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Über Kraftsuppen und -Brühen

Eine Kraftsuppe ist das beste, was Sie sich jetzt in der kalten Jahreszeit antun können. Unabhängig von den Bestandteilen – sie wird vor allem lange gekocht , und die verkochten oder noch festen Bestandteile werden abgeseiht und nicht verzehrt. Kraftbrühen haben eine sehr aufbauende und erwärmende Wirkung und sind daher besonders bei Schwächezuständen oder in den kühleren Jahreszeiten empfehlenswert.

Gemüsekraftbrühe: Möhren, Kürbis, Kartoffeln, Kohlsorten, Bohnen, Fenchel , Sellerieknolle, Pastinaken, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Liebstöckel, Algen, lngwer, Wacholderbeeren, Pfeffer, Lorbeerblätter, Salz 4 Stunden köcheln und durch ein Tuch abseihen, zum Schluss mit (frischen) Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Oregano oder Rosmarin abÂ-schmecken. Die so hergestellte Kraftbrühe kann alleine ais Brühe, mit etwas klein geschnittenem Gemüse, Getreide/ Nudeln und Kräutern als Suppe oder als Grundlage für weitere Gerichte verwendet werden und kann nach dem Abkühlen mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. So eine Suppe stärkt Qi und Blut, hilft bei Yang-Mange!, insbesondere im Winter.

Kraftbrühe mit Fleisch: Zur Herstellung einer Fleischkraftbrühe wird eine kleine Menge Fleisch verwendet. Fleischkraftbrühe wirkt noch aufbauender und wärmender als eine Gemüsekraftbrühe, daher ist im Sommer oder bei Hitze-Typen Vorsicht geboten. Obwohl alle Fleischsorten sich zur Herstellung einer Brühe eignen, werden Knochen auch besonders gerne verwendet, insbesondere um die Nieren aufzubauen. (Siehe unten!) Die Auswahl der Fleischart erfolgt nach TCM-Kriterien und – Diagnose.
Kraftbrühe mit Fisch: Zur Herstellung einer Fischbrühe werden Fischreste verwendet, also Fischköpfe (ohne Kiemen), Flossen, Graten und Haut. Diese Brühe wird im Allgemeinen nicht so lange gekocht wie die Gemüse- oder Fleischbrühe. Fisch hat oft eine entwässernde Wirkung. Zusätzlich stärkt Fisch die Mitte (Milz und Magen).

Knochensuppe
Eine interessante Ernährungsergänzung- nicht nur bei Knochenproblemen

In verschiedene Kulturen der ganzen Welt gilt die Brühe von Knochen als eine gesunde Basis und einfach umzusetzendes Arzneimittel. Die Suppe kann nach Belieben verfeinert werden, als Basis für komplexe und schmackhafte Gerichte dienen oder pur getrunken werden. Sie zählt als ‚altes Hausmittel‘ wird aber auch in orthopädischen Kliniken Chinas als wesentlicher- wenn nicht ausschlaggebender- Teil des Behandlungskonzeptes gesehen. Durch die lange Kochzeit der Knochen lösen sich viele kraftfördernde (‚tonisierende‘), blutbildende und vor allem den Knochen und das Bindegewebe nährende Bestandteile heraus.:
Hauptbestandteil einer Knochen-Brühe sind Knochenmark, Knorpel, wichtige Aminosäuren, Kollagen/Gelatine und Mineralien wie Calcium, Phosphor und Magnesium.
Besonders das rote Knochenmark (eher in flachen Knochen und in den körpernahen Enden der langen Knochen zu finden und für die Bildung von myeloischen und lymphatischen Stammzellen nötig) ist als immunstärkende Quelle wichtig. Knorpel enthält verschiedene Bestandteile, die u.a. auch für die Senkung der Cholesterinwerte und bei Herzinfarkten eine Rolle spielen sollen. Degenerative und entzündliche Gelenkerkrankungen sowie entzündliche Prozesse des Magen-Darm-Trakts lassen sich ebenfalls mit besonders viel (gelenknahem) Knorpel lindern. Entsprechend sollte man knorpelreiches Fleisch wie Knöchel des Rinds, Hühnerfüsse, Luftröhre und Rippen nehmen.
Die Aminosäure Glycin ist wichtig für die Blutbildung, Herstellung anderer Aminosäuren und Glucose und verbessert die Magensäurensekretion und Wundheilung. Prolin ist an der Kollagenbildung beteiligt und stärkt so Knochen, Haut, Sehnen, Bänder und Knorpel.
Gelatine (hydrolisiertes Kollagen) in einer aus Knochen hergestellten Brühe ist wesentlich nahrhafter als das bekannte Fertig-Produkt. Viele Probleme die mit schlechter Wundheilung zusammenhängen (wie auch Zahnfleischbluten oder Entzündungen des Magen-Darm-Trakts) können durch Gelatine in der Ernährung gebessert werden. Ausserdem wird die Eiweissverwertung erhöht (bessere Aufnahme der Proteine) und die Bildung und Reparatur von Knochen und Knorpeln verstärkt.
Wie wichtig Mineralien für die Funktionsfähigkeit unseres Körpers sind, wissen wir. Durch das Auskochen der Knochen entstehen vor allem Calcium und Phosphor. Ersteres wird nicht nur für gesunde Knochen benötigt, auch Muskeltätigkeit, Blutgerinnung und Nervenleitung werden unterstützt. Phosphor hat viele intrazelluläre Aufgaben und ist ein Energielieferant.

Zubereitung:
Sehr wichtig für die Zubereitung einer Knochensuppe- oder Brühe ist die Verwendung von Bio-Fleisch. Eine biologische Ernährung des geschlachteten Tieres muss sichergestellt sein, da sich ansonsten u.a. gesundheitsschädliches Blei in den Knochen ablagern kann.
Genutzt werden können die Knochen von Geflügel, Rind, Lamm (Achtung, energetisch recht heiss) oder auch Fisch. Die Knochen sollten auf eine Länge von etwa drei Zentimeter zerkleinert und in einem Suppentopf mit kaltem Wasser bedeckt werden. Wichtig ist auch die Zugabe von etwas Essig (1-2 El pro Kg Knochen), da die Säure hilft, die Mineralien und Nährstoffe aus dem Knochen zu lösen. Die Brühe zum Kochen bringen, abgiessen und den Schaum mit warmen Wasser abspülen. Dann mit lauwarmen Wasser neu ansetzen und auf niedrigerer Stufe mindestens 8 Stunden (im Schnellkochtopf vier) köcheln lassen. Darauf achten, dass das Wasser nicht zu sehr verdampft, bei Bedarf warmes Wasser nachgeben. Nach dem Erkalten das ausgehärtete Fett abnehmen, die entstandene Brühe in Portionen aufteilen und kalt stellen. So ist sie 3-5 Tage haltbar.
Um die Brühe zu bereichern sollten bereits zum Kochvorgang noch verschiedene Gemüse (vor allem Wurzelgemüse wie Sellerie, Möhren oder auch schwarze Bohnen) und Gewürze/Kräuter (Petersilie, Zwiebel, etc.) hinzu gegeben werden. Die Zugabe von chinesischen Kräutern ist oft empfehlenswert, lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten für Chinesische Medizin beraten!

Autor: Andreas Noll

Das Gleichgewicht herstellen: Kopfschmerzen und Migräne mit TCM behandeln

Ein Vortrag von Andreas A. Noll am 3.5.2018 um 18.30 Uhr in der Schützen-Apotheke München

Die Chinesische Medizin kann bei vielen gesundheitlichen Problemen helfen. Sie beruht auf jahrtausendelanger Tradition, sowohl in der Volksheilkunde als auch als an Universitäten gelehrte komplexe Heilkunde mit einer umfangreichen diagnostischen und therapeutischen Systematik.

Es ist uns ein Anliegen, die Vorteil der TCM auch für den alltäglichen Gebrauch nutzbar zu machen. Wenn eine gesundheitliche Störung länger andauert, benötigen wir für die gezielte Behandlung die Puls- und Zungendiagnose wie auch eine umfassende Anamnese. Aber bei manchen Problemen können Sie sich mit einfachen Mitteln sehr gut selber helfen. Im diesem Vortrag gebe ich einen Überblick über die Behandlung von Kopfschmerzen in der TCM.

Neues Buch demnächst: TCM-Ratgeber Kopfschmerzen und Migräne

Dieser TCM-Ratgeber vermittelt Ihnen wichtiges Grundwissen über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Kopfschmerzen und Migräne.

Neben den medizinischen Grundlagen von Kopfschmerz-Erkrankungen und Migräne finden Sie in diesem Buch Diagnosehinweise aus der westlichen und chinesischen Medizin. Tipps zur Selbsthilfe und Checklisten zeigen Ihnen, wie Sie Symptome einordnen und im Alltag selbst lindern können – aber auch wo die Grenzen der Selbstbehandlung sind.

Lesen Sie, wie man durch die verschiedenen Methoden der traditionellen chinesischen Medizin, mit Akupunktur und Massagen, Heilkräutern, Ernährung und Bewegung, gezielt Beschwerden im Kopf-Nackenbereich behandeln kann.

Verlag Müller & Steinicke, München, www.naturmed.de

Yoga in München – auch Einzelunterricht

Für ein glückliches Leben steht neben einem gesunden und ausgeglichenen Körper auch deine emotionale Gesundheit, die du durch körperliche und seelische Arbeit gewinnst.

Mit Yoga gehst du neue Wege, lernst dich selber, deinen Körper, verborgene Ecken deines Herzens kennen, lernst deiner inneren Kraft zu vertrauen.
Eine schweisstreibender Vinyasa Flow und tiefe Yin Yoga Praxis öffnen dich.
Deine innere Strahlung und Fülle verändern die Welt um dich.
Dein Glück verändert die ganze Welt.

Wer bin ich?
Ich bin Darya, Schülerin von Regina Gambarte (YamYoga München). Seit 2015 unterrichte ich Vinyasa Flow Yoga in München für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Niveaus.
Meine Verhältnisse mit eigenem Körper haben mich durch alle mögliche Tiefen und Höhen zu diesem Weg der Selbsterkenntnis und harter Arbeit geführt. Heutzutage habe ich meinen Körper zu meinem Freund gemacht. Und jetzt neben täglicher Yogapraxis und Tango bereiten wir uns für Halbmarathon vor.
Ich liebe es kraftvoll, heiss und lustig, und das gebe ich im Yogaunterricht meinen Schüler weiter.

Für all das stehe ich dir gerne für Einzelunterricht im geschütztem Raum zur Verfügung.
darya@posteo.de +49 (0) 1639346829

Workshop – Kochen nach den Fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin

Am Fr 8.6.2018 haben Sie von 17:00 bis 21:00 Gelegenheit zusammen mit Stephanie Steinegger, Fünf-Elemente-Ernährungsberaterin und Begleitende Kinesiologin, nach Fünf-Elemente-Rezepten zu kochen.

Gemeinsam wird ein Fünf-Elemente-Menü zubereitet. Entdecken Sie, wieviel Kreativität dabei frei wird. Bekanntes und Neues verbinden sich zu einem entspannten Mittagessen.

Im Mittelpunkt stehen einfache, wohlschmeckende Gerichte, die sich leicht mit regionalem Obst und Gemüse der Saison zubereiten lassen. Das Kochen nach den Fünf-Elementen lässt sich für jeden Geschmack individuell gestalten, frei nach dem Motto: schlank bleiben und genießen.

Es bleibt Zeit für Fragen und es gibt jede Menge Tipps zur praktischen Umsetzung im Alltag, damit Kochen auch dann Spaß macht, wenn der volle Terminkalender wenig Spielraum lässt.

Bitte bei der Anmeldung eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten mitteilen!

Ort: SaniPep Gesundheitszentrum
Charles-de-Gaulle-Str. 6 (EG)
81737 München
Datum: Fr 8.6.2018
Uhrzeit: 17:00 – 21:00
Preis: 80,- Euro pro Pers. incl. Lebensmittel und Getränke
Teilnehmerzahl: 3-6 Teilnehmer

Anmeldung und Information:
Stephanie Steinegger, Tel. 089 / 12 22 33 60
info@steinegger-muenchen.de /

Die Heuschnupfenzeit ist da….

Heuschnupfen in allen seinen Varianten, von allergischer Rhinits über Augenbrennen bis hin zum allergischen Asthma, beruht nach Vorstellungen der westlichen Medizin auf einer übermässigen, falschen und somit allergischen Reaktion des Immunsystems auf Pollen in den oberen Atemwegen. Nase, Rachenraum und Bronchien sind als „Grenzflächen“ am häufigsten betroffen. Auch die Augen und seltener die Ohren können von der allergischen Überreaktion betroffen sein.

Die westliche Medizindiagnostik ergründet die Allergene, also bestimmte Stoffe auf der Pollenoberfläche, auf die der Körper allergisch reagiert und versucht den Körper an diese Antigene in einem Prozess der Desensibilisierung zu gewöhnen. Diese Therapie führt man in der allergiefreien Zeit durch. Es gibt aber viele Patienten die trotz jahrelanger, nicht risikofreier Desensibilisierungstherapie weiterhin an Heuschnupfen oder allergischem Asthma leiden.
Die Chinesische Medizin hat andere Ansätze: die Symptome werden als „Wind-Erkrankung“ betrachtet. Die Lunge und die Verdauungsorgane, die Milz, sind geschwächt. Daraus resultiert eine besondere „Schwäche des Systems“ mit einer Sensibilität dieser eigentlich harmlosen Pollen. Das Auftreten im Frühling und besonders die Augenprobleme weisen aus TCM-Sicht auf eine Beteiligung der Leber, also auch emotionaler Faktoren wie Anspannung und Stress hin.
Von diesem Vorstellung ausgehend, stärkt man das geschwächte Milz System, die Lunge und die Leber in erster Linie mit Akupunktur und leitet zudem eventuelle überschüssige Energie ab, die durch die allergische Reaktion z.B. an den Nasenschleimhäuten entsteht.

Die TCM kann sehr gut in der akuten Phase die Beschwerden lindern und die Allergiebereitschaft reduzieren. Wichtig ist aber die Stärkung und Regulierung des Immunsystems in der allergiefreien Zeit!

Wann und wie welche Methode?
Die Akupunktur ist die Methode der Wahl, um zu stärken und Blockaden aufzulösen. Dies geschieht bei Erwachsenen in der Regel mit feinen Nadeln. Bei Kindern oder auch bei sehr sensiblen Menschen ist der Softlaser, die „Laserneedle“ optimal. Die Behandlung ist völlig schmerzlos und dennoch können über die energiereichen Laserimpulse die Akupunkturpunkte bis ca. 3cm unter die Haut damit erreicht werden. Die Akupunktur sollte -in welcher Form auch immer- 1x/Woche vorbeugend erfolgen, zumindest über 10 Behandlungen. In der akuten Zeit -also meist März-April- sind ggf. häufigere Behandlungen notwendig- abhängig von eventuell noch auftretenden Beschwerden.
Die Wärmebehandlung mit der Moxibustion dient vor allem der Stärkung bei ausgesprochenen Frostbeulen- meist mit Punkten am Rücken. Auch die Selbstbehandlung ist damit möglich- wenn Sie über ausreichende Lüftungsmöglichkeiten zu Hause verfügen….
Gerade zur Vorbeugung hat sich die Eigenblutbehandlung als einfach und effektiv erwiesen. Hierbei wird wenig Blut aus der Ellenbeuge mit einer Spritze entnommen und danach gleich wieder in den Gesässmuskel injiziert. Die Vorstellung dabei ist, dass der Körper dann wieder in einen Lernprozess im Umgang mit Allergenen kommt. Die Eigenblutbehandlung sollte auch 1x/Woche vor der Allergiezeit geschehen.
In der akuten Zeit, wenn die Beschwerden richtig plagen, können wir in der Praxis diese Pathogene ausleiten: neben der Akupunktur mit Schröpfen/Schröpfmassage und der Schabemethode Guasha. Diese beiden Methoden der Chinesischen Medizin können aber auch in Frage kommen, wenn sich z.B. bei der Zungendiagnose zeigt, dass alte, versteckte und nicht 100%ig ausgeheilte Pathogene (=Infekte) das Immunsystem irritieren.
Chinesische Heilkräuter-Rezepturen können wir sowohl zur Vorbeugung als auch zur Akutbehandlung für Sie zusammenstellen- abhängig von Ihrer ganz konkreten energetischen Situation. Diese Heilkräuter werden entweder als Tee eingenommen oder auch in der Akutphase inhaliert.

Felice Dunas | Philip Goldberg: Chinesische Liebesgeheimnisse

Felice Dunas, eine Expertin der chinesischen Medizin und Akupunktur aus den USA verrät chinesische Liebesgeheimnisse des alten Chinas.

Schon damals wussten die Gelehrten die Geheimnisse der sexuellen Aktivität des Menschen: Sie regt die Funktion der Organe an, stärkt das Immunsystem, fördert die seelische Harmonie und bringt dem Menschen innere Ausgeglichenheit und körperliches Wohlbefinden.
Felice Dunas stellt diese fundierten Kenntnissen dieser Heilmethode äußerst lebendig und absolut seriös in ihrem Buch dar.
Die Autorin ist einem breiten Fachpublikum in Deutschland und USA durch ihre Vorträge bekannt und zählt in USA zu den Spezialisten auf diesem Gebiet.
Lernen Sie, wie Sexualität Ihrer Gesundheit hilft.

 

Hinweis: Da wir des Öfteren gefragt werden, welche Bücher wir rund um die Chinesische Medizin empfehlen können, haben wir uns entschlossen, einige Bücher vorzustellen.
Die Rezensionen entnehmen wir dem Fachbuchvertrieb naturmed www.naturmed.de .
Hier können Sie auch alle Bücher direkt bestellen.

Auf den Punkt gebracht: aus aktuellem Anlass wieder Dickdarm 4 – der „Loslasser“

Wenige Akupunkturpunkte werden so häufig genutzt wie dieser Punkt, der zwischen Daumen und Zeigefingern liegt und zudem sehr gut und effektiv mit Akupressur selbst behandelt werden kann.

Dieser 4. Punkt auf der am Zeigefinger beginnenden und an der Nase endenden Dickdarm-Leitbahn hat ein breites Wirkungsspektrum und gerade jetzt in der bald beginnenden kühleren Jahreszeit und der Übergangsphase zum Winter: Infekte und Beschwerden im Gesichtsbereich von Schnupfen, verstopfter Nase, Stirnkopfschmerz und Nasennebenhöhlen-Entzündungen. Aber auch bei chronischen, verschleppten Infekten wirkt „Hegu“ ausleitend und so das Immunsystem stärkend.

In der TCM gilt er als der „grosse Öffner“, der so nicht nur bei der Ausleitung die Hautporen öffnet/schliesst (Schwitzen regulierend) und den Stuhlgang erleichtert. Auch auf der seelischen Ebene ist er der „Loslasser“, wenn Probleme und Sorgen das Denken und Fühlen übermässig blockieren.

In unserer Praxis wird „Hegu“ kaum alleine genutzt, sondern kann mit vielen anderen Punkten kombiniert werden, um seine Wirkung zu fokussieren und zu verstärken:

+ Dickdarm 11 am Ellenbogen bei eitrigen Prozessen in Haut, Nase und Gesicht
+ Leber 3 am Fussrücken bei Anspannung und emotionalen Blockaden
+ Niere 7 an der Achillessehne bei Störungen der Schweissproduktion
+ Magen 41 am Fussgelenk bei Zahn-Mundproblemen, evtl. begleitend zur Zahnarzt-Behandlung
+ Dickdarm 7 am Unterarm bei Beschwerden im Schultergelenk

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese „Energie-Höhlen“ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Essen und Trinken

Unser Immunsystem hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel von einer ‚richtigen‘ Ernährung.  Wobei es DIE richtige Ernährung nicht gibt. Jeder Mensch ist anders, und daher braucht jeder auch ein individuell angemessenes Essen. Stimmung, Bewegungsdrang, der Stoffwechsel, das Umfeld – dies alles kann unseren Appetit, unseren Bedarf, unsere Kapazitäten und die Bedürfnisse beeinflussen. Schlechte Laune schlägt auf den Magen, viel Bewegung erhöht unseren Bedarf an zugeführter Energie, und manchmal brauchen wir Salziges, Scharfes oder Süsses. Vor allem: es kommt darauf an, was unser Organismus, also zuallererst unser Verdauungssystem und dann der Stoffwechsel aus dem Zugeführten machen. Wir können die hochwertigsten Nährstoffe aufnehmen- der grosse ‚Faktor X‘ bleibt immer, was der Körper damit so anstellt – wird alles restlos verbraucht oder verschwindet es irgendwann ungenutzt in der Kanalisation? Werden die Kalorien in Bewegung umgesetzt oder in möglicherweise überflüssige Fett-Reserven? Das Kalorienzählen bringt wenig – das ist ähnlich, als wenn ein Unternehmen nur die Einnahmen verbucht….
Summa summarum – gesund essen kann schwieriger sein, als Sie denken, auch dank einer unternehmungslustigen und kreativen Lebensmittelindustrie, die uns zu mehr überreden will als wir tatsächlich brauchen.
Wörter wie „fettarm“, „hoher Ballaststoffgehalt“, „Vollkorn“, ‚bio‘ und „natürlich“ machen selbst den kritischsten Kunden oft glaubhaft, Gesundes auf den Tisch zu bringen. Wie z.B.:

Angereichertes Wasser und Vitamine
Viele Bio-Limonaden Getränke sind im Wesentlichen zuckerhaltige Getränke mit einer farbigen Vitamin-Pille. Wenn man sich in unseren westlichen Ländern einigermaßen abwechslungsreich ernährt, treten keine Vitaminmangelzustände auf. Ein Zuviel kann auch schädlich sein – das ergeben immer wieder Studien in der letzten Zeit!
Stattdessen: Trinken Sie Wasser, idealerweise aus dem Wasserhahn. Es ist das beste Getränk für Ihren Körper, ist natürlich kalorienfrei und kann ggf. mit etwas Obstsaft geschmacklich verbessert werden. Wenn Sie sich abwechslungsreich ernähren und sich bei den Nahrungsmitteln bedienen, die die Natur in der jeweiligen Jahreszeit beschert, brauchen Sie keine Nahrungs-Ergänzungs-Mittel!

Trinkflaschen…
Gelegentlich habe ich das Gefühl in einem Wüstenstaat zu leben. Die Flasche Wasser ist fast ständiger Begleiter auf der Strasse, im Unterricht oder Spazierengehen. Es hat sich fest eingeprägt, dass wir alle zu wenig trinken – propagiert werden Trinkmengen von mindestens 2-3 Litern/Tag. Durstgefühle kommen da gar nicht mehr auf. Es gibt aber einige einfache Tipps dazu:
– trinken Sie, wenn Sie Durst haben
– achten Sie auf den Urin: eine goldgelbe Farbe heisst, dass Sie zu wenig trinken; ist der Urin wasserklar und hell, trinken Sie vielleicht schon zu viel
– ‚Frostbeulen‘ brauchen weniger Flüssigkeit als ‚hitzige Temperamente‘!
– im Sommer brauchen Sie mehr Flüssigkeit als im Winter, wobei die trockene Heizungsluft auch dort dem Körper Flüssigkeit entzieht
– auch Durchfälle und Blähungen können durch zu viel Trinken begünstigt werden, bei Verstopfung kann es besser sein mehr zu trinken
– bei Fieber brauchen Sie mehr Flüssigkeit
– trinken Sie nicht erst abends – das könnte Ihnen die Nachtruhe rauben!
– Bei Problemen mit der Blase oder den Nieren: fragen Sie Ihren Therapeuten!

Bewegung

Ideen zur Bewegung
– Jede Form von Bewegung ist nützlich, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit.
– Körperliche Aktivität dient der Vorbeugung und Selbst-Behandlung – vor allem dem Wohlbefinden.
– Bewegung/Sport sollen Spass machen – es kommt nicht auf Leistung an
– Bewegung hilft erwiesenermassen bei chronischen Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Kreislaufstörungen, seelische Verstimmungen, Übergewicht und vielen gynäkologischen Problemen
– Sport jedweder Art sollte 2-3x/Woche für 30-60 Minuten fest eingeplant werden
– Man sollte sich nach dem Sport besser fühlen als vorher
– Bewegung ist ein langfristiges Konzept – von der Schul- bis in die Seniorenzeit
– Bei Beschwerden einen ‚Gang‘ zurückschalten – vor allem bei Knochen-/Gelenkproblemen
– Nicht jeder Sport ist für jeden gut
– Etwas Selbstdisziplin ist notwendig – Ihr ständiger Begleiter ist der ‚innere Schweinehund‘

Und was ist für Sie das Richtige?

Haben Sie zur Zeit:
– wenig Kraft/Qi? Dann sind Übungen wie Taijiquan für Sie geeignet. Sie können aber auch ins Fitness- Studio gehen, um Kraftübungen zu machen.
– gar keine Kraft? Das heisst, fühlen Sie sich ‚kraft- und saftlos‘ und entfalten nur gelegentlich ein ‚Strohfeuer‘ an unruhigen Aktivitäten? Dann widmen Sie sich am besten eher ruhigen Übungen zur Konzentration Ihres Qi mit Yoga und Qigong.
– viel Kraft/Qi, neigen aber zu Blockaden, wie z.B. im Schulter-Nackenbereich oder vor der Menstruationsblutung? Dann sollten Sie besser Ihr Qi durch Ausdauersport (‚Entspannung in Bewegung‘) oder durch Meditationen (Konzentration und Körperbeherrschung) harmonisieren.

Bewegung braucht Ruhepausen
Mässige Bewegung nach Ermüdung ist besser als eine lange Ruhepause.
Bei Muskelkater ist es besser, statt zu ruhen, leichte gymnastische Übungen zu machen.

Nicht zu unterschätzen, wenn der Ehrgeiz zu stark wird, sind die Zeichen dafür, dass man zu viel oder den falschen Sport gemacht hat sind:
– eine lange Erholungsphase ist nach Sport nötig
– die Belastbarkeit verringert sich
– es treten mehr Verletzungen auf
– Motivation und Enthusiasmus sind vermindert
– Depressionen treten auf, auch Unruhe und Aggressionen
– Immunschwäche zeigt sich in erhöhter Infektanfälligkeit
– Verlust oder Verminderung der Libido
– Die Menstruation setzt aus oder wird unregelmässig
– unerklärliche Gewichtszunahme/-abnahme

Vitamin D…..

Vitamin D ist notwendig bei Verkalkungsstörungen des Knochens- das ist die einzige wirklich gesicherte Indikation für eine Zusatz-Medikation- ansonsten gibt es seit einigen Jahren zahlreiche andere Beschwerden, bei denen der Nutzen aber keinesfalls wirklich bewiesen ist, wie bei Depressionen, Krebs, Diabetes, Hypertonie, Multipler Sklerose oder Infektionen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich noch einmal die Bildung von Vitamin D genauer zu betrachten:
Der Körper kann einen kleinen Teil seines Vitamin D-Bedarfs mit Vitamin-D-haltiger Nahrung (fetter Fisch, Leber, Eier) stillen. Genaugenommen ist Vitamin D aber gar kein Vitamin, sondern die Vorstufe eines Hormons. Das bedeutet, dass der Körper den grössten Teil (ca. 90%) an Vitamin D selbst bildet – über die Haut, die Leber und die Nieren, mit Hilfe der Sonne. Im ersten Schritt wird Cholesterin durch die UVB-Strahlung der Sonne auf der Haut zu ‚Cholecalciferol‘ (Calciol) umgewandelt. Diese Form des Vitamin D wird daraufhin in der Leber zu ‚25-Hydroxycholecalciferol‘ (Calcidiol) umgebaut und abgespeichert. Bei Bedarf wird es zur Niere transportiert und dort in seine aktivste Form, dem ‚1,25-Dihydroxycholecalciferol‘ (Calcitriol), umgewandelt.

Um Vitamin D zu produzieren ist also eine wohldosierte, aber direkte Sonnenbestrahlung der Haut wichtig! Flächendeckende Verhüllung der Haut mit Kleidung oder Sonnenschutzcreme ist eigentlich kontraproduktiv. Darüber werden an sonnigen Tagen Vitamin-D-Reserven gebildet, über die der Körper in den Wintermonaten ausreichend versorgt werden kann. Und ein optimaler Vitamin-D-Spiegel ist wichtig, denn Vitamin D ist an sehr vielen Körperprozessen beteiligt. Bekannt ist es zwar vor allem für seine Aufgabe, das Kalzium in die Knochen zu bringen. Es scheint aber auch eine wichtige Funktion für das Immunsystem zu haben: Einerseits aktiviert es das Abwehrsystem um gegen akute Krankheiten zu kämpfen. Andererseits verhindert es laut neuester Forschung, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, so wie es bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungsprozessen der Fall ist.

Sie sehen, mit einer Messung der Blutwerte von Vit.D und der Einnahme von Vit.D-Tabletten ist es nicht getan – Sonnenlicht, die Leber und die Niere sollten Sie auch beachten!