiligt. Der ‚Eigenanteil‘ der Patientinnen in der Behandlung ist dann häufig der Verzicht auf schwer verdauliches Essen, wozu vor allem Fette, Rohkost und nicht selten auch Kuhmilch-Produkte gehören. Zur Stressreduktion – das führt aus TCM-Sicht zu Blockaden der Leber, zu Schmerzen und Verspannungen – dabei empfehle ich den Einbau von Bewegung in das tägliche Leben – von Yoga über Tanzen bis zum Ausdauersport.

Wie ist es, wenn der TSH-Wert bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft erhöht ist? Gerade wenn keinerlei Beschwerden zu finden sind?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um einen Entzündungsprozess in der Schilddrüse, die zu einer Unterfunktion führen kann – aber nicht muss! Der menschliche Organismus ist wunderbar flexibel, um Defizite auszugleichen – und wenn die Schilddrüse eventuell dann doch mal weniger Hormone produziert, springt die Hypophyse, eine Hormondrüse im Kopf, ein und schüttet TSH aus – solange, bis genügend Hormone wieder da sind. Entscheidend für den Stoffwechsel, das Gesamtsystem und in unserem Zusammenhang hier für die Schwangerschaft ist die Funktion der Schilddrüse, also ob eine Unterfunktion tatsächlich da ist. Wenn das der Fall ist, kann den Frauen entweder mit der TCM geholfen werden oder schulmedizinisch mit der Einnahme von Thyroxin. Was aber langfristig erhebliche Nebenwirkungen haben kann.
In der TCM ist das Befinden immer ausschlaggebend, neben den Befunden wie z.B. Antikörper und Hormonwerte. Gerade wenn eine Unterfunktion da ist, können Kräuter hervorragend helfen, es gibt kräftigende Heilpflanzen wie Huang Qi (chin. Tragantwurzel) oder der allseits bekannte Ginseng. Wenn vermehrt Ödeme auftreten, kann die Einnahme eines Pilzes namens Fu Ling sinnvoll sein. Aber die Symptome einer Schilddrüsen-Unterfunktion können ausgesprochen vielfältig sein – darauf kommt es dann bei der Behandlung genau an! Ein anderer Aspekt ist die Autoimmunerkrankung selber, also die Entzündung der Schilddrüse durch eine fehlerhafte Immunreaktion des Körpers. Feststellen kann man das über den Nachweis von Schilddrüsen-Antikörpern. Aus TCM-Sicht handelt es sich dabei häufig um die Auswirkungen alter, manchmal vor Jahrzehnten durchgemachter und nicht 100%ig ausgeheilter Infekte. Wie z.B. Herpes, Pfeiffersches Drüsenfieber, Zoster/Gürtelrose, aber auch bakterielle Infekte wie Streptokokkeninfektionen. Diese ‚Altlasten‘ können dann mit der TCM ausgeleitet werden, ganz besonders mit der Akupunktur. Das wäre dann eine Ursachenbehandlung der Autoimmunreaktion – also die Normalisierung des Immunsystems.

Wie lässt sich mit der TCM insgesamt die Fruchtbarkeit verbessern? Worauf solle Frau/Mann besonders achten?

Die wichtigste ‚Säule‘ in der chinesischen Medizin sind tatsächlich ganz individuelle Mischungen von in der Regel pflanzlichen Arzneimitteln, also Kräuter. Sie sind hochwirksam und müssen häufig genau dosiert werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Es gibt auch einige Kräuter, die riskant sein können – wobei es immer auf die genaue Diagnose und natürlich die Dosis ankommt. Vermeiden sollte man z.B. Bitterorange, Weihrauchzubereitungen, Curcuma, Zimt, Sennesblätter, aber auch Aloe (innerlich) – Nicht alles aus der Natur ist harmlos! Risikoreich sind vor allem in der Frühschwangerschaft alle Kräuter, die auf den Darm eine abführende Wirkung haben. Chinesische Kräuter sind sehr wirksam, also rate ich allen Patientinnen sich auf die gezielte, individuelle Verordnung eines qualifizierten TCM-Therapeuten zu verlassen und sich nicht selber etwas zusammen zu stellen. Auch sollten die Kräuter nicht irgendwo im Internet bestellt werden, sondern in einer hiesigen (Spezial-) Apotheke. Dann ist gewährleistet, dass sie nur das bekommen, was sie haben wollen – ohne Pestizide, Herbizide und womöglich andere Bestandteile!

Wie läuft eine klassische TCM Therapie bei Kinderwunsch ab?

Bei Kinderwunsch lade ich erst beide Partner zu einem orientierenden Erstgespräch ein. Zunächst werden der bisherige Verlauf, die Problematik und die schulmedizinischen Befunde besprochen. Es folgt dann eine TCM-Kurzdiagnose mit den allgemeinen Befindlichkeiten von Schlaf über Sexualität bis zu Verdauung. Und eine erste Puls- und Zungendiagnostik. Bei beiden Partnern – und danach entscheidet sich das weitere Vorgehen. Es kann sein, dass es bei Ratschlägen für die Ernährung und Lebensführung bleibt. In der Regel folgt dann ein Konzept für die TCM-Behandlung mit Kräutern und/oder Akupunktur. In einem späteren Zweitgespräch wird die Diagnose komplettiert. Die Akupunktur erfolgt dann in der Regel wöchentlich, die Kräutermischung bekommt alle 2 Wochen ein Update. Nicht selten bekommen die Frauen dann auch 2-3 verschiedene Mischungen für die jeweiligen Zeitabschnitte des Zyklus´. Die Behandlungsdauer sollte für mindestens 3 Zyklen, also 3 Monate eingeplant werden. Bei schlechter Eizellen-Qualität sind erfahrungsgemäss eher erst nach 6 Monaten signifikante Erfolge zu verzeichnen.
Wichtig ist in diesem ganzen Prozess auch das Zyklusmonitoring durch die Patientinnen selber, also die Beobachtung körperlicher Veränderungen im Verlauf eines Zyklus. Zum Beispiel über die Protokollierung der Basaltemperatur. Aus TCM-Sicht spiegelt der monatliche Zyklus auch das Wechselspiel von Yin und Yang wieder: In der ersten Zyklushälfte ist die Aufbauphase des YIN (=niedrige Temperatur), danach kommt die Yang-Phase mit höherer Temperatur. Zwischendurch die beiden dynamischen Phasen der Blutung und des Eisprungs. Dem entsprechend kann der Organismus in diesen Phasen unterstützt werden – mit Yang- oder Yin-stärkenden Kräutern oder Punkten, oder bei Stauungen zu den dynamischen Phasen durch Unterstützung der Leber. Da kommt z.B. auch die Schröpfmassage am Unterbauch bei uns zur Forcierung des Eisprungs in Frage.

Kann man die Methoden der westlichen Medizin, also der modernen Reproduktionsmedizin mit der TCM ergänzen?

Ja, auf alle Fälle ist es sinnvoll. Ich gehe davon aus, dass die besten Resultate eine Verbindung der Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und der TCM-Methoden bringt. Anfänglich wird eine gezielte, individuelle Diagnose erstellt, das sollte optimal mindestens 1-3 Monate vor IVF/ICSI geschehen. Danach entscheidet sich, ob Akupunktur oder Kräuter angebracht sind. Die Akupunktur erfolgt dann wöchentlich, nach dem Transfer häufiger für 2 Wochen, vor allem zur Einnistungs-Zeit. Die chinesischen Kräuter stelle ich in einer individuellen Rezeptur zusammen – jeweils verschiedene Mischungen für die einzelnen Zeitabschnitte. Die TCM-Methoden ergänzen die reproduktionsmedizinischen Methoden und können Nebenwirkungen mindern. IVF/ICSI können Eizellen/Spermien zusammenbringen, aber sowohl auf die Qualität der Eizellen als auch bei Einnistung und Vermeidung eines Frühabortes haben sich die TCM-Methoden als äusserst wirksam erwiesen. Bei schlechter Eizellen-Qualität/niedrigem AMH-Wert ist übrigens immer eine mehrmonatige TCM-Behandlung notwendig.

Leider kann es auch vorkommen, dass das Kind in der Frühschwangerschaft verloren geht – wie sieht das die TCM?
Auch da kommt es auf eine genaue Diagnose an. Als auslösende Faktoren für eine Fehlgeburt können genetische, immunologische und Durchblutungs-Faktoren wichtig sein. Gerade bei Problemen mit der Immunreaktion und mit der Durchblutung gibt es gute Möglichkeiten mit der TCM. Um das Immunsystem zu regulieren, ist die Akupunktur oder auch die Eigenblutbehandlung als klassisch westliche naturheilkundliche Methode sinnvoll. Bei Durchblutungsbloblemen, d.h. bei Stauuungen/Blockaden kämen – wie gesagt, nach genauer TCM-Diagnostik – eher chinesische Kräuter in Frage.

Kraftsuppe nach der Chinesischen Heilkunde

Bei Chinesischer Kraftsuppe wird davon ausgegangen, dass durch die lange Kochzeiteine energetische Einheit der Zutaten erreicht wird und die Essenzen in die Suppe übergehen.
Neben der so erreichten Wärmezufuhr wird auch die Verdauung erleichtert, da imKochvorgang bereits ‚vorverdaut‘ wurde. Besonders in der kalten Jahreszeit, bei Infektanfälligkeit, nach längerer Erkrankung oder Kältegefühlen, aber auch einfach zur allgemeinen Stärkung empfehlen sich Kraftsuppen.
Das Grundrezept für eine kräftigende Fleischbrühe kann für 3-4 Tage (im Kühlschrank gelagert) vorgekocht werden. Gerechnet für einen grossen Suppentopf mit etwa 5 l benötigt man etwa:

• 1 Kg Bio- Rindfleisch, 1 ganzes Huhn oder anderes Fleisch mit Knochen.
• Im ersten Kochgang mit kaltem Wasser das Fleisch mit etwas Zitronensaft und Kurkuma kurz aufkochen und dann abseihen, den Schaum abwaschen.
• Dann mit warmen Wasser und Gewürzen wie Lorbeerblätter, Koriander,Wacholderbeeren und Kurkuma und frischem Suppengrün, 1 Zwiebel oder Frühlingszwiebel, frischem Ingwer (3-5 cm) und Petersilie 3-4 Std. (oder 2-3 Std. im Schnellkochtopf) köcheln lassen (geschlossener Deckel).
• Wer das Fleisch noch essen möchte sollte es nach einer Std. heraus nehmen,den Knochen aber weiter kochen.
• Am Ende der Kochzeit die Suppe durch ein Sieb gegeben und die gekochten. Zutaten entfernen.
• Frische Kräuter wie Koriander und Petersilie, verschiedene Gemüsesorten und evt. Bio- Sojasosse werden zum Abschmecken genutzt, die Brühe kann getrunken oder mit Beilagen wie Reis, Hirse oder Quinoa gegessen werden.
• Vegetarier können eine Gemüsekraftsuppe mit Sojabohnen, Seitan, Linsen, Hirse und viel Wurzelgemüse herstellen.
Die Gewürze und Kräuter können nach Indikation variieren: bei Blut-Leere können schwarze Bohnen und getrocknete rote Datteln und Angelikawurzel (aus der Apotheke), bei Allergien in der symptomfreien Zeit Astragalus und Codonopsiswurzel zugegeben werden- jedoch immer nach Absprache und begleitend zu einer Behandlung. Ihr Therapeut für Chinesische Medizin hilft Ihnen sicher gerne weiter!

Während einer akuten Erkältung, deutlichen Hitzezeichen wie Nachtschweiss, Hitzewallungen oder hoher Blutdruck und bei starker äusserer Hitze sollte keine Kraftsuppe eingenommen werden!

Impfungen

Kaum ein Thema wird mit derartiger Leidenschaft diskutiert wie die ‚Impffrage‘. Aktuell jetzt gerade, wenn für die alljährliche Grippeimpfung geworben wird. Meine Ansicht dazu: es handelt sich um eine Entscheidung über ein mögliches Erkrankungsrisiko, das ein Jede/r für sich selber einschätzen muss. Jeder kann erkranken, jeder kann gesund werden, aber es gibt auch die Gefahr für ernsthafte und dauerhafte Schäden. Ein statistischer Wert, aber er kann schon Angst/Unbehagen auslösen. Aus Sicht der TCM ist das Risiko grösser für Menschen, die eine geringe Abwehrkraft (Wei Qi) haben. Problem ist, dass auch diese vielleicht ein grösseres Risiko haben Nebenwirkungen der Impfung zu erleiden! Häufig habe ich mit Patienten zu tun, die gerade die Impfungen nicht vertragen haben. Aber: mit Hilfe der TCM lässt sich die Kraft des Abwehr-Qi abschätzen, und vor allem ist es möglich, die negativen Folgen einer Impfung abzufangen. Es handelt sich um ‚pathogene
Energien‘, die dann ausgeleitet werden können mit Akupunktur , Guasha, Schröpfen und chinesischen Kräutern z.B.

Winterzeit: Nicht nur Kälte kann uns zusetzen!

Man möchte meinen, dass im Winter die Kälte das grösste Problem für unseren Körper darstellt. Im Hinblick auf grippale Infekte und stärkere Erkältungskrankheiten stimmt das in den meisten Fällen auch, doch im Alltag herrscht oft eine andere gesundheitliche Belastung zu dieser Jahreszeit vor: Trockenheit. Durch die ständig und überall gegenwärtige Heizungsluft trocknet auch unser Körper immer mehr aus. Das Organsystem Lunge und mit Ihr die Atemwege und die Haut sind besonders anfällig für Trockenheit. Symptome sind dann Reizhusten, trockene Kehle, trockene Haut, trockene Lippen. Oft kommen dann auch noch Hitzegefühle dazu.

Um diesem ‚Pathogen‘ vorzubeugen oder entsprechend zu begegnen reicht es oftmals, den Speiseplan um ein einheimisches Obst zu ergänzen: die Birne. Die Birne wirkt energetisch erfrischend und befeuchtend und reguliert Schleim-Hitze. Bei starken Hitzegefühlen kann die Birne auch roh verzehrt werden, ansonsten ist gedünstete Birne z.B. als Kompott empfehlenswert, bei Kälteempfindungen durch erhitzende Gewürze wie Zimt und Nelken ergänzt, bei beginnenden Erkältungen kann die zerstreuende Wirkung von mitgekochtem Ingwer genutzt werden. Sehr alltagstauglich ist auch Birnensaft (auf 100% Fruchtgehalt achten!). Wem der Saft zu kalt ist kann mit warmen Tee (z.B. Holunderblüten-abwehrstärkend oder roter Früchtetee-blutaufbauend) oder warmen Leitungswasser mehr Wärme zuführen.

Ebenfalls wichtig für ein gesundes Raumklima ist regelmässiges Lüften und zumindest eine Wasserschale auf der Heizung zur Befeuchtung.

Frühstück bei Kältegefühlen (=Yang-Mangel)

Bei einem manifesten Yang-Mangel steht das Kälte-Gefühl im Vordergrund, daher muss die Nahrung unbedingt erwärmend sein. Damit die Patienten morgens in die Gänge kommen, den das Yang steht ja auch für Aktivität und Energie, kann die Bedeutung eines warmen Frühstücks gar nicht überbetont werden. Neben den beim Milz-Qi Mangel empfohlenen Getreidebreien, kommen hier kräftige Suppen und Brühen zum Einsatz. Natürlich ist es unmöglich in der Früh eine aufwendige Suppe vorzubereiten, aber Suppe können ja sehr gut vorgekocht und portionsweise im Kühlschrank aufbewahrt oder auch eingefroren werden.
Die Suppen müssen kräftig und nährend sein, also entweder eine Rinderbrühe, bei der Fleisch, Suppenknochen und Gemüse verwendet werden oder eine Hühnersuppe mit einem alten Suppenhuhn und ebenfalls Gemüse. In China würde man die Knochen des Suppenhuhns, also vor allem die Schenkel, brechen, so dass das enorm nährende Knochenmark in die Suppe kommt. Wichtig ist, dass die Suppen über mehrere Stunden geköchelt werden, das beim Abkühlen entstehende Fett ist abzuschöpfen. Die Suppen sollten ruhig etwas kräftiger gewürzt werden, wer möchte auch mit etwas Pfeffer; Chili sollte nur verwendet werden wenn keine Magen-Hitze (Sodbrennen, viel Durst z.B.) vorliegt.
Diese Suppen können dann entweder mit dem Fleisch oder auch ohne gegessen werden, es sollten jedoch Reis oder Nudeln zugefügt werden, da sonst ja keine Sättigung eintritt. Der Reis kann vorgekocht werden und beim Erwärmen der Suppe zugefügt werden. Als Nudeln würde ich die ganz feinen Suppennudeln empfehlen, die so gut wie keine Kochzeit haben oder eben Instant-Nudeln, die gar nicht gekocht werden müssen.

Wie bei allen Ernährungsempfehlungen gilt auch hier keine mengenmäßige Beschränkung. Diese Suppe kann dann auch portionsweise in die Arbeit mitgenommen werden und eignet sich als Mittagsmahlzeit. Macht man dies jedoch zu häufig, so wird dem Patienten sicher bald die Lust auf Nudelsuppe vergehen, daher plädiere ich für mehr Abwechslung.

Auf den Punkt gebracht: Milz 6 – nicht nur für Frauen!

Es gibt kaum einen Akupunkturpunkt, der so spezifisch für „Frauenprobleme“ ist wie Milz 6, der Treffpunkt der 3 Yin-Leitbahnen eine Handbreit über dem Innenknöchel in der Mitte des Unterschenkels gelegen. Er ist meist deutlich druckempfindlich, wenn Sie ihn massieren. Das Zielgebiet von Milz 6 ist die Beckenregion, hier entfaltet er bei vielen gynäkologischen Problemen seine Wirkung: Menstruationsbeschwerden, Gebärmuttersenkung, Blutungen bis hin zu hartnäckigen Pilzinfektionen. Aber auch Mann kann von ihm profitieren: die Stimulation dieses Punktes hat eine hebende Wirkung und kräftigt die Beckenmuskulatur bei sexuellen Schwierigkeiten. Die belebende Wirkung auf den Unterleib ist übrigens nicht erwünscht im Laufe einer Schwangerschaft – erst zur Einleitung der Wehen beim Entbindungstermin wird er von Hebammen häufig genutzt.

Punkt Milz 6 wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Magen 36 zur allgemeinen Kräftigung und zum Anheben des Qi
– Lunge 7 zur Regulierung der Menstruation
– Renmai 6 am Unterbauch bei Senkungen und Durchfällen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“14 in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Herbst und Winter- das Bewegung und Immunsystem

Sie hat schon begonnen, die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter, der es so schwierig macht sich richtig und angepasst vor der Witterung zu schützen. Mal ist es kalt, mal wieder fast sommerlich warm. Mal kommt der Schweiß, mal steht man fröstelnd im Regen. Schnell kann man sich eine Erkältung oder einen grippalen Infekt holen. Ein intaktes „Immunsystem“ ist jetzt besonders wichtig. Die landläufige Meinung ist, dass Sport den Körper abhärtet und man eher von Infektionen gefeit ist.  Das ist im Prinzip richtig – grundsätzlich stärkt Bewegung die Abwehrkräfte und härtet das Immunsystem ab. Allerdings kommt es dabei auf die richtige Dosis an, denn zu viel Training kann die Abwehr wieder schwächen. Es ist eine Gratwanderung. Sport ist gut, wenn er regelmäßig, mäßig und an die Witterung angepasst betrieben wird. Intensive Intensive Sport-Einheiten oder Wettkämpfe belasten hingegen den Körper und die eigene Körperabwehr eher.
Die Funktion und Aufgabe des Abwehrsystems – in der Chinesischen Medizin Weiqi genannt- ist es, in den Körper eindringende Krankheitserreger als Fremdkörper zu erkennen und sie anschliessend unschädlich zu machen. Ist der Körper geschwächt, kann es passieren, dass der Erreger nicht identifiziert wird und ohne Gegenwehr seine schädliche Wirkung entfalten kann. Derartig verschleppt können dann Infekte als ‚pathogene Faktoren‘ auch jahrelang im Körper verbleiben und ‚Unruhe stiften‘.
Erholungsphasen sind wichtig!
Beim Sport sollte dem Organismus und somit auch dem Immunsystem die Gelegenheit zur Erholung gegeben werden. Nicht nur die Muskeln und Sehnen, auch das Abwehrsystem braucht eine Zeit der Reaktion und Anpassung. Wie lange die Pausen sein sollen, hängt von der Intensität des Trainings ab – aber zumindest ein tag sollte zwischen den einzelnen Trainingseinheiten liegen. Wenn man nicht darauf achten, überlastet sich das Gesamtsystem und es entsteht eine eine Lücke im Immunsystem nach sportlichen Belastungen (Um dem vorzubeugen, ist ausreichend Schlaf und Erholung notwendig).

Eine optimal funktionierende Immunabwehr hängt von verschiedenen Faktoren ab:
– ausreichend Schlaf
– niedriger Stress-Pegel – auch Sport kann hervorragend Stress bereiten und wirkt dann kontraproduktiv!
– Erholungsphasen
– ausgewogene Ernährung – viel gekochtes Essen, Gemüse, Eiweiß und ausreichend Trinken unterstützen das Immunsystem (Suppen!)
– vernünftiger Trainingsplan – ausgewogenes Verhältnis von Training und Regeneration
Falls man doch von einem Infekt erwischt werden sollte, muss man unbedingt auf das Training verzichten und sich auskurieren. Ansonsten riskiert man sogar eine durchaus gefährliche Herzmuskelentzündung. Gerade Virusinfekte sind dann vielleicht nach einer Woche vorbei, aber beschäftigen das Immunsystem manchmal noch Wochen danach – also auch nach einem Schnupfen behutsam wieder ‚einsteigen‘.

Zur Wiesnzeit

In München herrscht die nächsten guten 2 Wochen ein besonderer, nichtdestotrotz sich alljährlich wiederholender Ausnahmezustand- das Oktoberfest hinterlässt seine Spuren. Auch bei vielen Patienten, die die eine oder andere Mass pflichtgemäß oder vergnügungssüchtig konsumieren. Für uns immer wieder Gelegenheit, die gesundheitlichen Wirkung von Alkohol, hier: Bier deutlich zu machen.
Grundsätzlich hat jede Form von Alkohol eine erhitzende Wirkung. Sie merken das am „Nachdurst“, der mitunter zunehmenden Redseligkeit, vielleicht auch am Hunger, Sodbrennen.  Zudem verstärkt Alkohol die Feuchtigkeit im energetischen System- mit der Folge eines benebelten Geistes und einem dicken Kopf, auch von Übelkeit , Durchfall und Erbrechen. Bis hin zur völligen Geistes- Verstandes- und Bewusstlosigkeit.

Bier hat gegenüber anderen alkoholischen Getränken einen kleinen Vorteil, was die energetischen Wirkungen betrifft- die bekannterweise wie immer Vor-und Nachteile haben: Durch den Anteil an Hopfen und dem etwas bitteren Geschmack kommt eine leicht kühlende und trocknende Wirkung dazu- ein nur relativer Ausgleich, mengenabhängig ….
Wenn Sie nun also die Wies’n genießen wollen: energetisch ungünstig ist der Bierkonsum für diejenigen unter Ihnen, die unter Feuchtigkeits-Problemen leiden. Häufig sind diese zu erkennen an einem dicken Zungenbelag und/oder einer gedunsenen Zunge. Vielleicht doch lieber Alkoholfreies oder Radler?
Um die Leber nach dieser belastenden Zeit zu entschlacken, kann ich Ihnen übrigens auch das „Frühlings-Entschlackungs-Tonikum für die Leber“ empfehlen, für 10-14 Tage täglich einen Beutel. Sie bekommen diese „Kur“ in der Schützen-Apotheke (www.schuetzenapotheke.com)

TCM: Interview-Auszug zu einigen grundsätzlichen Fragen

Frage zur Nutzen-Risiko- Abwägung und Effektivität der TCM:
Zunächst einmal belegt allein die Tatsache, dass die Methoden der Chinesischen Medizin seit nunmehr etwa 2200 Jahren das Wachstum der Bevölkerung auf immerhin 1,3 Milliarden Menschen nicht hat verhindern können, einen gewissen Nutzen, zumindest aber Unschädlichkeit. Aber auch unsere junge westliche Wissenschaft hat in den gerade durchgeführten Akupunkturstudien (GERAC und ART)- die weltweit grössten und allgemeinen Forschungskriterien entsprechenden Studien in diesem Bereich- nachgewiesen, dass Akupunktur besser oder zumindest genauso gut wirkt wie westliche Standardmethoden. Und das sogar bei – wie geschehen- denkbar unfachmännisch ausgeführter ‚Nadelung‘. Wie würden solche Studien erst ausfallen, wenn fundiert ausgebildete Therapeuten behandeln würden?

Was ist aus Ihrer Sicht das Wertvolle an der TCM?
Mit den Methoden der Chinesischen Medizin wie Akupunktur, Moxibustion, Arzneimitteltherapie, Massage, Qigong etc. können eine Vielzahl von Erkrankungen sehr wirkungsvoll behandelt werden. Die besondere Diagnostik (mit Puls- und Zungendiagnose) ermöglicht es viele Störungen von Körper, Geist und Seele miteinander in Verbindung zu bringen, für die die westliche Medizin keine Zusammenhänge kennt. Z.B. eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit dem Magen und vielleicht auch mit dem ‚die Nase voll haben‘ in dem Sinne, dass man ‚ nichts mehr schlucken kann‘. Ein weiterer grosser Vorteil der chinesischen Medizin ist es, dass im Vorfeld einer tatsächlichen Erkrankung und in der Prävention der Neuerkrankung behandelt werden kann. Eine umfassende Behandlung umfasst Ratschläge zur Ernährung, zur Lebensführung und Bewegungsübungen von Qigong bis Wandern.

Welche Vorteile sehen Sie in der Diagnostik der TCM?
Neben der Herstellung von Zusammenhängen bei Symptomen gleichermassen von Körper, Geist und Seele ist die Diagnostik sehr fein und in der Lage, Funktionsstörungen und Disharmonien schon lange vor einer tatsächlichen Erkrankung zu erkennen. Entscheidend für die korrekte Diagnose ist das Befinden des Kranken, nicht die Erhebung scheinbar ‚objektiver‘ Befunde wie beim westlichen Arzt. Wichtig ist, inwiefern der Mensch sich krank fühlt, nicht ob er eine Krankheit hat.

Was zeichnet die TCM in der Therapie aus?
In den Händen eines gut ausgebildeten Therapeuten (Heilpraktiker oder Arzt) sind Akupunktur und Arzneimitteltherapie neben Massage, Diätetik und Bewegungsübungen wirkungsvolle Methoden. Sie wird den jeweiligen Erfordernissen immer aktuell angepasst, es gibt keine ‚Standardtherapie‘. Jeder Patient erhält auf Grundlage der Diagnostik eine eigene, individuelle Rezeptur – entweder in der Kombination von Akupunkturpunkten oder von Heilkräutern oder Übungen.

Für viele gilt die chinesische ‚Kräutermedizin‘ als die Königsdisziplin in der TCM. Bei welchen Krankheitsbildern kann von einer hohen Wirksamkeit ausgegangen werden?
Eigentlich waren Kräutermedizin und Akupunktur in Asien immer zwei eigenständige Therapiemethoden. Erst im letzten Jahrhundert wurde in der VR China die Kräutermedizin bevorzugt – in Abgrenzung zur Akupunktur, die doch aus deren Sicht allzusehr mit ‚ esoterischem Ballast‘ behaftet war und weniger in das System passte. Dieses war anders ausserhalb der VR China.
Akupunktur und Kräutermedizin (besser: Arzneimitteltherapie, denn es kommen auch mineralische und tierische Heilmittel zur Anwendung)sind gleichermassen hoch wirksam. Tiefsitzende chronische Krankheiten wie Psoriasis und Colitis ulzerosa werden bevorzugt zumindest in der Kombination beider Methoden behandelt, wenn nicht mit Arzneimittelrezepturen alleine.

Viele Patienten schwören gerade auf Akupunktur. Welche Krankheiten können damit gut behandelt werden?
Seelische Disharmonien wie Depressionen und Angstzustände reagieren hervorragend auf Akupunkturtherapie, aber auch alle Funktionsstörungen auf der körperlichen Ebene.
Anwendungsbeispiele für die Akupunktur sind Schmerzzustände jeder Art von Kopfschmerzen und Migräne bis hin zur Ischialgie.

Kann die TCM auch bei akuten Krankheiten helfen? Wo liegen generell die Grenzen der TCM
Die Grenzen der Behandlung liegen in der Sorgfaltspflicht des Therapeuten: Wenn es Methoden in der westlichen Medizin gibt, die wirkungsvoller und nebenwirkungsarm sind, zudem noch tatsächlich ‚heilen‘ und nicht nur Symptome verdecken, so ist diesen sicherlich der Vorzug zu geben. Erkrankungen wie Herzinfarkt oder akute Baucherkrankunge, aber auch viele andere mehr – bedürfen sicherlich schulmedizinischer Intervention – wie auch generell parallel zur TCM-Behandlung eine Diagnostik nach der westlichen Medizin gefordert ist. Alleine um bedrohliche Krankheiten auszuschliessen.

Auch wenn mittlerweile die TCM in Deutschland ein hohes Ansehen bei vielen Patienten geniesst, so gibt es dennoch bei der Mehrzahl der Patienten Vorbehalte: zu exotisch, hohes Risiko bei chinesischen Arzneimitteln, wenig sanft (Akupunktur)… Wie kann man das Vertrauen der Patienten in die TCM verbessern?
Durch Wissen – die Chinesische Medizin ist ein erprobtes Heilsystem, das aber sehr komplex aufgebaut ist. Zu lernen ist es daher nicht so einfach und so schnell, aber wenn es beherrscht wird, so ist es eine grosse Bereicherung für Gesundbleiben und -werden. Aber in ihren Grundzügen ist das therapeutische Denken recht einfach und für jeden Patienten nachvollziehbar. Warum man z.B. keine Rohkost essen soll, wenn man eine ‚Frostbeule‘ ist: weil dann die ganze Kraft für die Verdauung gebraucht wird.
Ein grosser Vorteil ist auch, dass der Patient in der TCM Hinweise bekommt für sein Gesundbleiben. Viele therapeutische Strategien lassen sich problemlos langfristig in das tägliche Leben einbauen, und so braucht der ehemals Kranke nur noch sehr selten den aktiven Eingriff des Therapeuten.
Ob die Akupunktur generell zur Kategorie der ‚sanften Medizin‘ gehört, ist sicherlich zu bezweifeln. Aber zum einen gibt es Techniken des nahezu schmerzlosen Stechens, zum anderen lässt der Erfolg das kurze Pieksen schnell vergessen.