Archiv der Kategorie: Heilpraktiker

Zur Wiesnzeit

In München herrscht die nächsten guten 2 Wochen ein besonderer, nichtdestotrotz sich alljährlich wiederholender Ausnahmezustand- das Oktoberfest hinterlässt seine Spuren. Auch bei vielen Patienten, die die eine oder andere Mass pflichtgemäß oder vergnügungssüchtig konsumieren. Für uns immer wieder Gelegenheit, die gesundheitlichen Wirkung von Alkohol, hier: Bier deutlich zu machen.
Grundsätzlich hat jede Form von Alkohol eine erhitzende Wirkung. Sie merken das am “Nachdurst”, der mitunter zunehmenden Redseligkeit, vielleicht auch am Hunger, Sodbrennen.  Zudem verstärkt Alkohol die Feuchtigkeit im energetischen System- mit der Folge eines benebelten Geistes und einem dicken Kopf, auch von Übelkeit , Durchfall und Erbrechen. Bis hin zur völligen Geistes- Verstandes- und Bewusstlosigkeit.

Bier hat gegenüber anderen alkoholischen Getränken einen kleinen Vorteil, was die energetischen Wirkungen betrifft- die bekannterweise wie immer Vor-und Nachteile haben: Durch den Anteil an Hopfen und dem etwas bitteren Geschmack kommt eine leicht kühlende und trocknende Wirkung dazu- ein nur relativer Ausgleich, mengenabhängig ….
Wenn Sie nun also die Wies’n genießen wollen: energetisch ungünstig ist der Bierkonsum für diejenigen unter Ihnen, die unter Feuchtigkeits-Problemen leiden. Häufig sind diese zu erkennen an einem dicken Zungenbelag und/oder einer gedunsenen Zunge. Vielleicht doch lieber Alkoholfreies oder Radler?
Um die Leber nach dieser belastenden Zeit zu entschlacken, kann ich Ihnen übrigens auch das “Frühlings-Entschlackungs-Tonikum für die Leber” empfehlen, für 10-14 Tage täglich einen Beutel. Sie bekommen diese “Kur” in der Schützen-Apotheke (www.schuetzenapotheke.com)

Werden die Augen schlechter?

Irgendwie habe ich es schon geahnt – die Erfindung des Smartphone wird auch Folgen für die Gesundheit der Menschen haben. Nicht nur auf die geplagten Hälse, die in letztlich unnatürlicher Konstanz in Richtung Beine gebeugt sind – wo das Smartphone gehalten wird. Stundenlang. Die Halsmuskeln verspannen sich, irgendwann leiden auch die Knochen und Gelenke in diesem sensiblen Bereich, in dem der meist ziemlich schwere Kopf auf dem Rumpf balanciert wird. Nun habe ich von einer Studie gelesen, die mich erschrocken hat: ‚Laut der Untersuchung der Marktforschungsfirma OnePoll im Auftrag der Optikerkette Scrivens hat sich in Grossbritannien der Anteil unter den 13- bis 16-Jährigen, die eine Sehschwäche korrigieren müssen, von 20 Prozent im Jahr 2012 auf 35 Prozent im vorigen Jahr fast verdoppelt. Bei Zwei Dritteln dieser Jugendlichen lautete die Diagnose demnach auf Kurzsichtigkeit. Befragt wurden im Rahmen der Studie 2000 britische Erwachsene.‘(heise online). Diese Studie ist natürlich ein Einzelergebnis, aber es macht nachdenklich…


Zu vermuten ist, dass dies mit der enorm angestiegenen Bildschirmzeit zusammenhängt – neben der ebenfalls wenig abwechslungsreichen Tätigkeit an Monitoren und Fernsehern führt die immer gleichbleibende Entfernung der Augen vom ‚Objekt‘ zu ihrer Übermüdung, zu Wahrnehmungsstörungen und eben zu Kurzsichtigkeit. Die Augen werden durch Muskeln gesteuert und an wechselnde Entfernungen angepasst (Akkommodation)und somit trainiert. Entfällt dieser immer wieder wechselnde Trainingsimpuls, erschlaffen die Augenmuskeln, möglicherweise auch auf Dauer. Aus TCM-Sicht ist dies übrigens auch ein Leber-Problem, das sich auch in Anspannung und Gereiztheit bemerkbar machen kann.


Was können Sie tun?


Brille? Lasern? Es gibt auch spezielle Augenmuskelübungen….auf alle Fälle sollten Sie oder Ihre Kinder auch mal woanders hinschauen als auf grosse oder kleine Bildschirme. In der TCM gibt es die Möglichkeit der Akupunktur besonders bei Menschen unter 20 Jahren und bei Kurzsichtigkeit. Oder auch die Augen-Akupunktur n.Boell, bei der in Behandlungsserien verschieden Punkte am Körper (nicht in den Augen!) behandelt werden. Fragen Sie bei uns nach!

Quelle: August-Newsletter aus der TCM-Praxis Noll

Fragen zur gesunden Ernährung

die WHO warnt gelegentlich vor Fleischkonsum. Insbesondere Wurst, aber auch rotes Fleisch steht nun unter dem Verdacht Krebs zu verursachen. Einige Tage später kam die Relativierung: die Menge ist entscheidend! Und da sind wir schon wieder bei einem meiner beliebtesten Zitate von Paracelsus: ‚Ein jedes Ding ist Gift, allein die Dosis machts!‘ Das tägliche Essen ist eben nicht nur Aufnahme von Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien, Kalorien, Wasser und ‚Baustoffen‘ jeder Art, sondern ist abgestimmt auf die Bedürfnisse eines jeden Einzelnen. Die Bedürfnisse und somit auch der Bedarf ändern sich: ein Kind benötigt andere Substanzen/Energien als ein 80jähriger, eine Schwangere anderes als ein Leistungssportler, ein ‚Bürohocker‘ braucht eine andere Nahrung als ein Bauarbeiter. Im Sommer gelüstet es uns nicht nach (erwärmenden) Zimtkeksen, im Winter nicht nach Speiseeis oder Salaten. Ob ein Nahrungsmittel gesund oder schädlich ist – entscheidet die Menge und das ‚Milieu‘, auf das es trifft. Viele unsere PatientInnen essen brav das als so gesund geltende Müsli jeden Morgen und wundern sich, dass sie unter Blähungen und Völlegefühlen leiden. So etwas schwer verdauliches wie ungekochte Körner brauchen nun einmal eine kräftige Magen-Darm-Funktion, wenn diese nicht ausreicht, gibt es unangenehme Stockungen. Die Alternative wäre da z.B. gekochte Haferflockensuppe oder eine kräftige Suppe wie unten aufgeführt. Die Nahrung sollte auch nicht zum Objekt von Glaubensgrundsätzen werden- immerhin lebt der Mensch wie jedes Tier und auch jede Pflanze von dem, was die Umwelt bereitstellt. Einschränkung kann durchaus nützlich sein, wenn es um Reinigung körperlicher oder auch seelischer Art geht. Der Erhalt des kostbaren Gutes Leben und Gesundheit erfordert jedoch einen durchaus ‚egoistischen‘ Umgang mit der Zufuhr von Baustoffen- auf alle Fälle eine tägliche aufmerksame Beachtung. Gesundes Essen? Ja, aber die Massstäbe für das ‚Gesunde‘ sind nicht für alle Menschen gleich. Das ist das Problem bei mehr oder weniger standardisierten Diäten – das Weglassen von ‚Bausteinen des Lebens‘ muss durch das Hinzufügen von anderen Substanzen ausgeglichen werden. Der Verzicht auf Fleisch/Fisch etc. muss z.B. durch Eiweisszufuhr über Milchprodukte (Vorsicht: Verschleimung) und/oder Hülsenfrüchte (Vorsicht: Verdaulichkeit) ausgeglichen werden. Sonst kommt es mittel- und langfristig zu gesundheitlichen Problemen. Falls Sie konkrete Fragen zu der für SIE richtigen Ernährung haben- fragen Sie uns! Gerade nach Puls- und Zungendiagnose können wir Ihnen dann gezielte Hinweise geben!

Über Kraftsuppen und -Brühen

Eine Kraftsuppe ist das beste, was Sie sich jetzt in der kalten Jahreszeit antun können. Unabhängig von den Bestandteilen – sie wird vor allem lange gekocht , und die verkochten oder noch festen Bestandteile werden abgeseiht und nicht verzehrt. Kraftbrühen haben eine sehr aufbauende und erwärmende Wirkung und sind daher besonders bei Schwächezuständen oder in den kühleren Jahreszeiten empfehlenswert.

Gemüsekraftbrühe: Möhren, Kürbis, Kartoffeln, Kohlsorten, Bohnen, Fenchel , Sellerieknolle, Pastinaken, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Liebstöckel, Algen, lngwer, Wacholderbeeren, Pfeffer, Lorbeerblätter, Salz 4 Stunden köcheln und durch ein Tuch abseihen, zum Schluss mit (frischen) Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Oregano oder Rosmarin abÂ-schmecken. Die so hergestellte Kraftbrühe kann alleine ais Brühe, mit etwas klein geschnittenem Gemüse, Getreide/ Nudeln und Kräutern als Suppe oder als Grundlage für weitere Gerichte verwendet werden und kann nach dem Abkühlen mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. So eine Suppe stärkt Qi und Blut, hilft bei Yang-Mange!, insbesondere im Winter.

Kraftbrühe mit Fleisch: Zur Herstellung einer Fleischkraftbrühe wird eine kleine Menge Fleisch verwendet. Fleischkraftbrühe wirkt noch aufbauender und wärmender als eine Gemüsekraftbrühe, daher ist im Sommer oder bei Hitze-Typen Vorsicht geboten. Obwohl alle Fleischsorten sich zur Herstellung einer Brühe eignen, werden Knochen auch besonders gerne verwendet, insbesondere um die Nieren aufzubauen. (Siehe unten!) Die Auswahl der Fleischart erfolgt nach TCM-Kriterien und – Diagnose.
Kraftbrühe mit Fisch: Zur Herstellung einer Fischbrühe werden Fischreste verwendet, also Fischköpfe (ohne Kiemen), Flossen, Graten und Haut. Diese Brühe wird im Allgemeinen nicht so lange gekocht wie die Gemüse- oder Fleischbrühe. Fisch hat oft eine entwässernde Wirkung. Zusätzlich stärkt Fisch die Mitte (Milz und Magen).

Knochensuppe
Eine interessante Ernährungsergänzung- nicht nur bei Knochenproblemen

In verschiedene Kulturen der ganzen Welt gilt die Brühe von Knochen als eine gesunde Basis und einfach umzusetzendes Arzneimittel. Die Suppe kann nach Belieben verfeinert werden, als Basis für komplexe und schmackhafte Gerichte dienen oder pur getrunken werden. Sie zählt als ‚altes Hausmittel‘ wird aber auch in orthopädischen Kliniken Chinas als wesentlicher- wenn nicht ausschlaggebender- Teil des Behandlungskonzeptes gesehen. Durch die lange Kochzeit der Knochen lösen sich viele kraftfördernde (‚tonisierende‘), blutbildende und vor allem den Knochen und das Bindegewebe nährende Bestandteile heraus.:
Hauptbestandteil einer Knochen-Brühe sind Knochenmark, Knorpel, wichtige Aminosäuren, Kollagen/Gelatine und Mineralien wie Calcium, Phosphor und Magnesium.
Besonders das rote Knochenmark (eher in flachen Knochen und in den körpernahen Enden der langen Knochen zu finden und für die Bildung von myeloischen und lymphatischen Stammzellen nötig) ist als immunstärkende Quelle wichtig. Knorpel enthält verschiedene Bestandteile, die u.a. auch für die Senkung der Cholesterinwerte und bei Herzinfarkten eine Rolle spielen sollen. Degenerative und entzündliche Gelenkerkrankungen sowie entzündliche Prozesse des Magen-Darm-Trakts lassen sich ebenfalls mit besonders viel (gelenknahem) Knorpel lindern. Entsprechend sollte man knorpelreiches Fleisch wie Knöchel des Rinds, Hühnerfüsse, Luftröhre und Rippen nehmen.
Die Aminosäure Glycin ist wichtig für die Blutbildung, Herstellung anderer Aminosäuren und Glucose und verbessert die Magensäurensekretion und Wundheilung. Prolin ist an der Kollagenbildung beteiligt und stärkt so Knochen, Haut, Sehnen, Bänder und Knorpel.
Gelatine (hydrolisiertes Kollagen) in einer aus Knochen hergestellten Brühe ist wesentlich nahrhafter als das bekannte Fertig-Produkt. Viele Probleme die mit schlechter Wundheilung zusammenhängen (wie auch Zahnfleischbluten oder Entzündungen des Magen-Darm-Trakts) können durch Gelatine in der Ernährung gebessert werden. Ausserdem wird die Eiweissverwertung erhöht (bessere Aufnahme der Proteine) und die Bildung und Reparatur von Knochen und Knorpeln verstärkt.
Wie wichtig Mineralien für die Funktionsfähigkeit unseres Körpers sind, wissen wir. Durch das Auskochen der Knochen entstehen vor allem Calcium und Phosphor. Ersteres wird nicht nur für gesunde Knochen benötigt, auch Muskeltätigkeit, Blutgerinnung und Nervenleitung werden unterstützt. Phosphor hat viele intrazelluläre Aufgaben und ist ein Energielieferant.

Zubereitung:
Sehr wichtig für die Zubereitung einer Knochensuppe- oder Brühe ist die Verwendung von Bio-Fleisch. Eine biologische Ernährung des geschlachteten Tieres muss sichergestellt sein, da sich ansonsten u.a. gesundheitsschädliches Blei in den Knochen ablagern kann.
Genutzt werden können die Knochen von Geflügel, Rind, Lamm (Achtung, energetisch recht heiss) oder auch Fisch. Die Knochen sollten auf eine Länge von etwa drei Zentimeter zerkleinert und in einem Suppentopf mit kaltem Wasser bedeckt werden. Wichtig ist auch die Zugabe von etwas Essig (1-2 El pro Kg Knochen), da die Säure hilft, die Mineralien und Nährstoffe aus dem Knochen zu lösen. Die Brühe zum Kochen bringen, abgiessen und den Schaum mit warmen Wasser abspülen. Dann mit lauwarmen Wasser neu ansetzen und auf niedrigerer Stufe mindestens 8 Stunden (im Schnellkochtopf vier) köcheln lassen. Darauf achten, dass das Wasser nicht zu sehr verdampft, bei Bedarf warmes Wasser nachgeben. Nach dem Erkalten das ausgehärtete Fett abnehmen, die entstandene Brühe in Portionen aufteilen und kalt stellen. So ist sie 3-5 Tage haltbar.
Um die Brühe zu bereichern sollten bereits zum Kochvorgang noch verschiedene Gemüse (vor allem Wurzelgemüse wie Sellerie, Möhren oder auch schwarze Bohnen) und Gewürze/Kräuter (Petersilie, Zwiebel, etc.) hinzu gegeben werden. Die Zugabe von chinesischen Kräutern ist oft empfehlenswert, lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten für Chinesische Medizin beraten!

Autor: Andreas Noll

Yoga in München – auch Einzelunterricht

Für ein glückliches Leben steht neben einem gesunden und ausgeglichenen Körper auch deine emotionale Gesundheit, die du durch körperliche und seelische Arbeit gewinnst.

Mit Yoga gehst du neue Wege, lernst dich selber, deinen Körper, verborgene Ecken deines Herzens kennen, lernst deiner inneren Kraft zu vertrauen.
Eine schweisstreibender Vinyasa Flow und tiefe Yin Yoga Praxis öffnen dich.
Deine innere Strahlung und Fülle verändern die Welt um dich.
Dein Glück verändert die ganze Welt.

Wer bin ich?
Ich bin Darya, Schülerin von Regina Gambarte (YamYoga München). Seit 2015 unterrichte ich Vinyasa Flow Yoga in München für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Niveaus.
Meine Verhältnisse mit eigenem Körper haben mich durch alle mögliche Tiefen und Höhen zu diesem Weg der Selbsterkenntnis und harter Arbeit geführt. Heutzutage habe ich meinen Körper zu meinem Freund gemacht. Und jetzt neben täglicher Yogapraxis und Tango bereiten wir uns für Halbmarathon vor.
Ich liebe es kraftvoll, heiss und lustig, und das gebe ich im Yogaunterricht meinen Schüler weiter.

Für all das stehe ich dir gerne für Einzelunterricht im geschütztem Raum zur Verfügung.
darya@posteo.de +49 (0) 1639346829

Workshop – Kochen nach den Fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin

Am Fr 8.6.2018 haben Sie von 17:00 bis 21:00 Gelegenheit zusammen mit Stephanie Steinegger, Fünf-Elemente-Ernährungsberaterin und Begleitende Kinesiologin, nach Fünf-Elemente-Rezepten zu kochen.

Gemeinsam wird ein Fünf-Elemente-Menü zubereitet. Entdecken Sie, wieviel Kreativität dabei frei wird. Bekanntes und Neues verbinden sich zu einem entspannten Mittagessen.

Im Mittelpunkt stehen einfache, wohlschmeckende Gerichte, die sich leicht mit regionalem Obst und Gemüse der Saison zubereiten lassen. Das Kochen nach den Fünf-Elementen lässt sich für jeden Geschmack individuell gestalten, frei nach dem Motto: schlank bleiben und genießen.

Es bleibt Zeit für Fragen und es gibt jede Menge Tipps zur praktischen Umsetzung im Alltag, damit Kochen auch dann Spaß macht, wenn der volle Terminkalender wenig Spielraum lässt.

Bitte bei der Anmeldung eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten mitteilen!

Ort: SaniPep Gesundheitszentrum
Charles-de-Gaulle-Str. 6 (EG)
81737 München
Datum: Fr 8.6.2018
Uhrzeit: 17:00 – 21:00
Preis: 80,- Euro pro Pers. incl. Lebensmittel und Getränke
Teilnehmerzahl: 3-6 Teilnehmer

Anmeldung und Information:
Stephanie Steinegger, Tel. 089 / 12 22 33 60
info@steinegger-muenchen.de /

Die Heuschnupfenzeit ist da….

Heuschnupfen in allen seinen Varianten, von allergischer Rhinits über Augenbrennen bis hin zum allergischen Asthma, beruht nach Vorstellungen der westlichen Medizin auf einer übermässigen, falschen und somit allergischen Reaktion des Immunsystems auf Pollen in den oberen Atemwegen. Nase, Rachenraum und Bronchien sind als “Grenzflächen” am häufigsten betroffen. Auch die Augen und seltener die Ohren können von der allergischen Überreaktion betroffen sein.

Die westliche Medizindiagnostik ergründet die Allergene, also bestimmte Stoffe auf der Pollenoberfläche, auf die der Körper allergisch reagiert und versucht den Körper an diese Antigene in einem Prozess der Desensibilisierung zu gewöhnen. Diese Therapie führt man in der allergiefreien Zeit durch. Es gibt aber viele Patienten die trotz jahrelanger, nicht risikofreier Desensibilisierungstherapie weiterhin an Heuschnupfen oder allergischem Asthma leiden.
Die Chinesische Medizin hat andere Ansätze: die Symptome werden als “Wind-Erkrankung” betrachtet. Die Lunge und die Verdauungsorgane, die Milz, sind geschwächt. Daraus resultiert eine besondere “Schwäche des Systems” mit einer Sensibilität dieser eigentlich harmlosen Pollen. Das Auftreten im Frühling und besonders die Augenprobleme weisen aus TCM-Sicht auf eine Beteiligung der Leber, also auch emotionaler Faktoren wie Anspannung und Stress hin.
Von diesem Vorstellung ausgehend, stärkt man das geschwächte Milz System, die Lunge und die Leber in erster Linie mit Akupunktur und leitet zudem eventuelle überschüssige Energie ab, die durch die allergische Reaktion z.B. an den Nasenschleimhäuten entsteht.

Die TCM kann sehr gut in der akuten Phase die Beschwerden lindern und die Allergiebereitschaft reduzieren. Wichtig ist aber die Stärkung und Regulierung des Immunsystems in der allergiefreien Zeit!

Wann und wie welche Methode?
Die Akupunktur ist die Methode der Wahl, um zu stärken und Blockaden aufzulösen. Dies geschieht bei Erwachsenen in der Regel mit feinen Nadeln. Bei Kindern oder auch bei sehr sensiblen Menschen ist der Softlaser, die “Laserneedle” optimal. Die Behandlung ist völlig schmerzlos und dennoch können über die energiereichen Laserimpulse die Akupunkturpunkte bis ca. 3cm unter die Haut damit erreicht werden. Die Akupunktur sollte -in welcher Form auch immer- 1x/Woche vorbeugend erfolgen, zumindest über 10 Behandlungen. In der akuten Zeit -also meist März-April- sind ggf. häufigere Behandlungen notwendig- abhängig von eventuell noch auftretenden Beschwerden.
Die Wärmebehandlung mit der Moxibustion dient vor allem der Stärkung bei ausgesprochenen Frostbeulen- meist mit Punkten am Rücken. Auch die Selbstbehandlung ist damit möglich- wenn Sie über ausreichende Lüftungsmöglichkeiten zu Hause verfügen….
Gerade zur Vorbeugung hat sich die Eigenblutbehandlung als einfach und effektiv erwiesen. Hierbei wird wenig Blut aus der Ellenbeuge mit einer Spritze entnommen und danach gleich wieder in den Gesässmuskel injiziert. Die Vorstellung dabei ist, dass der Körper dann wieder in einen Lernprozess im Umgang mit Allergenen kommt. Die Eigenblutbehandlung sollte auch 1x/Woche vor der Allergiezeit geschehen.
In der akuten Zeit, wenn die Beschwerden richtig plagen, können wir in der Praxis diese Pathogene ausleiten: neben der Akupunktur mit Schröpfen/Schröpfmassage und der Schabemethode Guasha. Diese beiden Methoden der Chinesischen Medizin können aber auch in Frage kommen, wenn sich z.B. bei der Zungendiagnose zeigt, dass alte, versteckte und nicht 100%ig ausgeheilte Pathogene (=Infekte) das Immunsystem irritieren.
Chinesische Heilkräuter-Rezepturen können wir sowohl zur Vorbeugung als auch zur Akutbehandlung für Sie zusammenstellen- abhängig von Ihrer ganz konkreten energetischen Situation. Diese Heilkräuter werden entweder als Tee eingenommen oder auch in der Akutphase inhaliert.

Auf den Punkt gebracht: aus aktuellem Anlass wieder Dickdarm 4 – der “Loslasser”

Wenige Akupunkturpunkte werden so häufig genutzt wie dieser Punkt, der zwischen Daumen und Zeigefingern liegt und zudem sehr gut und effektiv mit Akupressur selbst behandelt werden kann.

Dieser 4. Punkt auf der am Zeigefinger beginnenden und an der Nase endenden Dickdarm-Leitbahn hat ein breites Wirkungsspektrum und gerade jetzt in der bald beginnenden kühleren Jahreszeit und der Übergangsphase zum Winter: Infekte und Beschwerden im Gesichtsbereich von Schnupfen, verstopfter Nase, Stirnkopfschmerz und Nasennebenhöhlen-Entzündungen. Aber auch bei chronischen, verschleppten Infekten wirkt “Hegu” ausleitend und so das Immunsystem stärkend.

In der TCM gilt er als der “grosse Öffner”, der so nicht nur bei der Ausleitung die Hautporen öffnet/schliesst (Schwitzen regulierend) und den Stuhlgang erleichtert. Auch auf der seelischen Ebene ist er der “Loslasser”, wenn Probleme und Sorgen das Denken und Fühlen übermässig blockieren.

In unserer Praxis wird “Hegu” kaum alleine genutzt, sondern kann mit vielen anderen Punkten kombiniert werden, um seine Wirkung zu fokussieren und zu verstärken:

+ Dickdarm 11 am Ellenbogen bei eitrigen Prozessen in Haut, Nase und Gesicht
+ Leber 3 am Fussrücken bei Anspannung und emotionalen Blockaden
+ Niere 7 an der Achillessehne bei Störungen der Schweissproduktion
+ Magen 41 am Fussgelenk bei Zahn-Mundproblemen, evtl. begleitend zur Zahnarzt-Behandlung
+ Dickdarm 7 am Unterarm bei Beschwerden im Schultergelenk

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese “Energie-Höhlen” in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Bewegung

Ideen zur Bewegung
– Jede Form von Bewegung ist nützlich, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit.
– Körperliche Aktivität dient der Vorbeugung und Selbst-Behandlung – vor allem dem Wohlbefinden.
– Bewegung/Sport sollen Spass machen – es kommt nicht auf Leistung an
– Bewegung hilft erwiesenermassen bei chronischen Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Kreislaufstörungen, seelische Verstimmungen, Übergewicht und vielen gynäkologischen Problemen
– Sport jedweder Art sollte 2-3x/Woche für 30-60 Minuten fest eingeplant werden
– Man sollte sich nach dem Sport besser fühlen als vorher
– Bewegung ist ein langfristiges Konzept – von der Schul- bis in die Seniorenzeit
– Bei Beschwerden einen ‚Gang‘ zurückschalten – vor allem bei Knochen-/Gelenkproblemen
– Nicht jeder Sport ist für jeden gut
– Etwas Selbstdisziplin ist notwendig – Ihr ständiger Begleiter ist der ‚innere Schweinehund‘

Und was ist für Sie das Richtige?

Haben Sie zur Zeit:
– wenig Kraft/Qi? Dann sind Übungen wie Taijiquan für Sie geeignet. Sie können aber auch ins Fitness- Studio gehen, um Kraftübungen zu machen.
– gar keine Kraft? Das heisst, fühlen Sie sich ‚kraft- und saftlos‘ und entfalten nur gelegentlich ein ‚Strohfeuer‘ an unruhigen Aktivitäten? Dann widmen Sie sich am besten eher ruhigen Übungen zur Konzentration Ihres Qi mit Yoga und Qigong.
– viel Kraft/Qi, neigen aber zu Blockaden, wie z.B. im Schulter-Nackenbereich oder vor der Menstruationsblutung? Dann sollten Sie besser Ihr Qi durch Ausdauersport (‚Entspannung in Bewegung‘) oder durch Meditationen (Konzentration und Körperbeherrschung) harmonisieren.

Bewegung braucht Ruhepausen
Mässige Bewegung nach Ermüdung ist besser als eine lange Ruhepause.
Bei Muskelkater ist es besser, statt zu ruhen, leichte gymnastische Übungen zu machen.

Nicht zu unterschätzen, wenn der Ehrgeiz zu stark wird, sind die Zeichen dafür, dass man zu viel oder den falschen Sport gemacht hat sind:
– eine lange Erholungsphase ist nach Sport nötig
– die Belastbarkeit verringert sich
– es treten mehr Verletzungen auf
– Motivation und Enthusiasmus sind vermindert
– Depressionen treten auf, auch Unruhe und Aggressionen
– Immunschwäche zeigt sich in erhöhter Infektanfälligkeit
– Verlust oder Verminderung der Libido
– Die Menstruation setzt aus oder wird unregelmässig
– unerklärliche Gewichtszunahme/-abnahme

Vitamin D…..

Vitamin D ist notwendig bei Verkalkungsstörungen des Knochens- das ist die einzige wirklich gesicherte Indikation für eine Zusatz-Medikation- ansonsten gibt es seit einigen Jahren zahlreiche andere Beschwerden, bei denen der Nutzen aber keinesfalls wirklich bewiesen ist, wie bei Depressionen, Krebs, Diabetes, Hypertonie, Multipler Sklerose oder Infektionen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich noch einmal die Bildung von Vitamin D genauer zu betrachten:
Der Körper kann einen kleinen Teil seines Vitamin D-Bedarfs mit Vitamin-D-haltiger Nahrung (fetter Fisch, Leber, Eier) stillen. Genaugenommen ist Vitamin D aber gar kein Vitamin, sondern die Vorstufe eines Hormons. Das bedeutet, dass der Körper den grössten Teil (ca. 90%) an Vitamin D selbst bildet – über die Haut, die Leber und die Nieren, mit Hilfe der Sonne. Im ersten Schritt wird Cholesterin durch die UVB-Strahlung der Sonne auf der Haut zu ‚Cholecalciferol‘ (Calciol) umgewandelt. Diese Form des Vitamin D wird daraufhin in der Leber zu ‚25-Hydroxycholecalciferol‘ (Calcidiol) umgebaut und abgespeichert. Bei Bedarf wird es zur Niere transportiert und dort in seine aktivste Form, dem ‚1,25-Dihydroxycholecalciferol‘ (Calcitriol), umgewandelt.

Um Vitamin D zu produzieren ist also eine wohldosierte, aber direkte Sonnenbestrahlung der Haut wichtig! Flächendeckende Verhüllung der Haut mit Kleidung oder Sonnenschutzcreme ist eigentlich kontraproduktiv. Darüber werden an sonnigen Tagen Vitamin-D-Reserven gebildet, über die der Körper in den Wintermonaten ausreichend versorgt werden kann. Und ein optimaler Vitamin-D-Spiegel ist wichtig, denn Vitamin D ist an sehr vielen Körperprozessen beteiligt. Bekannt ist es zwar vor allem für seine Aufgabe, das Kalzium in die Knochen zu bringen. Es scheint aber auch eine wichtige Funktion für das Immunsystem zu haben: Einerseits aktiviert es das Abwehrsystem um gegen akute Krankheiten zu kämpfen. Andererseits verhindert es laut neuester Forschung, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, so wie es bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungsprozessen der Fall ist.

Sie sehen, mit einer Messung der Blutwerte von Vit.D und der Einnahme von Vit.D-Tabletten ist es nicht getan – Sonnenlicht, die Leber und die Niere sollten Sie auch beachten!