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Aktuelles : Gesund und fit durch den Winter mit chinesischer Ernährung
Autor: Dr. phil. Dagmar Hemm Heilpraktikerin


Dass in der Chinesische Medizin vieles anders ist als in unserem westlichen Verständnis von Gesundheit und gesunden Dingen, ist mittlerweile bekannt. Besonders auffällige Unterschiede bestehen bei den Ratschlägen zur gesunden Ernährung.
Wenn man hier nun einmal von der individuellen typgerechten Ernährung nach den Fünf Elementen absieht, so ist es doch erstaunlich, was die Chinesen für die kalte Jahreszeit empfehlen und wovor sie dringend abraten.

So steht bereits im ersten und ältesten Werk zur Traditionellen Chinesischen Medizin, dem Huangdi Neijing (Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin) sinngemäß: Bei Hitze soll gekühlt werden, bei Kälte gewärmt, bei Trockenheit befeuchtet und bei Nässe soll getrocknet werden. Handelt es sich um einen Zustand von Leere, so soll aufgefüllt werden; bei Fülle dagegen soll abgeleitet werden.

Da im Winter nun der Körper vermehrt der Kälte, Feuchtigkeit und Nässe ausgesetzt ist, sollte man natürlich keine Nahrungsmittel zu sich nehmen, die noch zusätzlich übermäßig kühlend oder befeuchtend wirken.

Also wenn möglich weitgehend Verzicht auf z.B.:

- Zitrusfrüchte
- Wasserreiches Obst
- Bananen
- Rohkost
- Salate
- Kalte Getränke
- Milchprodukte
- Kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Und dafür vermehrt wärmende Speisen, z.B.:

- Suppen und Eintöpfe
- Hülsenfrüchte
- Warmer Getreidebrei
- Esskastanien
- Datteln und Feigen
- Nüsse
- Zimt
- Yogi Tee

Interessant ist für uns eigentlich vor allem der Rat, auf Zitrusfrüchte zu verzichten, da wir meinen, unseren Vitamin C Haushalt dadurch aufzufüllen. Das ist sicherlich richtig, aber der kühlenden Effekt der Zitrusfrüchte kann nach Sicht der Chinesische Medizin eben das Immunsystem schwächen. Auch Bananen wirken kühlend wenn sie roh gegessen werden, werden sie aber in Honig gebacken wird ihnen wärmende Energie zugeführt. Das selbe gilt für Äpfel, roh gegessen sind sie leicht kühlend, als Bratapfel dagegen schön wärmend, vor allem wenn noch Rosinen, Zimt und Honig zugefügt werden.

Auch die Einschränkung von Milchprodukten ist typisch für die Chinesische Medizin. Milch wirkt schleimbildend und kann dadurch die Lunge „verschleimen“ und somit schwächen und anfälliger für Erkältungen und Husten machen. Daher sollte man vor allem im Winter (und eigentlich jeder Asthmatiker und Allergiker das ganze Jahr über) auf Milchprodukte verzichten, da sie die Atemwege schwächen könnten.

Wichtig ist für das Essverhalten ganz generell und natürlich besonders im Winter, dass man warme Mahlzeiten zu sich nimmt. Da der Verdauungsvorgang Wärme benötigt, tut er sich eben mit gekochten Nahrungsmitteln leichter als mit Rohkost oder Salaten, die im Idealfall nur als Beilage dienen sollten.

Zu viel kühlende Nahrung lässt uns außerdem müde werden und frieren, was natürlich gerade im Winter die Erkältungsanfälligkeit verschlimmern kann. Jeder der schon einmal eine Fastenkur gemacht hat, weiß, wie kälteempfindlich man in dieser Zeit ist. Möchte man also heilfasten, so empfiehlt sich, dies nicht gerade im Winter zu tun, oder dann eben viel Suppen und Tees zu trinken, oder eben besser noch die Fastenkur auf das Frühjahr verschieben.

Ein genereller Ratschlag der Chinesen für die Winterzeit, die Phase der Konservierung und Sammlung der Kräfte, ist genügend zu schlafen, ausreichend Ruhe zu finden und wärmende, energiereiche Nahrung zu sich zu nehmen.

            


Dr. phil. Dagmar Hemm Heilpraktikerinzurück zur Übersicht



 


 
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