Archiv der Kategorie: Heilpraktiker

Frühstück bei Kältegefühlen (=Yang-Mangel)

Bei einem manifesten Yang-Mangel steht das Kälte-Gefühl im Vordergrund, daher muss die Nahrung unbedingt erwärmend sein. Damit die Patienten morgens in die Gänge kommen, den das Yang steht ja auch für Aktivität und Energie, kann die Bedeutung eines warmen Frühstücks gar nicht überbetont werden. Neben den beim Milz-Qi Mangel empfohlenen Getreidebreien, kommen hier kräftige Suppen und Brühen zum Einsatz. Natürlich ist es unmöglich in der Früh eine aufwendige Suppe vorzubereiten, aber Suppe können ja sehr gut vorgekocht und portionsweise im Kühlschrank aufbewahrt oder auch eingefroren werden.
Die Suppen müssen kräftig und nährend sein, also entweder eine Rinderbrühe, bei der Fleisch, Suppenknochen und Gemüse verwendet werden oder eine Hühnersuppe mit einem alten Suppenhuhn und ebenfalls Gemüse. In China würde man die Knochen des Suppenhuhns, also vor allem die Schenkel, brechen, so dass das enorm nährende Knochenmark in die Suppe kommt. Wichtig ist, dass die Suppen über mehrere Stunden geköchelt werden, das beim Abkühlen entstehende Fett ist abzuschöpfen. Die Suppen sollten ruhig etwas kräftiger gewürzt werden, wer möchte auch mit etwas Pfeffer; Chili sollte nur verwendet werden wenn keine Magen-Hitze (Sodbrennen, viel Durst z.B.) vorliegt.
Diese Suppen können dann entweder mit dem Fleisch oder auch ohne gegessen werden, es sollten jedoch Reis oder Nudeln zugefügt werden, da sonst ja keine Sättigung eintritt. Der Reis kann vorgekocht werden und beim Erwärmen der Suppe zugefügt werden. Als Nudeln würde ich die ganz feinen Suppennudeln empfehlen, die so gut wie keine Kochzeit haben oder eben Instant-Nudeln, die gar nicht gekocht werden müssen.

Wie bei allen Ernährungsempfehlungen gilt auch hier keine mengenmäßige Beschränkung. Diese Suppe kann dann auch portionsweise in die Arbeit mitgenommen werden und eignet sich als Mittagsmahlzeit. Macht man dies jedoch zu häufig, so wird dem Patienten sicher bald die Lust auf Nudelsuppe vergehen, daher plädiere ich für mehr Abwechslung.

Auf den Punkt gebracht: Milz 6 – nicht nur für Frauen!

Es gibt kaum einen Akupunkturpunkt, der so spezifisch für “Frauenprobleme” ist wie Milz 6, der Treffpunkt der 3 Yin-Leitbahnen eine Handbreit über dem Innenknöchel in der Mitte des Unterschenkels gelegen. Er ist meist deutlich druckempfindlich, wenn Sie ihn massieren. Das Zielgebiet von Milz 6 ist die Beckenregion, hier entfaltet er bei vielen gynäkologischen Problemen seine Wirkung: Menstruationsbeschwerden, Gebärmuttersenkung, Blutungen bis hin zu hartnäckigen Pilzinfektionen. Aber auch Mann kann von ihm profitieren: die Stimulation dieses Punktes hat eine hebende Wirkung und kräftigt die Beckenmuskulatur bei sexuellen Schwierigkeiten. Die belebende Wirkung auf den Unterleib ist übrigens nicht erwünscht im Laufe einer Schwangerschaft – erst zur Einleitung der Wehen beim Entbindungstermin wird er von Hebammen häufig genutzt.

Punkt Milz 6 wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Magen 36 zur allgemeinen Kräftigung und zum Anheben des Qi
– Lunge 7 zur Regulierung der Menstruation
– Renmai 6 am Unterbauch bei Senkungen und Durchfällen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese “Energie-Höhlen”14 in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Herbst und Winter- das Bewegung und Immunsystem

Sie hat schon begonnen, die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter, der es so schwierig macht sich richtig und angepasst vor der Witterung zu schützen. Mal ist es kalt, mal wieder fast sommerlich warm. Mal kommt der Schweiß, mal steht man fröstelnd im Regen. Schnell kann man sich eine Erkältung oder einen grippalen Infekt holen. Ein intaktes “Immunsystem” ist jetzt besonders wichtig. Die landläufige Meinung ist, dass Sport den Körper abhärtet und man eher von Infektionen gefeit ist.  Das ist im Prinzip richtig – grundsätzlich stärkt Bewegung die Abwehrkräfte und härtet das Immunsystem ab. Allerdings kommt es dabei auf die richtige Dosis an, denn zu viel Training kann die Abwehr wieder schwächen. Es ist eine Gratwanderung. Sport ist gut, wenn er regelmäßig, mäßig und an die Witterung angepasst betrieben wird. Intensive Intensive Sport-Einheiten oder Wettkämpfe belasten hingegen den Körper und die eigene Körperabwehr eher.
Die Funktion und Aufgabe des Abwehrsystems – in der Chinesischen Medizin Weiqi genannt- ist es, in den Körper eindringende Krankheitserreger als Fremdkörper zu erkennen und sie anschliessend unschädlich zu machen. Ist der Körper geschwächt, kann es passieren, dass der Erreger nicht identifiziert wird und ohne Gegenwehr seine schädliche Wirkung entfalten kann. Derartig verschleppt können dann Infekte als ‚pathogene Faktoren‘ auch jahrelang im Körper verbleiben und ‚Unruhe stiften‘.
Erholungsphasen sind wichtig!
Beim Sport sollte dem Organismus und somit auch dem Immunsystem die Gelegenheit zur Erholung gegeben werden. Nicht nur die Muskeln und Sehnen, auch das Abwehrsystem braucht eine Zeit der Reaktion und Anpassung. Wie lange die Pausen sein sollen, hängt von der Intensität des Trainings ab – aber zumindest ein tag sollte zwischen den einzelnen Trainingseinheiten liegen. Wenn man nicht darauf achten, überlastet sich das Gesamtsystem und es entsteht eine eine Lücke im Immunsystem nach sportlichen Belastungen (Um dem vorzubeugen, ist ausreichend Schlaf und Erholung notwendig).

Eine optimal funktionierende Immunabwehr hängt von verschiedenen Faktoren ab:
– ausreichend Schlaf
– niedriger Stress-Pegel – auch Sport kann hervorragend Stress bereiten und wirkt dann kontraproduktiv!
– Erholungsphasen
– ausgewogene Ernährung – viel gekochtes Essen, Gemüse, Eiweiß und ausreichend Trinken unterstützen das Immunsystem (Suppen!)
– vernünftiger Trainingsplan – ausgewogenes Verhältnis von Training und Regeneration
Falls man doch von einem Infekt erwischt werden sollte, muss man unbedingt auf das Training verzichten und sich auskurieren. Ansonsten riskiert man sogar eine durchaus gefährliche Herzmuskelentzündung. Gerade Virusinfekte sind dann vielleicht nach einer Woche vorbei, aber beschäftigen das Immunsystem manchmal noch Wochen danach – also auch nach einem Schnupfen behutsam wieder ‚einsteigen‘.

Zur Wiesnzeit

In München herrscht die nächsten guten 2 Wochen ein besonderer, nichtdestotrotz sich alljährlich wiederholender Ausnahmezustand- das Oktoberfest hinterlässt seine Spuren. Auch bei vielen Patienten, die die eine oder andere Mass pflichtgemäß oder vergnügungssüchtig konsumieren. Für uns immer wieder Gelegenheit, die gesundheitlichen Wirkung von Alkohol, hier: Bier deutlich zu machen.
Grundsätzlich hat jede Form von Alkohol eine erhitzende Wirkung. Sie merken das am “Nachdurst”, der mitunter zunehmenden Redseligkeit, vielleicht auch am Hunger, Sodbrennen.  Zudem verstärkt Alkohol die Feuchtigkeit im energetischen System- mit der Folge eines benebelten Geistes und einem dicken Kopf, auch von Übelkeit , Durchfall und Erbrechen. Bis hin zur völligen Geistes- Verstandes- und Bewusstlosigkeit.

Bier hat gegenüber anderen alkoholischen Getränken einen kleinen Vorteil, was die energetischen Wirkungen betrifft- die bekannterweise wie immer Vor-und Nachteile haben: Durch den Anteil an Hopfen und dem etwas bitteren Geschmack kommt eine leicht kühlende und trocknende Wirkung dazu- ein nur relativer Ausgleich, mengenabhängig ….
Wenn Sie nun also die Wies’n genießen wollen: energetisch ungünstig ist der Bierkonsum für diejenigen unter Ihnen, die unter Feuchtigkeits-Problemen leiden. Häufig sind diese zu erkennen an einem dicken Zungenbelag und/oder einer gedunsenen Zunge. Vielleicht doch lieber Alkoholfreies oder Radler?
Um die Leber nach dieser belastenden Zeit zu entschlacken, kann ich Ihnen übrigens auch das “Frühlings-Entschlackungs-Tonikum für die Leber” empfehlen, für 10-14 Tage täglich einen Beutel. Sie bekommen diese “Kur” in der Schützen-Apotheke (www.schuetzenapotheke.com)

TCM: Interview-Auszug zu einigen grundsätzlichen Fragen

Frage zur Nutzen-Risiko- Abwägung und Effektivität der TCM:
Zunächst einmal belegt allein die Tatsache, dass die Methoden der Chinesischen Medizin seit nunmehr etwa 2200 Jahren das Wachstum der Bevölkerung auf immerhin 1,3 Milliarden Menschen nicht hat verhindern können, einen gewissen Nutzen, zumindest aber Unschädlichkeit. Aber auch unsere junge westliche Wissenschaft hat in den gerade durchgeführten Akupunkturstudien (GERAC und ART)- die weltweit grössten und allgemeinen Forschungskriterien entsprechenden Studien in diesem Bereich- nachgewiesen, dass Akupunktur besser oder zumindest genauso gut wirkt wie westliche Standardmethoden. Und das sogar bei – wie geschehen- denkbar unfachmännisch ausgeführter ‚Nadelung‘. Wie würden solche Studien erst ausfallen, wenn fundiert ausgebildete Therapeuten behandeln würden?

Was ist aus Ihrer Sicht das Wertvolle an der TCM?
Mit den Methoden der Chinesischen Medizin wie Akupunktur, Moxibustion, Arzneimitteltherapie, Massage, Qigong etc. können eine Vielzahl von Erkrankungen sehr wirkungsvoll behandelt werden. Die besondere Diagnostik (mit Puls- und Zungendiagnose) ermöglicht es viele Störungen von Körper, Geist und Seele miteinander in Verbindung zu bringen, für die die westliche Medizin keine Zusammenhänge kennt. Z.B. eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit dem Magen und vielleicht auch mit dem ‚die Nase voll haben‘ in dem Sinne, dass man ‚ nichts mehr schlucken kann‘. Ein weiterer grosser Vorteil der chinesischen Medizin ist es, dass im Vorfeld einer tatsächlichen Erkrankung und in der Prävention der Neuerkrankung behandelt werden kann. Eine umfassende Behandlung umfasst Ratschläge zur Ernährung, zur Lebensführung und Bewegungsübungen von Qigong bis Wandern.

Welche Vorteile sehen Sie in der Diagnostik der TCM?
Neben der Herstellung von Zusammenhängen bei Symptomen gleichermassen von Körper, Geist und Seele ist die Diagnostik sehr fein und in der Lage, Funktionsstörungen und Disharmonien schon lange vor einer tatsächlichen Erkrankung zu erkennen. Entscheidend für die korrekte Diagnose ist das Befinden des Kranken, nicht die Erhebung scheinbar ‚objektiver‘ Befunde wie beim westlichen Arzt. Wichtig ist, inwiefern der Mensch sich krank fühlt, nicht ob er eine Krankheit hat.

Was zeichnet die TCM in der Therapie aus?
In den Händen eines gut ausgebildeten Therapeuten (Heilpraktiker oder Arzt) sind Akupunktur und Arzneimitteltherapie neben Massage, Diätetik und Bewegungsübungen wirkungsvolle Methoden. Sie wird den jeweiligen Erfordernissen immer aktuell angepasst, es gibt keine ‚Standardtherapie‘. Jeder Patient erhält auf Grundlage der Diagnostik eine eigene, individuelle Rezeptur – entweder in der Kombination von Akupunkturpunkten oder von Heilkräutern oder Übungen.

Für viele gilt die chinesische ‚Kräutermedizin‘ als die Königsdisziplin in der TCM. Bei welchen Krankheitsbildern kann von einer hohen Wirksamkeit ausgegangen werden?
Eigentlich waren Kräutermedizin und Akupunktur in Asien immer zwei eigenständige Therapiemethoden. Erst im letzten Jahrhundert wurde in der VR China die Kräutermedizin bevorzugt – in Abgrenzung zur Akupunktur, die doch aus deren Sicht allzusehr mit ‚ esoterischem Ballast‘ behaftet war und weniger in das System passte. Dieses war anders ausserhalb der VR China.
Akupunktur und Kräutermedizin (besser: Arzneimitteltherapie, denn es kommen auch mineralische und tierische Heilmittel zur Anwendung)sind gleichermassen hoch wirksam. Tiefsitzende chronische Krankheiten wie Psoriasis und Colitis ulzerosa werden bevorzugt zumindest in der Kombination beider Methoden behandelt, wenn nicht mit Arzneimittelrezepturen alleine.

Viele Patienten schwören gerade auf Akupunktur. Welche Krankheiten können damit gut behandelt werden?
Seelische Disharmonien wie Depressionen und Angstzustände reagieren hervorragend auf Akupunkturtherapie, aber auch alle Funktionsstörungen auf der körperlichen Ebene.
Anwendungsbeispiele für die Akupunktur sind Schmerzzustände jeder Art von Kopfschmerzen und Migräne bis hin zur Ischialgie.

Kann die TCM auch bei akuten Krankheiten helfen? Wo liegen generell die Grenzen der TCM
Die Grenzen der Behandlung liegen in der Sorgfaltspflicht des Therapeuten: Wenn es Methoden in der westlichen Medizin gibt, die wirkungsvoller und nebenwirkungsarm sind, zudem noch tatsächlich ‚heilen‘ und nicht nur Symptome verdecken, so ist diesen sicherlich der Vorzug zu geben. Erkrankungen wie Herzinfarkt oder akute Baucherkrankunge, aber auch viele andere mehr – bedürfen sicherlich schulmedizinischer Intervention – wie auch generell parallel zur TCM-Behandlung eine Diagnostik nach der westlichen Medizin gefordert ist. Alleine um bedrohliche Krankheiten auszuschliessen.

Auch wenn mittlerweile die TCM in Deutschland ein hohes Ansehen bei vielen Patienten geniesst, so gibt es dennoch bei der Mehrzahl der Patienten Vorbehalte: zu exotisch, hohes Risiko bei chinesischen Arzneimitteln, wenig sanft (Akupunktur)… Wie kann man das Vertrauen der Patienten in die TCM verbessern?
Durch Wissen – die Chinesische Medizin ist ein erprobtes Heilsystem, das aber sehr komplex aufgebaut ist. Zu lernen ist es daher nicht so einfach und so schnell, aber wenn es beherrscht wird, so ist es eine grosse Bereicherung für Gesundbleiben und -werden. Aber in ihren Grundzügen ist das therapeutische Denken recht einfach und für jeden Patienten nachvollziehbar. Warum man z.B. keine Rohkost essen soll, wenn man eine ‚Frostbeule‘ ist: weil dann die ganze Kraft für die Verdauung gebraucht wird.
Ein grosser Vorteil ist auch, dass der Patient in der TCM Hinweise bekommt für sein Gesundbleiben. Viele therapeutische Strategien lassen sich problemlos langfristig in das tägliche Leben einbauen, und so braucht der ehemals Kranke nur noch sehr selten den aktiven Eingriff des Therapeuten.
Ob die Akupunktur generell zur Kategorie der ‚sanften Medizin‘ gehört, ist sicherlich zu bezweifeln. Aber zum einen gibt es Techniken des nahezu schmerzlosen Stechens, zum anderen lässt der Erfolg das kurze Pieksen schnell vergessen.

Bei blauen Flecken und anderen Begleiterscheinungen von Freizeitaktivitäten…

Die nun etwas wärmere Jahreszeit bringt es mit sich: es drängt uns nach draußen, zum Radfahren, Wandern, ausgedehnteren Spaziergängen oder gar mutigeren Unternehmungen wie Mountainbike oder Klettersteige…. Nicht selten kommt es dabei- gerade in der noch nicht so durchtrainierten Anfangsphase- zu schmerzhaften Blessuren an Haut, Muskeln, Sehnen oder Gelenken.
Was Sie vielleicht noch nicht wussten: Die TCM ist nicht nur für schwerwiegende, chronische Störungen angebracht, sondern verfügt über vielerlei Tipps, Tricks und “Mittelchen” für den Hausgebrauch. So auch hier: Bei akuten (geschlossenen) Verletzungen mit begleitenden Blutergüssen hat sich eine Tinktur aus der TCM bewährt, die von Dr.Zippelius® hergestellt und vertrieben wird: Die Nr. 1 ist für die Anfangsphase, also meist die ersten 1-3 Tage, die Nr. 5 für die darauf folgende Heilungsphase.

Diese Rezepturen beruhen auf einer chinesisch-mongolischen Familientradition, die von einer Ärztefamilie in Chengdu gepflegt wird- ich selber konnte dort auch vor über 20 Jahren in einer Knochenklinik nahezu wunderbare Heilungen sogar von Frakturen ausschließlich mit Kräuterauflagen und gezielter Massage erleben.
In unseren Praxen verwenden wir auch die Original Kräutermischungen aus der Knochenklinik als Okklusivverband z.B. bei Knieschmerzen oder Ellenbogenbeschwerden. Oder das Blaue-Flecken-Spray (n.Noll) aus der Schützen-Apotheke. Optimal ist allerdings immer die Kombination dieser Kräutermischungen mit den Tuina-Spezialmassagen…

Bei Verspannungen lohnt es sich übrigens, 2 Schröpfgläser (Durchmesser 3-5 cm) mit Gummiball zu kaufen (Apotheke, Internet) – mit einem Öl können dann die schmerzhaften Regionen angenehm durchmassiert werden.

Video-Skype-Sprechstunde für Kräuter-Patienten

Gerade für die Sommer- und Urlaubszeit wichtig: wir bieten die Möglichkeit einer Video-Sprechstunde über Skype an. Die Kräuterrezepturen müssen alle 2-4 Wochen an Ihre aktuelle energetische Situation angepasst werden. Nur so erreichen wir mit der ganz speziellen Kombination eine optimale Wirkung für den Heilungsprozess. Gerade für das “Update”, also die Aktualisierung einer Kräuterrezeptur ist häufig das Online-Gespräch und die Zungendiagnose ausreichend – Sie sparen sich die lange Fahrt und müssen dann vielleicht nur jedes 2. Mal persönlich (Pulsdiagnose) in die Praxis kommen.

Sie brauchen dafür
– einen PC oder auch eine Handy mit einer Kamera
– eine normale, gute Internetverbindung
– das Programm ‚Skype‘ (www.skype.de) mit einem Account/Namen
– und einen Termin bei mir. Mein Skype-Name ist ‚nollandreas‘

Die Schilddrüse – ein ganz besondere Steuerzentrum

Seit Jahrzehnten werden Entzündungen, Veränderungen oder Funktionsstörungen der Schilddrüse mit Medikamenten wie L-Thyroxin behandelt. Meist Frauen, Millionen schlucken in Deutschland täglich diese hochwirksamen Hormone. Die langfristig auch erhebliche Nebenwirkungen haben, vor allem aber in ein hochsensibles, fein ausgesteuertes Netzwerk von Hormonen eingreifen.
Nun wurde im unabhängigen “arznei-telegramm” von einer fundierten Studie berichtet: Hintergrund ist, dass bei vielen Menschen einzig und allein auf Grundlage eines erhöhten TSH-Wertes (ein Steuer-Hormon für die Schilddrüse) davon ausgegangen wird, dass Schilddrüsen-Hormone eingenommen werden müssen. Eine Studie mit älteren Patienten ergab nun, dass durch die L-Thyroxin-Einnahme weder ein Einfluss auf Müdigkeit, Lebensqualität und auch Sterblichkeit war definitiv nicht zu beobachten. Die Ergebnisse sprachen eindeutig dagegen, lediglich aufgrund des TSH-Wertes die Schilddrüsen-Hormone eingenommen werden müssen. Auch schulmedizinisch müssen in jedem Fall noch andere Laborwerte hinzugezogen werden – behandeln lassen sich Schilddrüsenunter- und überfunktion übrigens dann sehr gut mit den Methoden der TCM, mit chinesischen Kräutern und Akupunktur. Mehr darüber in meinem kleinen Ratgeber-Büchlein, das ich gerade zusammen mit V.Haslauer geschrieben habe: https://www.naturmed.de/tcmakupunktur/patientenratgeber/einfuehrungsliteratur/27173/hashimoto-ratgeber-traditionelle-chinesische-medizin

Klinische Wirksamkeit von Akupunktur bei Heuschnupfen wissenschaftlich bestätigt

In der Ausgabe der Annals of Internal Medicine vom 19.2.2013 wurden die Ergebnisse der ACUSAR-Studie (Acupuncture in Seasonal Allergic Rhinitis) publiziert. Diese Studie, die 2008 -2011 multizentrisch in Deutschland durchgeführt wurde, bestätigt wissenschaftlich, dass Akupunktur bei Heuschnupfen klinisch signifikante Effekte zeigt – auch im Vergleich zu einer sogenannten Schein-Akupunktur (sham).
In dieser Studie wurden insgesamt 422 randomisierte Patienten mit Gräser- und Birkenpollen-Allergie behandelt: 212 Patienten erhielten Verum-Akupunktur, 102 Patienten Sham (Schein)-Akupunktur und 108 Patienten mit Bedarfsmedikation waren in einer Wartegruppe als Kontrolle. Diese wurden nach 8 Wochen ebenfalls zusätzlich mit Akupunktur behandelt.

Nach 12 Akupunkturbehandlungen innerhalb von 8 Wochen waren die Beschwerden der Patienten in der Akupunktur-Gruppe nicht nur im Vergleich zur Kontrollgruppe, sondern auch im Vergleich zur Scheinakupunktur-Gruppe signifkant geringer. Akupunktur führte zu einer deutlichen und signifikant besseren Lebensqualität und geringerem Bedarf an Antihistaminika.

Diese Ergebnisse deuten auf spezifische Effekte der Akupunktur bei Allergie hin. Dies wurde auch in einer anderen, kürzlich publizierten Studie bei Patienten mit ganzjähriger Rhinitis bestätigt (Choi SM et al. Allergy 2012). Damit scheint die wissenschaftliche Nachweislage (bisher positiv für Schmerztherapien, Übelkeit und einige gynäkologische Krankheiten) auch für die Allergiebehandlung mit Akupunktur gegeben.

Quelle: http://annals.org/article.aspx?articleid=1583578

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der Pressemitteilung
der Charite:
http://epidemiologie.charite.de/aktuelles/aktuelle_meldungen/artikel/detail/akupunktur_lindert_beschwerden_bei_heuschnupfen/

Qi Gong-Kurse in München ab 26.4.2017

Die sanften Bewegungen des Qigong unterstützen den freien Fluss der Lebensenergie (Qi) und damit die Gesundheit. Sie fördern die Entspannung und schenken neue Vitalität.

Qi Gong Kurse in München

Ort: Werkhaus (Mediraum, 1. Stock), Leonrodstr. 19, 80634 München
Zeit: 12 x Mittwoch, 26.04. – 19.07.2017 (Ferien am 7.6.17)

Kurs I : 17:45 – 19:00 Uhr
Dieser Kurs bietet einen Einstieg in das Qigong. Neben der Grundhaltung und einfachen Einzelübungen werden die “Acht Brokate” erlernt. Für Anfänger und Übende mit Vorkenntnissen.

Kurs II: 20:00 – 21:15 Uhr
Dieser Kurs ist für Übende gedacht, die schon Vorkenntnisse im Qigong haben. Bekannte Übungsformen werden wiederholt und vertieft, überdies vervollständigen wir die Yijinjing-Übungen.
Euro 130,- je Kurs (Bezuschussung durch gesetzliche Krankenkassen)

Dr. Martina Darga,  Sinologin und zertifizierte Kursleiterin Qigong, hat sich auf den Daoismus spezialisiert und ist als Dozentin für die SMS, Internationale Gesellschaft für Chinesische Medizin, und die Medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng tätig.

Informationen/Anmeldung unter 089-123 74 54 oder mdarga@web.de www.martina-darga.de