Alle Beiträge von Dr. D. Hemm

Naturheilpraxis für ganzheitliche Schmerz- und Allergiebehandlung. Entgiftung und Schwermetallausleitung. Darmsanierung und Candida-Behandlung. Chinesische Medizin und Akupunktur (Gewichtsreduktion).

Auf den Punkt gebracht: Der Loslasser Hegu, Dickdarm 4

Wenige Akupunkturpunkte werden so häufig genutzt wie dieser Punkt, der zwischen Daumen und Zeigefingern liegt und zudem sehr gut und effektiv mit Akupressur selbst behandelt werden kann. Dieser 4. Punkt auf der am Zeigefinger beginnenden und an der Nase endenden Dickdarm- Leitbahn hat ein breites Wirkungsspektrum und das nicht nur in der kühleren Jahreszeit und der Übergangsphase zum Winter: Infekte und Beschwerden im Gesichtsbereich von Schnupfen, verstopfter Nase, Stirnkopfschmerz und Nasennebenhöhlen-Entzündungen bis zum Heuschnupfen. Auch bei chronischen, verschleppten Infekten wirkt ‚Hegu‘ ausleitend und so das Immunsystem stärkend. In der TCM gilt er als der ‚grosse Öffner‘, der so nicht nur bei der Ausleitung die Hautporen öffnet/schliesst (Schwitzen regulierend) und den Stuhlgang erleichtert. Auch auf der seelischen Ebene ist er der ‚Loslasser‘, wenn Probleme und Sorgen das Denken und Fühlen übermässig blockieren.
In unserer Praxis wird ‚Hegu‘ kaum alleine genutzt, sondern kann mit vielen anderen Punkten kombiniert werden, um seine Wirkung zu fokussieren und zu verstärken:

+ Dickdarm 11 am Ellenbogen bei eitrigen Prozessen in Haut, Nase und Gesicht

+ Leber 3 am Fussrücken bei Anspannung und emotionalen Blockaden

+ Niere 7 an der Achillessehne bei Störungen der Schweissproduktion

+ Magen 41 am Fussgelenk bei Zahn-Mundproblemen, ggf. begleitend zur Zahnarzt- Behandlung

+ Di 7 bei Blockaden im Schultergelenk

Das Fremde – Gedanken zu Ost und West

Seit vielleicht 200 Jahren, seit dem Zeitalter von Aufklärung und den Philosophen Kant und Hegel ist der Mensch nicht mehr -wie Jahrtausende zuvor- dem Wohlwollen Gottes oder (im Altertum, Mittelalter und außerhalb des ‚Abendlandes‘) der Götter überlassen. Der Mensch bei uns heutzutage ist sich selber und seiner Ratio anvertraut. Vor allem bei der Konfrontation mit Krankheit, Tod und emotionalen Turbulenzen – steht er ohne Strategien im Leben. Und er begibt sich auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten.

Der Suchende verlässt sein in Jahrzehnten und eigentlich seit Generationen angestammtes und zutiefst verinnerlichtes Umfeld. Er sucht die Lösung ausserhalb des Vertrauten, Gewohnten und gleichzeitig Enttäuschenden. Das war schon immer so: Die Suche nach dem Paradies des Christentums oder nach den ‚Inseln der Seeligen‘ des Daoismus trieb die nach Erlösung strebenden Menschen in die Ferne. Die Fremdheit bedeutete den Bruch mit dem Vertrauten und gleichzeitig auch Verhassten, die Ablösung von der Gemengelage von Sicherheit und Angst, den Konflikten zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Aber gleichzeitig führt die Auseinandersetzung mit dem Fremden auch zu den Grenzen der bisherigen eigenen Wahrnehmung. Es führt zur Infragestellung von Selbstverständlichkeiten und alltäglichen Ritualen. Denkmuster und Wertekategorien werden überdacht, Weltmodelle stürzen zusammen. Nicht selten ist auch das wieder nicht nur ein wichtiger Motor auf der Suche nach Sicherheit und Fortschritt, sondern auch ein Auslöser von existenzieller Unsicherheit und von Ängsten, die zu Hass und Vernichtungsdrang des Andersartigen führen. Somit ist in der Gegenüberstellung des Fremden die genutzte Ratio nurmehr unzureichend, ist sie doch erwachsen aus den Erklärungsmodellen der gewohnten eigenen Welt. Das Irrationale hingegen wächst ins Unvorstellbare und kann so beides bewirken – Angst und Erlösung von Angst.

Denn das Fremde bietet unermesslich grossen Raum. Eine andere Kultur, eine andere Sprache, eine andere Religion – alles ist völlig neu, und der Suchende findet in diesem bis dahin nicht gekannten Konglomerat von Impulsen das, was er braucht. Die Wahrnehmung des Fremden in der Fremde durch den Fremden ist nicht geschult, sie ist selektiv durch die Lücken geprägt, die die bisherige Erfahrung in der vertrauten Welt hinterlassen hat. Es ist nicht relevant, wie umfangreich und komplex die Kenntnisse des Neuen und Fremden sind. Im Gegenteil: die notwendigerweise nur partielle Kenntnis der Hintergründe und des Kontextes fremden Denkens birgt ungleich mehr Spielraum für Lösungs- und Heilskonzepte, die an die eigenen Defizite angepasst werden können.

Der Ferne Osten ist fern und fremd genug, um diesen Ansprüchen nach angemessener Distanz zum Eigenen zu genügen. Ex oriente lux – das Licht kommt aus dem Orient – dieses Schlagwort spiegelt in seinem Verweis auf die aufgehende Sonne gleichzeitig den Beginn des Tages wie des Lebens, die Helligkeit nach der dunklen Nacht und den Beginn an sich wider. Das Paradies wurde seit Jahrhunderten im unzugänglichen, durch Berge und Wüsten geschützten Osten lokalisiert, die Altäre wurden nach Osten hin ausgerichtet. Der tibetische Buddhismus übt eine gewaltige Anziehungskraft aus auf westliche Menschen, aus Asien stammende Embleme werden hemmungslos vermarktet, von den ‚Fünf Tibetern‘ bis zu Fertigsuppen mit der yinyang-Monade.

Essen…für die Kraft…

essenIn Herbst und Winter richtet sich unser Organismus eigentlich auf eine Ruhephase ein. Sie merken es daran, dass das Schlafbedürfnis deutlich grösser ist als im Sommer. Und auch daran, dass Sie sich von Infekten nicht so schnell wieder erholen. Mit Hilfe der alten chinesischen Medizin können Sie sich auch im Alltag unterstützen –
mit Chinesischen Kraftsuppen

Die unten genannten Kräuter mit 0,5-1 Liter Wasser ansetzen und mindestens 30-50 Minuten kochen lassen. Zum Schluss die Suppe abseihen und nur die Brühe weiterverwenden. Die Suppe kaltstellen.

Die Rezepte ergeben Mengen, die man über 2-3 Tage verteilt trinken kann-je nach Schwächezustand. Es empfiehlt sich die Suppe gelegentlich komplett aufzukochen.
Vor dem Verzehr frisch gekochtes Gemüse, Getreide oder Linsen je nach Geschmack dazu geben.
Die beste Wirkung entfaltet die Suppe in Kombination mit einem (Bio-) Suppenhuhn: Dazu das Huhn mit den Kräutern und Gemüse nach Wahl 4-6 Stunden auf kleiner Flamme köcheln-.
Besonders empfehlenswert sind als Zutaten Lauch, Sellerie, Schwarzwurzeln, Möhren, Knoblauch, Ingwer und Shitake-Pilze. Sie unterstützen die Wirkung der Kräuter.

An Gewürzen eigenen sich vor allem wärmende und nicht zu scharfe Gewürze wie Muskat, Pfeffer, Anis, Zimt, Nelken, Koriander und Kreuzkümmel.

Alle Zutaten werden gemeinsam in einen grossen Topf gegeben und mit Wasser übergossen, so dass die Zutaten gut bedeckt sind. Das Fett und der sich bildende Schaum können abgeschöpft werden.

Kraftsuppe 1
für Qi und Blut, zur allgemeinen Kräftigung
Lotuswurzeln: 6,0 Gramm
Chin. Angelikawurzel: 8,0 Gramm
Chin. Datteln: 3 Stück

Kraftsuppe 2
Blutaufbau, reguliert Blutfluss, z.B. bei Menstruationsschmerzen
Chin. Angelikawurzel: 10,0 Gramm
Szechuan Liebstöckel: 6,0 Gramm
Chin. Pfingstrosenwurzeln: 10,0 Gramm
Rehmanniawurzel: 15,0 Gramm
Chin. Datteln: 2 Stück

Kraftsuppe 3
 nach der Entbindung, Qi und Blut stärkend
Chin. Angelikawurzel: 10,0 Gramm
Szechuan Liebstöckel: 6,0 Gramm
Chin. Pfingstrosenwurzeln: 10,0 Gramm
Rehmanniawurzel: 15,0 Gramm
Chin Tragantwurzel: 10,0 Gramm
Ginsengwurzel: 10,0 Gramm

…und dann haben wir noch ein Rezept gefunden:
ENERGIE KEKSE
Dieses Rezept stammt von einer lieben 5 Elemente Kollegin aus Vorarlberg: Sabine Erath-Stark (www.taovita.at). Sie nennt diesen Snack ‚Hausfreund‘, denn er ist tatsächlich das ganze Jahr ein guter Begleiter, nicht nur zur Weihnachtszeit. Kommt zwischendurch mal die Lust auf Süsses oder sackt die Energie in den Keller, dann sind diese Power Kekse genau richtig.

(H) 300g feines Dinkelvollkornmehl
(F) etwas Orangenschale
(E) 180g Rohrohrzucker
(E) 200g getrocknete Feigen (oder andere Trockenfrüchte)
(E) 150g Haselnüsse (oder andere Nüsse)
(E) 4 Eier
(E) ¾ Weinstein Backpulver
(E) ½ TL Zimt
(E) 1 Msp. Vanille gemahlen
(M) 1 Msp. Kardamom
(W) 1 Prise Salz
Trockenfrüchte in kleine Stücke schneiden, Nüsse grob hacken. Zucker und Eier schaumig rühren. Mehl, Weinstein Backpulver und Gewürze dazugeben. Anschliessend die Trockenfrüchte und Nüsse unterheben.
Ofen auf 160-180 Grad C vorheizen. Die Masse auf dem Blech verteilen (eine Art Fladen formen) und backen bis alles eine goldbraune Farbe angenommen hat. Je nach Backofen dauert das ca. 20 Minuten. Den Fladen noch warm schneiden, auskühlen lassen und die Kekse in einer Dose aufbewahren.

Tipp: Lähmende Langeweile?

Die Wünsche sind erfüllt, die Visionen realisiert. Man ist rundum satt. Phantastisch, oder? Aber häufig ist es gerade nun so, dass sich nörgelnde Unzufriedenheit wie ein dumpfer Nebel auf die Stimmung legt. Der Philosoph Schopenhauer war im 19. Jahrhundert der Ansicht: ‚In einem Schlaraffenland würden die Menschen zum Teil vor langer Weile sterben oder sich aufhängen.‘ Nichts zu tun…ein Unding in dieser geschäftigen Zeit. Da muss Abhilfe her: Mit Hobbys, Multimedia, organisiertem Freizeitsport, Fernreisen, Weiterbildung, Kulturprogrammen. Aber wie wäre es damit, wenn Sie einfach nur NICHTS TUN ? Die einfachste Form der Meditation (=in die eigene Mitte gelangen) ist das Nichtstun, das Dösen, Träumen, in den Himmel oder die Gegend zu schauen. Sinnlos, ohne Ziel und Zweck, einfach nur um den vollen Kopf zu leeren. Später kann man ihn ja dann umso besser wieder auffüllen! ‚Fast überall wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn.”, hat Friedrich Nitzsche vor über 130 Jahren geschrieben. Das ist vielleicht auch das, was uns die Kinder in ihrer Lebensphase lehren können: Spielen, nur um des Spielens willen, Unsinn machen. Eigentlich eine sehr erholsame Beschäftigung. Übrigens: in der alten Religion der Chinesen, dem Daoismus, galt der Narr durchaus als erstrebenswertes Ideal! Gönnen Sie es sich gelegentlich.

Auf den Punkt gebracht: Bai Lao – ein Extra-Punkt

Im Laufe unseres Lebens wird unser Immunsystem mit unzähligen “Feinden” fertig werden. Es ist ein Lernprozess für unseren Körper, der mit dem ersten Atemzug beginnt und zeitlebens anhält. Manchmal gelingt es nur schlecht, die “Eindringe”, also Bakterien/Viren bzw. aus Sicht der TCM endgültig zu vertreiben- unter der Oberfläche können Sie dann als “versteckte pathogen Energien” auf eine Schwachstelle warten, um dann das Gesamtsystem wieder in Unordnung zu bringen. Auch Impfungen können dies bewirken. Wenn wir in der Praxis feststellen, dass derartige Störfaktoren z.B. bei Immunproblemen eine Rolle spielen, können wir sie über den Punkt “Beilag” ausleihen. Er befindet sich im Nacken, ungefähr neben dem 4./5. Halswirbel. Übersetzt heisst dieser Punkt “Hundert Mühsale”- ein Hinweis auf die Vielfältigkeit von Störungen, die durch diese Altlasten hervorgerufen werden können. Wir nadeln ihn manchmal nur ganz kurz im Sitzen, bei Kindern reicht auch das Kratzen mit einem Kamm o.ä. aus.

Der Punkt Bailao wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Lunge 7 und Dickdarm 4 bei hartnäckigen Infekten
– Du Mai 14 (Mofa) bei Abwehrschwäche
– Ren Mai 6 bei Erschöpfung nach Infekten und langer Rekonvaleszenz-Phase

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese ‚Energie-Höhlen‘ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

Auf den Punkt gebracht: Du Mai 4 – die Pforte zum Lebensglück

Am Rücken liegt dieser Punkt, auf der Wirbelsäule am unteren Rand des Rippenbogens. Er liegt zwischen den Nieren-Punkten und fasst in seiner Wirkung die Kraft und den Weg des Lebens zusammen. Die Nieren stehen in der chinesischen Medizinphilosophie sowohl für das Fundament als auch die Wurzel des Lebens: Unsere Essenzen werden dort gesammelt und vermitteln uns Stärke und Selbstbewusstsein. Daraus erwächst die Fähigkeit zur Entfaltung der Persönlichkeit und zur Entwicklung der in uns schlummernden Talente. Aber auch die Möglichkeit das ganz persönliche Lebensglück zu finden, die Visionen und Perspektiven.
Der Punkt Du Mai 4 hilft, wenn ein “no future-Gefühl” die Entwicklungsmöglichkeiten einfriert. Aber auch bei örperlichen Beschwerden wie ausgeprägten Kältegefühlen, Blasenproblemen, sexuellen Schwierigkeiten bis hin zu Rückenschmerzen.
Sie können diesen Punkt vor allem mit Moxibustion behandeln, er wird bevorzugterweise erwärmt. Dies können Sie aber auch erreichen, indem Sie den Punkt kräftig mit der Hand reiben- oder mit einem heissen Kirschkernkissen.

Der Punkt Du Mai 4 wird bei uns in der Praxis häufig in die Punktkombinationen eingebracht, z.B. zusammen mit
– Niere 3 bei Lendenschmerzen
– Milz 6 bei Senkungen und Erektionsstörungen
– Dünndarm 3 der bei Kältegefühlen

Die genauere Lokalisation der Punkte können wir Ihnen gerne in der Sprechstunde zeigen- zur Selbstbehandlung können Sie diese ‚Energie-Höhlen‘ in akuten Situationen ruhig mehrmals täglich kreisend massieren.

China-Restaurant gesucht?

„Weil Speis und Trank in dieser Welt
doch Leib und Seel’ zusammenhält.“
Ein gutes China-Restaurant? Häufig werden wir von Ihnen nach konkreten Empfehlungen gefragt- und es ist wirklich nicht so einfach. Woran erkennt man eigentlich einen „guten Chinesen“? Eigentlich nicht so schwer: Sie sind beim Essen von Chinesen umgeben! Einiges sollten Sie dazu noch wissen:

  • In China isst man sehr, sehr gerne. Es ist nicht nur Sättigung, sondern Genuss, Lebensinhalt, die Basis für (Geschäfts-) Beziehungen und Statussymbol.
  • China ist gross – DIE chinesische Küche gibt es eigentlich nicht, wohl aber Gemeinsamkeiten zwischen z.B. Peking und dem 2000 km entfernten Hongkong. Bei uns ist die süditalienische auch anders als die ostfriesische Küche….
  • Das Essen ist vielfältig – gönnen Sie sich Überraschungen! Hund, Katze und Schlange gibt´s bei uns nicht…..
  • Die Speisen werden frisch zubereitet aus frischen Zutaten – besonders in Südchina vergehen oft nur Sekunden zwischen Schlachten z.B. eines Huhnes und dem Wok.
  • Es gibt keine sämigen Soßen, höchstens Sojasauce
  • Man isst gemeinsam- es werden also mehrere Gerichte bestellt, in der Mitte platziert und jeder nimmt sich nach Lust und Laune.
  • Speisen-Reihenfolgen gibt es eigentlich nicht, aber eine klare Suppe –anders als bei uns- zum Abschluss
  • Nachspeisen sind typisch westlich- also verzichten Sie lieber drauf. Ist nach den kulinarischen Freuden meist sowieso ernüchternd….
  • Um Tischmanieren brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Nur: Stäbchen senkrecht in den Reis zu stecken bringt Unglück und Tod!
  • Obwohl Glutamat (Geschmacks-Essenz Weijing) zur chinesischen Küche gehört, sollte ein guter Koch ohne diesen Geschmacksverstärker auskommen
  • Es wird mit Stäbchen gegessen, und daher sind alle Speisen auch damit „greifbar“- eine Schweinshaxe z.B. nicht, aber ein zerhacktes (mit Knochen!) Hendl.
  • Reis ist nur Sättigungsbeilage

Unsere Empfehlungen diesmal- besonders für die kalte Jahreszeit:

München: Fire Dragon Lounge in der Paul-Heyse-Strasse. Hier gibt es Feuertopf (Huoguo), d.h. eine Art Fondue, bestehend aus 2 Teilen: eine rote, sehr scharfe Suppe vor allem für Fleisch (=Yang), eine helle, milde Suppe vor allem für Fisch (=Yin). Kann aber auch flexibel genutzt werden. Dazu Pilze, Muscheln, Tofu nach Herzenslust (all you can eat) vom Buffet. Viele Chinesen, recht kommunikativ und laut- eben typisch. http://www.firedragonlounge.de/

Berlin: Tianfu in der Uhlandstrasse. Typische Sichuan-Küche, üblicherweise sehr scharf, kann aber abgemildert werden. Vielfältige Speisekarte, und den Feuertopf gibt´s hier auch. Es ist notwendig einen Tisch zu reservieren, es gibt aber auch eine Filiale in der Berliner Strasse/Bundesallee.  www.tianfu.de

Weitere Tipps folgen!

Nachtrag 03/2015

München: Eine Empfehlung von chinesischen Freunden: Hanshe in der Leopoldstrasse 173, gute Küche aus Sichuan….

Berlin: Restaurant Good Friends in der Kantstrasse 30 – ich war lange nicht mehr da…umfangreiche authentische Speisekarte, auch von vielen chinesischen Gästen geschätzt…

Weitere Tipps folgen! Oder haben Sie einen Vorschlag? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

 

Weitere Empfehlungen :
· München: Eine Empfehlung von chinesischen Freunden:
Jade, Hofangerstr. 7,81735 München Ramersdorf-Perlach, Berg am Laim; kantonesisches Essen.

Gedanken zum Essen zur richtigen Zeit

Im Zeitalter der Fernreisen haben es viele schon einmal deutlich verspürt, dass man bestimmtes Essen nur unter bestimmten klimatischen Verhältnissen vertragen kann. Fettes und schweres Essen ist in den Tropen kaum zu verdauen, die Poren öffnendes, schweißtreibendes scharfes indisches Essen lässt einen im nordischen Winter Erkältungen riskieren. Die Menschen haben sich ihrem heimischen Klima in Jahrtausenden angepasst, sie ernähren sich so, dass sie gesundheitlich am besten zurechtkommen mit Wind und Wetter. Und ebenso verhält es sich mit den dort wachsenden Nahrungsmitteln: auch sie sind denselben klimatischen Bedingungen ausgesetzt wie die Menschen und Tiere, auch sie haben sich angepasst im Laufe der Zeit.
Und so ernährt man sich eigentlich am besten mit den Nahrungsmitteln, die aus der gewohnten Umgebung kommen und zur gleichen Zeit wachsen. Erdbeeren im Februar, Spargel im November – auch wenn sie unter optimalen Treibhausbedingungen aufgewachsen sind, geben sie bei weitem nicht den Geschmack wie Erdbeeren im Juni oder Spargel im Mai – ganz abgesehen von den Nitrat- und Pestizidbelastungen, denen beispielsweise das ganzjährige Salatangebot unter Glas ausgesetzt wurde. Relikte unserer den Jahreszeiten angepassten Ernährung finden wir noch ins unserer doch häufiger ausgeprägten Aversion gegen Gänsebraten im Hochsommer oder Speiseeis zu Weihnachten.
Auch die Tageszeit hat einen Einfluss auf den Stoffwechsel, somit auf die Verdauungskapazitäten und konsequenterweise auch auf die Nahrungsaufnahme.„Am Morgen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ – so haben unsere Eltern uns noch den tagtäglichen Rhythmus des Essens beigebracht. Heute sieht es meist anders aus. Durchaus analog der Verabschiedung von feudalen Strukturen, dem Überlassen königlich-fürstlicher Huldigungen an die Regenbogenpresse sowie der Dominanz eines auch Bettler auffangenden dichtem sozialen Netzes wurden die Eßgewohnheiten demokratisch revolutioniert: Das Frühstück reduziert sich auf einen Kaffee, das Mittagessen bestenfalls auf einen Fast-Food-Bissen und die allgemeine Freude richtet sich auf die nicht mehr bettlergemäß reichliche abendliche warme Mahlzeit im Familienkreis. Ruheloser Schlaf mit prallem Oberbauch sowie eine überaus gründliche Verwertung des abendlichen Festschmauses während der folgenden Nachtstunden sind die eine Folge, wiederholte Kleinst-Zwischenmahlzeiten in Form von „Snacks“ während des Tages die andere. Davon die Folge sind ein immerwährendes Gefühl des nicht-satt-nicht-hungrig –seins, der unregelmäßigen, halb-bewußten Nahrungsaufnahme folgt die ebenso unkontrollierte und halb-bewusste Gewichtszunahme. „Der Magen liebt die Regelmäßigkeit“ – so heißt es in der chinesischen Medizin. Denn der Magen braucht seine Zeit, die aufgenommenen Stoffe zu zersetzen und dann an die Därme weiter zu befördern. Die Verdauung und der Stoffwechsel insgesamt benötigen viel Kraft, viel Energien. Diese stehen abends nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht mehr zur Verfügung. Wohl aber morgens – da kommt es aber darauf an, was man auf den Frühstückstisch stellt.
Im Zeitalter der Globalisierung sind auch die Nahrungsmittel „globalisiert“. In unseren gemäßigten Breiten mit kühlen Wintern quellen gerade in der kalten Jahreszeit unsere Obstkörbe über, gefüllt mit Orangen, Clementinen, Bananen und allen möglichen anderen tropischen und subtropischen Produkten. Sie gelten alle als sehr vitaminhaltig, besonders jetzt benötige der Körper viel Vitamine, um seine Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten zu steigern. Alle diese Nahrungsmittel aber sind erfrischend und kühlend, angenehm nur deshalb, weil durch die trockene Heizungsluft in unseren Wohnräumen Haut- und Schleimhäute sehr stark austrocknen. Für die Verdauung jedoch sind diese Früchte in dieser Zeit alles andere als geeignet –die kühlende Wirkung nimmt dem wärmebedürftigen Organismus viel Energie weg, und gerade die „Frostbeulen“ unter uns sollten zumindest versuchen, das frische Obst durch Kochen (auch wenn da ein paar Vitamine zugrunde gehen…) oder durch wärmende Gewürze wie Zimt, Ingwer oder Nelken besser verträglich zu machen. Wie wär´s mit einem Bratapfel?

Zucker, Mehl und andere Kohlenhydrate?

Dr. D. Hemm
Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien – das sind die Grundbausteine unserer Ernährung. Aus Sicht der TCM bekommt der Mensch bei seiner Geburt ein gewisses Energiepotential (Essenz) mit, das jedoch immer wieder aufgefüllt werden muss. Dies geschieht durch die Nahrung und alle anderen Formen von „Input“ aus unserer Umwelt. Defizite in dieser Energiezufuhr machen sich über kurz oder lang als tiefgreifende Erschöpfungen bemerkbar. Eine ausgewogene, alle Grundformen von Energien umfassende Ernährung ist also notwendig. Je nachdem – einige Tage, Monate oder Jahre kann ein Defizit ausgeglichen werden. Aber irgendwann machen sich Gesundheitsstörungen bemerkbar.

Nun etwas über die Kohlenhydrate, die ja in den letzten Jahren einen „schlechten Ruf“ bekommen haben. Wobei einen ähnlichen Ruf zu Beginn meiner therapeutischen Praxis vor bald 30 Jahren die Eiweiße und später dann das Fett hatten. Vielleicht doch nur eine Frage der „Mode“?
Kohlenhydrate liefern dem Organismus Zucker, also Glukose – dabei ist es letztlich zweitrangig, ob man sie in Form von reinem Zucker oder Vollkornmehl, Gemüse oder Obst zu sich nimmt. Auch Fett und Eiweiß können dazu umgewandelt werden! Diese Glukose ist entscheidender Energielieferant für den Stoffwechsel, jede Zelle braucht sie für ihre Funktion. Das Hormon Insulin schleust die Glukose in die Zellen hinein und macht sie so erst nutzbar. Beim Diabetes wird weniger Insulin produziert (meist Typ I-Diabetes) oder die Zellen reagieren nicht mehr auf dieses Hormon (Insulinresistenz, meist Typ II-Diabetes).
Kohlenhydrate sind schnell vom Organismus zu verarbeiten. Reiner Zucker steht sehr schnell für die Energiegewinnung zur Verfügung. Wenn die Kohlenhydrate erst von der Verdauung umgewandelt werden müssen (Vollkornprodukte z.B.), so benötigt das längere Zeit und die (insulinabhängigen) Stoffwechselvorgänge verzögern sich. Ein Vorteil bei Diabetes, denn so wird weniger Insulin gebraucht. Bei Zufuhr von reinem Zucker hingegen steigt der Blutzucker-Spiegel im Blut sehr schnell an- und es wird viel Insulin „angefordert“.
Soweit die Erkenntnisse der modernen Schulmedizin.

Die TCM sieht Kohlenhydrate vor allem als erhitzend an, sie stellen die aktive, warme Yang-Energie zur Verfügung. Ein Mangel daran führt zu Kälteerscheinungen- Sie haben es sicher auch schon bemerkt, dass Ihnen kalt wird, wenn Sie körperlich viel gearbeitet und zu wenig gegessen haben!
Diese erhitzende Wirkung zeigt sich aber unangenehm, wenn insgesamt oder in einigen Regionen Ihres Körpers schon viel Hitze da ist: Sodbrennen bei Süssigkeiten, Schlaflosigkeit und Unruhe nach Alkoholgenuss (Alkohol=Kohlenhydrate), Ekzeme und unreine Haut nach Kuchen und Griespudding…. Solch eine „hitzige“ Tendenz können Sie selber beim morgendlichen Blick auf Ihre Zunge erkennen: Entweder Sie sehen einen deutlich roten Zungenkörper oder einen gelblichen Zungenbelag.

Wenn Sie also solche Probleme haben, sollten Sie eher langsamer verdauliche Kohlenhydrate (Gemüse, Vollkornprodukte z.B.) zu sich nehmen- wenn es Ihre Verdauung verträgt und Sie sich dann nicht mit Blähungen und Durchfällen herumplagen müssen. Dies wäre dann ein Zeichen für eine Verdauungs- und Stoffwechselschwäche. Aus Sicht der „alten Chinesen“ ein Milz-Problem. Erkennbar für Sie auch an einer dicken, geschwollenen Zunge mit Zahneindrücken an den Rändern.

Grundsätzlich können Sie übrigens ein Zuviel an Hitze durch bittere Nahrungsmittel ausgleichen: also alkoholfreies Pilsner, Espresso, Radicchio, Tonic Water…

Und noch etwas: Aus Sicht der Chinesischen Medizin wird durch zu viel Nachdenken die Milz und somit Verdauung/Stoffwechsel gestört! Also grübeln Sie nicht allzu sehr über das tägliche Essen: Abwechslungsreich soll es sein, der Jahreszeit entsprechend, es soll gut schmecken und sättigen!

 

 

Allergien, Immunprobleme, Rheuma und Abortneigung: „Altlasten“ eines beanspruchten Abwehrsystems

Vielleicht habe ich es Ihnen bei der Zungendiagnose auch schon einmal gesagt: Rote Punkte auf der Zunge….Ein immer häufiger zu beobachtendes Phänomen, wobei die „Punkte“ meist etwas erhabene rötliche Papillen auf der Zungenoberfläche sind. Meist befinden sie sich im vorderen Abschnitt der Zunge. Ein solcher Befund ist nicht „normal“- er weist aus Sicht der TCM darauf hin, dass in Ihrem Organismus noch Reste alter Infekte vorhanden sind. Meist handelt es sich um Infektionen der Atemwege, aber auch z.B. der Blase, die nicht vollständig ausgeheilt sind. Dies ist z.B. der Fall nach Antibiotika- oder Cortsionbehandlung.
Solche Infektreste, von denen Sie vielleicht nichts mehr merken, können seit Jahrzehnten „unter der Oberfläche ihr Unwesen treiben“- und irgendwann merken Sie, dass z.B. Ihr Immunsystem nicht mehr richtig reagiert: eigentlich harmlose Infekte heilen nicht richtig aus oder kommen immer wieder, Allergien treten auf, es kommt zu Hautproblemen wie Neurodermitis, oder Ihr sehnlicher Kinderwunsch geht nicht in Erfüllung, weil auch hierzu ein gut und richtig funktionierendes Immunsystem nötig ist.

Betroffen hiervon sind sehr viele Menschen- wer hat noch keine Antibiotika genommen? Auch bei kleinen Kindern finde ich schon häufig solche Signale bei der Betrachtung der Zunge – bei Ihnen ist es häufig die Folge von einer Überlastung des unreifen Immunsystems durch die heute üblichen Vielfach-Impfungen. Aber wichtig: solche Zungenzeichen sind nur ein Hinweis, wenn es zu Immunproblemen kommt – man kann auch vital und eigentlich gesund bleiben und uralt werden- wenn das Abwehrsystem trotz der Belastung noch ausreichend reagiert!

In der chinesischen Medizin und auch in der Naturheilkunde kann man aber sehr wohl etwas tun, um diese „Altlasten“ los zu werden. Ausleitungsmethoden sind möglich – über die Haut, den Urin und den Stuhl können diese „Altlasten“ entsorgt werden (z.B. über chinesische Heilkräuter), aber auch mit Hilfe energetischer Methoden wie der Akupunktur oder der Homöopathie. Es gibt Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe Pathogene gezielt ausgeleitet werden können. Vielleicht haben Sie auch schon von der Guasha-Methode gehört, bei der die Haut geschabt wird und so das Lymphsystem und die Abwehrenergie angeregt werden.

Seit einiger Zeit wende ich auch die Eigenblutbehandlung in meinen Praxen an. Sie kommt zwar nicht aus der Chinesischen Medizin, ist aber eines der ältesten naturheilkundlichen Verfahren zur spezifischen Immunmodulation – d.h. bei einem nicht richtig reagierendem Immunsystem. Das Vorgehen dabei ist äußerst einfach: Dem Patienten werden einige Milliliter Blut aus der Armvene entnommen und anschließend wieder in den Gesäßmuskel gespritzt. Bewährt hat sich die Eigenbluttherapie besonders bei chronischen Infekten, Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselstörungen, aber auch bei Herz-und Kreislauferkrankungen und Hautproblemen.
Und was können Sie selber tun?
– nicht immer gleich zu Antibiotika greifen: die meisten Infekte sind durch Viren verursacht, gegen die Antibiotika machtlos sind. Sie helfen nur symptomatisch bei den „aufgepfropften“ bakteriellen Entzündungen. Die Viren werden jedoch nur durch Ihr fein abgestimmtes Immunsystem bekämpft. Wenn dies unzureichend reagiert, verbleibt auch nach dem Infekt die häufig lange und mühsame Erholungszeit.
– Gehen Sie gerade in den Übergangs-Jahreszeiten viel an die frische Luft!
– Mäßiger Sport jeglicher Art stärkt und reguliert das Immunsystem (2-3x/Woche)
– Frisches Gemüse (grün!) enthält Stoffe, die für das Immunsystem wichtig sind, vielleicht auch Frischpflanzensäfte (wenn Ihre Milz nicht überlastet ist…siehe ältere Newsletter!)
– Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhepausen
– Schwitzen Sie ruhig, wenn Ihnen warm ist und schützen Sie sich bei Kälte- banal, aber wichtig!