Allergien, Immunprobleme, Rheuma und Abortneigung: „Altlasten“ eines beanspruchten Abwehrsystems

Vielleicht habe ich es Ihnen bei der Zungendiagnose auch schon einmal gesagt: Rote Punkte auf der Zunge….Ein immer häufiger zu beobachtendes Phänomen, wobei die ‚Punkte‘ meist etwas erhabene rötliche Papillen auf der Zungenoberfläche sind. Meist befinden sie sich im vorderen Abschnitt der Zunge. Ein solcher Befund ist nicht ‚normal‘- er weist aus Sicht der TCM darauf hin, dass in Ihrem Organismus noch Reste alter Infekte vorhanden sind. Meist handelt es sich um Infektionen der Atemwege, aber auch z.B. der Blase, die nicht vollständig ausgeheilt sind. Dies ist z.B. der Fall nach Antibiotika- oder Cortsionbehandlung.

Solche Infektreste, von denen Sie vielleicht nichts mehr merken, können seit Jahrzehnten ‚unter der Oberfläche ihr Unwesen treiben‘- und irgendwann merken Sie, dass z.B. Ihr Immunsystem nicht mehr richtig reagiert: eigentlich harmlose Infekte heilen nicht richtig aus oder kommen immer wieder, Allergien treten auf, es kommt zu Hautproblemen wie Neurodermitis, oder Ihr sehnlicher Kinderwunsch geht nicht in Erfüllung, weil auch hierzu ein gut und richtig funktionierendes Immunsystem nötig ist.

Betroffen hiervon sind sehr viele Menschen- wer hat noch keine Antibiotika genommen? Auch bei kleinen Kindern finde ich schon häufig solche Signale bei der Betrachtung der Zunge – bei Ihnen ist es häufig die Folge von einer Überlastung des unreifen Immunsystems durch die heute üblichen Vielfach-Impfungen. Aber wichtig: solche Zungenzeichen sind nur ein Hinweis, wenn es zu Immunproblemen kommt – man kann auch vital und eigentlich gesund bleiben und uralt werden- wenn das Abwehrsystem trotz der Belastung noch ausreichend reagiert!

In der chinesischen Medizin und auch in der Naturheilkunde kann man aber sehr wohl etwas tun, um diese ‚Altlasten‘ los zu werden. Ausleitungsmethoden sind möglich – über die Haut, den Urin und den Stuhl können diese ‚Altlasten‘ entsorgt werden (z.B. über chinesische Heilkräuter), aber auch mit Hilfe energetischer Methoden wie der Akupunktur oder der Homöopathie. Es gibt Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe Pathogene gezielt ausgeleitet werden können. Vielleicht haben Sie auch schon von der Guasha-Methode gehört, bei der die Haut geschabt wird und so das Lymphsystem und die Abwehrenergie angeregt werden.

Seit einiger Zeit wende ich auch die Eigenblutbehandlung in meinen Praxen an. Sie kommt zwar nicht aus der Chinesischen Medizin, ist aber eines der ältesten naturheilkundlichen Verfahren zur spezifischen Immunmodulation – d.h. bei einem nicht richtig reagierendem Immunsystem. Das Vorgehen dabei ist äusserst einfach: Dem Patienten werden einige Milliliter Blut aus der Armvene entnommen und anschliessend wieder in den Gesässmuskel gespritzt. Bewährt hat sich die Eigenbluttherapie besonders bei chronischen Infekten, Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselstörungen, aber auch bei Herz-und Kreislauferkrankungen und Hautproblemen.
Und was können Sie selber tun?
– nicht immer gleich zu Antibiotika greifen: die meisten Infekte sind durch Viren verursacht, gegen die Antibiotika machtlos sind. Sie helfen nur symptomatisch bei den ‚aufgepfropften‘ bakteriellen Entzündungen. Die Viren werden jedoch nur durch Ihr fein abgestimmtes Immunsystem bekämpft. Wenn dies unzureichend reagiert, verbleibt auch nach dem Infekt die häufig lange und mühsame Erholungszeit.
– Gehen Sie gerade in den Übergangs-Jahreszeiten viel an die frische Luft!
– Mässiger Sport jeglicher Art stärkt und reguliert das Immunsystem (2-3x/Woche)
– Frisches Gemüse (grün!) enthält Stoffe, die für das Immunsystem wichtig sind, vielleicht auch Frischpflanzensäfte (wenn Ihre Milz nicht überlastet ist…)
– Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhepausen
– Schwitzen Sie ruhig, wenn Ihnen warm ist und schützen Sie sich bei Kälte- banal, aber wichtig!

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