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Aktuelles : Die 12 Schüßler Salze – Anwendung und Wirkung
Autor: Dr. phil. Dagmar Hemm Heilpraktikerin


Die Biochemie nach Dr. Schüßler besteht schon seit über 120 Jahren und zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine leicht zu überschauende, zu erlernende und anzuwendende Heilweise ist. Durch ihre sanfte Wirkung greift sie regulierend in das Zellgeschehen ein, ordnet die biochemischen Zustände im Organismus und bewirkt dadurch eine Heilung. Nebenwirkungen sind bisher nicht beobachtet worden.

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1889) wurde durch die damals beginnende naturwissenschaftliche Erkenntnis, dass Mineralstoffe für den Zellstoffwechsel und die Krankheitsentstehung eine besondere Bedeutung besitzen veranlasst, sich mit denen in der Homöopathie gebräuchlichen Mineralstoffen stärker zu befassen.

Durch die Untersuchung der Asche Verstorbener fand Schüßler einen Zusammenhang zwischen der jeweiligen Todesursache und dem Mangel an bestimmten anorganischen Salzen (Mineralien) in der Asche. Für besonders wesentlich hielt er 12 Mineralstoffe, die er in homöopathisch potenzierter Form einsetzte. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse behandelte er erfolgreich seine Patienten.

Welche der Mineralien für Sie geeignet, welche Kombinationen sinnvoll und welche Dosierung optimal ist, besprechen Sie bitte mit Ihrem Therapeuten.

Falls Sie unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden, sollten Sie die Tabletten nicht einnehmen.

Im folgenden werden nun kurz die Hauptindikationen der 12 Mineralien dargestellt:

Nr. 1 Calcium fluoratum

Das wichtigste Salz bei Elastizitätsverlust und schlechtem Bindegewebe, also Krampfadern, Besenreiser, Hämorrhoiden aber auch Gebärmutter- oder Blasensenkung. Ebenso hilft es bei Karies, Bänderschwäche und Bandscheibenproblemen. Gute Erfolge auch bei rissiger Haut und Lippen. Besonders für Kinder ist es ein wichtiges Aufbaumittel zur Knochen und Zahnbildung.
Da es recht langsam wirkt, muss es teilweise monatelang eingenommen werden.

Nr. 2 Calcium phosphoricum

Aufbaumittel für Zähne, Knochen (Osteoporose), Muskeln (Muskelschwäche und -krämpfe) und das Immunsystem. Es wird auch eingesetzt bei Blutarmut. Es ist besonders häufig bei Frauen und Kindern angezeigt.
Allgemein gilt es als das wichtigste Aufbausalz der Biochemie nach Dr. Schüßler und ist ein bewährtes Nerven-, Beruhigungs- und Kräftigungsmittel.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum

Ideales Mittel bei Entzündungen (bis 38 Grad Fieber). Als Erste Hilfe Mittel bei Infekten, Infektionen Überanstrengungen und Verletzungen. Optimal im Anfangsstadium einer Entzündung oder Erkältung.
Aber nicht nur als Akutmittel, sondern auch vorbeugend kann es eingenommen werden, um die Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit des Körpers zu stärken und Infektionen vorzubeugen. Langfristig eingesetzt wird es bei Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sowie zur Rekonvaleszenz.

Nr. 4 Kalium chloratum

Bei Entzündungen und Infekten, die schon etwas fortgeschritten sind, also als Folgemittel der Nr. 3. Wird eingenommen bei Ohren-, Augen- und Halserkrankungen, bei zähflüssigem Katarrh und weißlich-schleimigem Husten. Aber auch bei Magenschleimhautentzündungen, dickem Blut und Couperose sollte an die Nr. 4 Gedacht werden.
Auch Beschwerden nach Sportverletzungen oder Überanstrengung der Gelenke, Bänder und Sehnen, die sich 3-4 Tage nach einem akuten Ereignis einstellen, sprechen auf die Nr. 4 meist gut an.

Nr. 5 Kalium phosphoricum

Das große Nervenmittel bei Nervosität, Depressionen und nervöser Schlaflosigkeit. Gleichzeitig bringt es auch mehr Energie, ist also bei Erschöpfungszuständen und Energielosigkeit das Mittel der Wahl. Besonders bei Muskelschwäche ist ein Behandlungsversuch angezeigt und auch für schlechten Mundgeruch und Parodontose hat es sich bewährt.
Darüber hinaus ist die Nr.5 auch das Antibiotikum der Biochemie für Infektionskrankheiten.

Nr. 6 Kalium sulfuricum

Ein sehr gutes Stoffwechselmittel zur Reinigung der Zelle und des Körpers. In seiner Entgiftungseigenschaft kann es auch zur Unterstützung der Leberfunktion eingesetzt werden. Sehr gut daher bei Hautkrankheiten (Neurodermitis, Psoriasis) aber auch bei Asthma (v.a. mit allergischer Komponente).
Im dritten Stadium einer Entzündung oder Erkältung, also wenn die Sekrete gelblich/eitrig sind, ist es das Mittel der Wahl. Sowie auch bei allen Krankheiten, bei denen sich die Ausheilung verzögert oder bei denen eine Neigung zur Chronifizierung besteht.

Nr. 7 Magnesium phosphoricum

Gegen akute Krämpfe und Koliken aller Art. Auch bei allen Schmerzzuständen (auch Migräne), Blähungen und Zahnungsbeschwerden.
Eine Besonderheit ist die „Heiße Sieben“: Dazu werden 7 Tabletten der Nr. 7 in einem kleinen Glas heißem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken. Ein schnell wirkendes Mittel gegen Krämpfe und Koliken. Von Vorteil ist, wenn man die Lösung vor dem Schlucken einige Zeit im Mund behält, damit sie sofort über die Schleimhäute aufgenommen werden kann.

Nr. 8 Natrium chloratum

Zur Unterstützung von Entgiftungsprozessen und zur Regeneration von Schleimhäuten, Knorpel und Augenlinsen.
Häufig weist auch ein starkes Bedürfnis nach salzigen oder stark gewürzten Speisen auf einen Mangel an Nr. 8 hin.

Nr.9 Natrium phosphoricum

Ein bewährtes Entsäuerungsmittel, bei Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung, bei Gallen- und Nierensteinen. Aber auch bei Lymphknotenentzündungen und Rheuma.
Jedoch bedürfen alle Übersäuerungskrankheiten einer langen Behandlungsdauer, sowie einer Umstellung der Ernährung auf viel Vollkornprodukte, wenig tierischem Eiweiß und wenig raffiniertem Zucker.

Nr. 10 Natrium sulfuricum

Bei allen Erkrankungen der Ausscheidungsorgane, also Leber, Niere, Galle, Blase. Es unterstützt somit auch die Entschlackung des Körpers sehr gut und ist daher auch hilfreich bei Hauterkrankungen und z.B. geschwollenen Beinen. Da es auch eine starke Wirkung auf die Leber hat, wirkt es gut bei Erschöpfung und zerschlagenem Gefühl.
Auch bei übergewichtigen Patienten kann die Nr. 10 im Rahmen einer Diät helfen, den Stoffwechsel anzuregen, Stoffwechselschlacken abzubauen, den Körper zu entwässern, das Gewicht zu reduzieren und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Nr. 11 Silicea

Anwendbar bei eitrigen Entzündungen ohne Ausfluss wie Fisteln oder Nebenhöhlenentzündungen und auch bei Drüsenentzündungen und –verhärtungen.
Ausgezeichnet auch bei Problemen des Bindegewebes wie Faltenbildung, Brusterschlaffung, Gebärmuttersenkung und Cellulite.
Es ist auch ein probates Mittel bei gereizten Nerven egal ob Nervenschmerzen oder eine Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche bestehen.

Nr. 12 Calcium sulfuricum

Hilfreich bei Eiter mit Absonderungen wie Abszessen, eitrigen Mandelentzündungen oder eitrigem Bronchialkatarrh. Aber auch bewährt bei Gicht und Rheuma, denn es baut Eiweißablagerungen ab.
Da es eines der wichtigsten Reinigungs- und Regenerationsmittel der Biochemie ist, kann es die Wirkung der anderen 11 Mittel beträchtlich verstärken.

Mischung zum Entschlacken und zur Unterstützung beim Abnehmen:

Jeweils 5 Tabletten in heißem Wasser auflösen (nicht mit Metalllöffel rühren!) und schluckweise vor den Mahlzeiten trinken:

Nr. 5 vor dem Frühstück
Nr. 9 vor dem Mittagessen
Nr. 10 vor dem Abendessen

Zur Straffung des Bauch- und Oberschenkelgewebes morgendliches und abendliches Einmassieren der Salbe Nr.1 (Calcium fluoratum)

            


Dr. phil. Dagmar Hemm Heilpraktikerinzurück zur Übersicht



 


 
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